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Geschrieben am 03/05/2021, 20:00 von Mario Braun
pseudoriffe-landauMario Braun stellt in seinem ersten Steinkern-Artikel Fundstücke aus den „Pseudoriffen“ (Kalkalgenriffe) aus Landau in der Pfalz (Oberrheingrabengebiet) vor. Die Riffe entstanden dort, wie im benachbarten Mainzer Becken im Wesentlichen durch Süßwasserzementation, doch waren durchaus auch Kalkalgen und Stromatolithen an der Riffbildung beteiligt. Man kann entsprechende Riffkalk-Stücke z. B. bei Landau auf Äckern sammeln. Eine Fundlokalität wird (mit Karte) vorgestellt. Die Fundstücke können durch Sägen, Schleifen und Polieren gut zur Geltung gebracht werden und zeigen im Inneren interessante Strukturen, die sich beinahe mit jenen der hübschen Crazy Lace Achaten Mexikos messen können.
Geschrieben am 27/04/2021, 14:41 von Udo Resch
olenellus-kambrium-usaUdo Resch stieß vor einiger Zeit in einem auf Trilobiten spezialisierten Online-Shop eines u.a. auch als Ausrichter der Fossilienbörse Leinfelden-Echterdingen bekannten Sammlers und Händlers auf ein für diese Art großes Exemplar eines Olenellus terminatus PALMER 1998 aus dem unterkambrischen Pyramid Shale der Carrara Formation von Kalifornien (USA). Im Bericht stellt er dar, wie er den nicht ganz vollständig erhaltenen Trilobiten auf Vordermann brachte. Zunächst gewann er aus dem hierzu ausreichend hohen Matrix des Trilobiten durch Einsägen und Abspalten einen Ansetzstein, der dann unter Berücksichtigung der tektonischen Beanspruchung des Gesteins passend angeklebt und gekonnt formatiert wurde. Sogar bei der Ausführung der Ergänzung des Trilobiten wurde die Stauchung des Gesteins berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der Fotodokumentation des Vorherzustands und der ausgeführten Arbeitsschritte ist der Bericht beispielgebend dafür, wie man Fossilrekonstruktionen "lege artis" ausführen und dokumentieren kann.
Geschrieben am 13/04/2021, 16:11 von Michael Henz, Axel Niggeloh & Sönke Simonsen
bonebed-mikfrofaunaDas Autorentrio berichtete bereits im Jahr 2020 in Heft 40 der Steinkern-Zeitschrift über "Funde aus einem Bonebed der Sublaevigatus-Zone des Oberen Muschelkalks (Trias) von Bremerberg (Kreis Höxter, Ostwestfalen)". Es wurden im damaligen Artikel vor allem kleine Makrofossilien sowie Mesofossilien vorgestellt, hauptsächlich Zähne von Haien. In einem Anschlussartikel geht es nun um die Mikrofauna des Bonebeds. Einer der Autoren (M. H.) bereitete eine kleine Probenmenge auf und fand dabei Zähne und Schuppen von Actinopterygii sowie Selachiern, Reste von Crustacea, Koprolithen, Brachiopoden und Reste von Conodonten sowie Knochenfragmente.
Geschrieben am 09/04/2021, 23:51 von Steinkern Verlag
heft45
Geschrieben am 08/04/2021, 20:00 von Ulrich Linke
burton-bradstockSo wie Ulrich Linke erging es wohl mancher Sammlerin und manchem Sammler in letzter Zeit. Exkursionen in die Ferne fielen bedingt durch die Covid-Pandemie und die daraus resultierenden Beschränkungen der Reisefreiheit oder darüber hinausgehende freiwillige Selbstbeschränkung aus, wodurch zeitliche Ressourcen für das Aufarbeiten von Funden früherer Exkursionen frei wurden. Gerade die Fraktion derer, die alljährlich nach Dorset an die Jurassic Coast fahren, ist oft in Rückstand mit dem Aufarbeiten der Funde. Der Grund hierfür: das Material ist zwar mit guten Ergebnissen, aber oft ausgesprochen zeitaufwändig zu präparieren. Ulrich Linke berichtet uns im vorliegenden Artikel von einem Fundstück, das er schon 2015 an der klassischen Mitteljura-Küstenlokalität Burton Bradstock barg: einer Stufe aus dem Truellei Bed (Parkinsoni-Zone) des Inferior Oolite, bestehend aus einem Ammoniten der Gattung Parkinsonia und einer Schlitzbandschnecke der Familie Pleurotomaridae. Im Bericht erfahren Sie, wie Bergung und Präparation vonstatten gingen und warum man vermeintliche "Gurken" nie zu früh abschreiben sollte. Der Autor hatte die Stufe als „Ruine?!“ beschriftet in einer Kiste eingelagert, ein alternativer Titel des Beitrags hätte in Anlehnung an die einstige DDR-Nationalhymne auch lauten können "Auferstanden aus Ruinen".

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