Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 20/11/2020, 20:42 von Udo Resch & Roger Frattigiani
schnabelfischEiner der Autoren (R.F.) fand am Blumenberg bei Wegscheid einen Schnabelfisch der Spezies Aspidorhynchus acutirostris, der anschließend von einem Team von Plattenkalkspezialisten gemeinschaftlich mit der richtigen Mischung aus Vorsicht und "Mut" geborgen wurde. Der zweite Autor des Artikels (U.R.) präparierte den Fisch. Die Schwierigkeiten von Bergung und Präparation werden durch Text und Bild veranschaulicht, ebenso wie die Problemlösungen. Insgesamt 33 Fotos dokumentieren den Weg vom bröckeligen Fund- zum attraktiven Ausstellungsstück, das die Erwartungen der meisten Sammler, die den Rohling des 50 cm langen Fisches sahen, übertreffen dürfte. Obwohl auf Steinkern.de im Laufe der Jahre schon einige Schnabelfische publiziert wurden: Schnabelfische sind im Solnhofener Plattenkalk (das gilt für alle größeren Fische) keine alltäglichen Funde, auch nicht für langjährige Plattenkalksammler.
Geschrieben am 12/11/2020, 16:42 von Stefan Werner
stevns-klintStefan Werner berichtet über die Situation am Stevns Klint (Seeland, Dänemark) im August 2020. Sein Bericht soll Interessierten, die diese Region besuchen wollen, dazu dienen, einen aktuellen Überbblick zu erhalten und eine Entscheidungshilfe für einen eigenen Besuch in der nächsten Zeit geben. Für Paläontologen und Hobbypaläontologen eher bedauerlich sind die Entwicklungen bezüglich der musealen Situation vor Ort, so wurde das Geo-Museum Faxe zu einer Art Dino-Disneyland umfunktioniert, um ein jüngeres Publikum anzusprechen. Im Artikel werden die folgenden Lokalitäten mit Fundmöglichkeiten für Danium- bzw. Oberkreide-Fossilien beschrieben: Faxe-Bruch, Faxe Ladeplads, Vemmetofte, Rødvig, Boesdal, Højerup, Mandehoved und Holtug. Im Anschluss wurde auch die Insel Møn mit ihrer eindrucksvollen Kreideküste besucht - zu den zahlreichen schönen Foto-Impressionen vom Stevns Klint gesellen sich daher abschließend noch einige Fotos von dort hinzu. Dänemark ist nach der festen Überzeugung des Autors nach wie vor eine Reise wert, nicht nur der Fossilien wegen!
Geschrieben am 04/11/2020, 01:44 von Sönke Simonsen
palaeontologiepolitikIm August und September 2020 unterzeichneten 1041 Paläontologen, Amateurpaläontologen und Fossilieninteressierte unseren Offenen Brief mit dem Titel "Vorschlag zur Novellierung der paläontologischen Denkmalschutzgesetzgebung in Nordrhein-Westfalen". Ein in dieser Größenordnung ungeahnter Erfolg, der aufzeigte, wie dringend die bestehenden Probleme behoben werden müssen, um weiteren Schaden von unserem paläontologischen Erbe abzuwenden und die Rahmenbedingungen paläontologischen Sammelns und Forschens zukünftig zu verbessern. Zwischenzeitlich haben sich erste Reaktionen aus der Politik ergeben. Das Medienecho war bescheiden, doch erschien in der November-Ausgabe von "Politik & Kultur", der Zeitschrift des Deutschen Kulturrats, ein Artikel mit dem Thema "Fossilien und Recht: Warum unser paläontologisches Naturerbe bedroht ist und wie wir es retten können", der online nachlesbar ist. Ferner wird auf eine diesjährige Richtungsdiskussion innerhalb der professionellen Paläontologie hingewiesen, bei der es z. B. um Fragen der Zusammenarbeit mit Amateurpaläontologen und den Verbleib in wissenschaftlichen Arbeiten abgebildeten Materials geht.
Geschrieben am 30/10/2020, 14:46 von Udo Resch
werbgeschenk-steinbruchindustrieIm Jahr 2016 tauchte bei eBay ein Fossil aus den Plattenkalken auf: ein altes Stück mit einem 35 cm langen Fisch im Holzrahmen mit Messingplakette und Widmung (Heinrich Christ Nürnberg). Die Heinrich Christ GmbH & Co. KG vertreibt u. a. Natursteine und schenkte den Fisch zum 100-jährigen Firmenjubiläum einem anderen Unternehmen. Wann genau dies geschah (außer, dass es nach Gründung der Heinrich Christ GmbH & Co. KG, also nach 1949 gewesen sein muss), ließ sich nicht ermitteln. Jedenfalls gelangte der Fisch 2016 über eBay in den Besitz eines Bekannten des Autors. 2019 konnte Udo Resch diesen dort „loseisen“, um bald darauf eine subtile Überarbeitung des Altpräparats vorzunehmen, die im Bericht vorgestellt wird. Die fünfstündige Nachbearbeitung, deren Ziel u. a. in der optischen Optimierung des Spots ums Fossil und der Verbesserung subtopimal ausgeführter Ergänzungen bestand, erfolgte in einer Weise, die den historischen Charakter des Fossils bewahrte. Schließlich ist das Exponat aufgrund seiner Historie ein Fossil, dass man durchaus nicht nur als "Naturgut" sondern auch als "Kulturgut" betrachten kann.
Geschrieben am 25/10/2020, 09:50 von Paul Freitag
hallucigenia-gvDie Chengjiang-Faunengemeinschaft des Unterkambriums der chinesischen Provinz Yunnan ist weithin für ihre Artenvielfalt bekannt und zeugt von der Kambrischen Artenexplosion. Bemerkenswert neben der hohen Biodiversität ist auch die vortreffliche Weichteilerhaltung der Fossilien aus dem Maotianshan-Schiefer: Antennen, Beine sowie Verdauungssysteme können an so manchem Individuum beobachtet werden. Die Weichkörper liegen in hauchdünner Aluminiumsilikaterhaltung vor und weisen oft feinste Details auf. Im Idealfall liegen die Fossilien als „Lucky Split“ vor oder befinden sich in nur einer Gesteinshälfte, aus der sie herausgearbeitet werden können. Viele Funde werden jedoch auf Positiv- und Negativplatte verrissen geborgen. In solchen Fällen bedarf es einer präzisen Transferpräparation. Wie so etwas funktioniert, beschreibt und zeigt der Autor am Beispiel der Präparation einer Hallucigenia.

Herzlich Willkommen auf Steinkern.de!

Steinkern.de ist die Informations- und Diskussionsplattform von Fossiliensammlern für Fossiliensammler. Hier gibt es vielfältige Informationen über unser gemeinsames Hobby - das Sammeln, Präparieren und Präsentieren von Fossilien. Und ebenso wichtig: es gibt die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme am Geschehen! Autoren sind stets willkommen und Artikel immer erwünscht.

Im redaktionellen Teil, hier auf der Homepage, wird ein breites Spektrum an Informationen zu Funden, Fundstellen, Präparations- und Präsentationsmöglichkeiten aufgezeigt. Abgerundet wird die Homepage von Steinkern.de durch eine Galerie, die Schönes, Seltenes und weiteres Interessantes zeigt. Es erscheinen seit dem Jahr 2004 fortlaufend neue Berichte und Galeriebilder: Es lohnt sich daher immer wieder reinzuschauen!

Das Steinkern-Forum dient dem fachlichen Austausch. Dort kann jeder Fossilienfreund Bestimmungsfragen stellen, Funde präsentieren, Berichte aus dem redaktionellen Bereich kommentieren und Exkursionspläne erörtern. Über 250.000 Forenbeiträge bieten eine große Menge an Informationen, fast zu jedem Fachgebiet. Für die Beteiligung im Steinkern Forum ist es gleichgültig, ob jemand Allroundsammler oder Spezialist, Anfänger oder Profi ist.

Unser Internetangebot wird seit 2008 ergänzt durch unsere Zeitschrift DER STEINKERN, die sowohl im Abonnement als auch einzeln erhältlich ist und exklusive Artikel beinhaltet.

Die Redaktion ist sich sehr bewusst, dass das Handeln der Fossiliensammler nicht gegen die Rechte der Betreiber von Steinbrüchen und Gruben oder gegen die berechtigten Interessen der Wissenschaft gerichtet sein kann und darf: Um das freundliche Einvernehmen und den Austausch mit diesen Gruppen zu wahren und zu fördern, hat sich die Redaktion zehn Grundregeln verpflichtet. Selbstverständlich erwartet die Redaktion, dass insbesondere jeder Nutzer von Steinkern.de und darüber hinaus auch jeder andere Fossiliensammler diese Regeln einhält – im eigenen Interesse.

Wir freuen uns über jeden, der hier mitliest. Besonders freuen wir uns aber über denjenigen, der mitmacht, mit Berichten, Bildern und Diskussionsbeiträgen im Forum und auf der Homepage (nähere Informationen unter Bedienungshilfe).

Die Redaktion von Steinkern.de