Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 21/10/2018, 11:20 von Sönke Simonsen
bonebed-buttenheimIm Artikel wird ergänzend zum Zeitschriften-Artikel "Neue Funde aus einem Bonebed des Unteren Toarcium der Tongrube bei Buttenheim" aus der aktuellen Ausgabe der Steinkern-Zeitschrift (Heft 35) auf die augenblickliche Aufschlusssituation des Bonebed-Horizonts im Unteren Toarcium der Tongrube Buttenheim eingegangen. Die Schicht kann derzeit (Stand Oktober 2018) weiterhin ergraben werden (Exklusivbericht für Redakteure von Steinkern.de und Abonnenten der Steinkern-Zeitschrift - bitte zum Lesen einloggen!)
Geschrieben am 15/10/2018, 23:45 von Norbert Wannenmacher
ofterdinger-liasOfterdingen liegt südlich von Tübingen in Baden-Württemberg. Der Ort ist bereits zu Zeiten der frühen geologischen Forschungen der Universität Tübingen Anlaufpunkt für geologische Exkursionen in den Unterjura gewesen. Schon Friedrich August Quenstedt (1809-1889) war mit seinen Studenten gerne vor Ort, u. a. um diesen bei Niedrigwasser das eindrucksvolle "Schneckenpflaster" im Bachbett der durch Ofterdingen fließenden Steinlach zu zeigen. Auch heute noch kann man die inzwischen denkmalgeschützte Schichtfläche bewundern, wenn die Steinlach wenig Wasser führt. Mögen auch die sichtbaren Ammoniten und ihre Abdrücke erosionsbedingt andere sein als zu Quenstedts Zeiten, so hat die Lokalität bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Suchmöglichkeiten im Ofterdinger Unterjura bestehen heutzutage nur noch temporär im Rahmen von Baumaßnahmen. Im Frühjahr 2018 lieferte eine Kanalbaustelle Einblick in die Arietenkalke des Sinemuriums. Aufgeschlossen waren Schichten vom Schneckenfels bis zu den Ölschiefern des Lias alpha. Norbert Wannenmacher stellt im Bericht das Ofterdinger Ammonitenpflaster vor und bringt Ihnen die Lithologie und Fossilführung der Schichten des Ofterdinger Sinemuriums näher. Das abgebildete Fossilspektrum reicht von xenomorphen Austern, über Spurenfossilien, auf Ammoniten aufgewachsene Serpulidenröhren und Massenansammlungen von bestachelten Seeigeln bis zu den begehrten Cephalopoden des Arietenkalks.
Geschrieben am 08/10/2018, 11:39 von Sönke Simonsen
heft35
Geschrieben am 05/10/2018, 00:58 von Udo Resch
pachythrissopsIn 65-stündiger Arbeit präparierte Udo Resch einen Knochenfisch aus dem Tithonium des Eichstätter Plattenkalkreviers. Anhand des Rohlings, der verteilt auf mehrere Platten vorlag und leicht verspalten war, war zunächst noch keine Gattungsdiagnose möglich. Später dann, im Verlauf der stellenweise komplizierten Freilegung, wurde deutlich, dass es sich um einen Pachythrissops handelt, der mit einer Länge von 36 cm als adult einzustufen ist. Einige Partien des Fisches, insbesondere der Schädel, erwiesen sich als präparatorische Herausforderung und mussten mit reichlich Sekundenkleber gehärtet werden. Die Stichelpräparation mit dem zwischenzeitlichen Härten verschlang viel Zeit, sollte sich am Ende jedoch lohnen. Nebenbei gestaltete der Autor auch die Matrix gekonnt um, sodass Fisch und Stein letztlich zu einer echten Zierde der Sammlung avancierten.
Geschrieben am 24/09/2018, 10:02 von Gert Greitens
aalenium-konkretionIm Mai 2018 unternahm der Autor eine Exkursion nach Schottland. Sein Ziel war wieder einmal die landschaftlich reizvolle und auch aufgrund ihrer schönen Fossilien interessante Isle of Skye, die größte Insel der Inneren Hebriden. Zu den klassischen Fundstellen der Insel zählt die Bearreraig Bay. Es handelt sich bei dem Mitteljura-Aufschluss um eine SSSI-Lokalität (Site of Special Scientific Interest), die entsprechenden Schutz genießt - im Lockermaterial darf jedoch gesammelt werden. Zwar erodiert die Küste der Isle of Skye deutlich weniger stark als man es von Süd- oder Ostengland her kennt, doch sind trotz starker Frequentierung durch Sammler in den vergangenen Jahrzehhnten noch immer kleine Funde möglich. Das man eine größere Aalenium-Konkretion mit Ammoniten findet, ist heute eher die Ausnahme. Daher barg der Autor einen 30 Kilogramm schweren Stein ohne ihn vor Ort zu Knacken. Das Öffnen wurde im Sommer im Rahmen einer "Geodenknack-Party" nachgeholt, die zahlreichen dabei zu Tage gekommenen Fossilien danach sorgfältig präpariert. Durch die stapelartige Aufeinanderschichtung der Ammoniten der Gattung Ludwigia ist ein schönes und ungewöhnliches Exponat entstanden.

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