Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 03/07/2020, 13:51 von Steinkern Verlag
heft42
Geschrieben am 01/07/2020, 20:17 von Fritz Lang
gelenk-schwenkarmNicht nur in der Mikropaläontologie sind Stereomikroskope unentbehrliche Hilfsmittel. Auch für anspruchsvolle Präparationsarbeiten, etwa an filigranen oder schlecht trennenden Fossilien, ist es hilfreich oder gar zwingend notwendig auf Vergrößerung zurückzugreifen. Oftmals findet die Präparationsarbeit aufgrund der Staubentwicklung in Kabinen (Stichel- und Strahlkabine) statt oder die Objekte sind zu groß, um sie unter einem Stereomikroskop auf handelsüblichem Stativ händeln zu können. Hier nun kommen Gelenk-Schwenkarme als Aufhängung für die Mikroskope ins Spiel. Neue Gelenkarme werden von der Industrie oft nur zu recht hohen Preisen angeboten, doch gibt es Mittel und Wege mit etwas technischem Geschick kostenlos oder günstig erhältliche Abfallprodukten (alte Markisenarme) selbst zu Gelenk-Schwenkarmen umzufunktionieren. Wie das geht, erklärt Ihnen Fritz Lang im Bericht. Viel Erfolg beim Nachmachen!
Geschrieben am 25/06/2020, 21:45 von Udo Resch
aspidorhynchusDer Solnhofener Plattenkalk ist das Hauptinteressengebiet des Autors, der sich zur Abwechslung auch gerne mit Trilobiten aus dem Devon Marokkos oder in letzter Zeit etwa auch mit französischen Oberjura-Seeigeln befasste. Jahr für Jahr aufs Neue kommen ihm viele interessante Präparate unter den Stichel. In diesem Fall beschäftigte er sich mit einem Fundstück aus dem Tithonium von Wegscheid, einem juvenilen Schnabelfisch der Gattung Aspidorhynchus. Schnabelfische sind schnell Räuber mit einem Kleid aus Ganoidschuppen. Sie erreichen typischerweise Längen um 50-60 cm, in Einzelfällen auch bis zu einen Meter. Das vorliegende Exemplar starb im Juvenilstadium und ist nur 7 cm groß. In seinem Bauchraum konnten im Rahmen der Präparation definierte Reste der letzten Nahrung ausgemacht werden. Der Beutefisch konnte nicht bestimmt werden, doch liegt die Vermutung nahe, dass der junge Schnabelfisch sich mit der 2,5 cm langen Beute übernommen haben könnte und deswegen eines frühen Todes starb - a moment frozen in time.
Geschrieben am 18/06/2020, 21:00 von Alexander Benn
giulianova-bernsteinIm Jahr 2019 war der Autor mit einer Gruppe des Stader Vereins "Kinder unserer Stadt e.V." in Giulianova am Fuße der Abruzzen in der Provinz Teramo in Italien in einem Sommercamp. Schnell wurde das Durchsuchen des Strandguts von ihm und den Kindern als kurzweiliger Zeitvertreib erkannt. Beiderseits der Mündung des Flusses Tordino fanden sich in Flussablagerungen neben Mollusken und Treibhölzern bei genauer Suche kleine Objekte, die an Bernstein erinnerten. Tests mit UV (Lumineszenz), Salzwasser, zuckerhaltiger Cola (Schwimmfähigkeit), Löslichkeit in Alkohol und Aceton sowie das vorsichtige Anstechen mit einer heißen Nadel (Harzgeruch!) bestätigten, dass es sich tatsächlich um Bernstein handelt. Dieser könnte aus Braunkohleablagerungen der Abruzzen vom Tordino und seinen Nebenflüssen an die Tordino-Mündung an der Adria gelangt sein. Über das Vorkommen finden sich im Internet keine Informationen, insofern handelt es sich möglicherweise um einen gänzlich neuen Fundpunkt für Bernstein.
Geschrieben am 12/06/2020, 19:33 von Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie
spinosaurierEinem Team von Wissenschaftlern um den Münchener Paläontologen Prof. Oliver W. M. Rauhut (Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie) gelang es kürzlich anhand computertomographischer Untersuchungen der Schädelanatomie eines Exemplars eines Spinosauriers der Gattung Irritator aus Brasilien neue Erkenntnisse über die vermutliche Lebensweise von Spinosauriern zu gewinnen. Die Forscher stellten bei Untersuchungen des Hirnraumes und mit diesem verbundener Sinnesorgane fest, dass dieser dem anderer Raubdinosaurier ähnelt. Bestimmte Strukturen (u. a. jene des Innenohrs) sind in einer Art und Weise ausgeprägt, die nach Einschätzung der Forscher darauf hindeutet, dass Spinosaurier zu schnellen präzisen Bewegungen mit dem Schädel imstande waren, ohne dabei ihre Beute aus den Augen zu verlieren. Insgesamt deuten diese und weitere Indizien darauf hin, dass sich Spinosaurier vorwiegend von kleinen Beutetieren wie Fischen ernährt haben könnten.

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