Pathologische Veränderungen bei Seeigeln

Pathologische Veränderungen bei Fossilien sind bei den meisten Sammlern sehr beliebt, zumal diese nicht besonders häufig sind. Bei genauerer Betrachtung und bei mehr oder weniger umfangreichem Material lassen sich jedoch bei Seeigeln immer wieder Abnormalitäten feststellen. Die hier vorgestellten Seeigel stammen von der Fundstelle Dalbyover/Dänemark oder aus Höver/Hannover.
Häufiger sind vor allem bei Echinocorys sulcatus nicht näher bestimmbare Einritzungen zu erkennen, die vielleicht Bissspuren von Cidariden darstellen. 
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Deutlich erkennbar sind hier die 4 (oben etwas undeutlich) angeordneten Bissspuren(?)

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Halbkreisförmig angeordnete Spuren

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Deutlich erkennbare Anomalie in der Anordnung der Ambulakralporen

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Echinocorys sulcatus aus Dalbyover mit tiefen, verheilten Verletzungen

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Detailansicht des oben abgebildeten Seeigels. Es handelt sich um eine verheilte Verletzung, da im Bereich der Verletzung wieder Stachelwarzen gebildet wurden

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Seitenansicht von Echinocorys sulcatus. Links ist eine Verformung der Corona zu erkennen

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Detailansicht der "Nase" im mittleren Bildbereich

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Micraster aus dem Campan von Höver mit verheilter Verletzung (Kreis)

Eine der interessantesten Veränderungen bei Seeigeln sind aber zweifelsohne Exemplare, die entweder weniger oder mehr als 5 Ambulakralfelder besitzen.

Sammlung, Bilder und Text: Tobias Schräder