Versteinerte Riesenzwetschge aus der Frankenalb

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Moderator: Sönke

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Andreas
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Versteinerte Riesenzwetschge aus der Frankenalb

Beitrag von Andreas » Donnerstag 20. März 2008, 23:22

http://www.steinkern.de/kurioses-und-hu ... enalb.html

Hallo Victor,

ich finde es unfassbar, wie Prof. Dr. Norman First-Avril diesen Fund als eine Riesenzwetschge deuten kann. Da möchte man meinen, dass man es mit Fachleuten zu tun hat und dann kommt soetwas heraus! Ok... aus Texas sind ja noch ganz andere Leute entsprungen, das erklärt wieder einiges.

Dennoch möchte ich hier einmal ausführen, um was es sich wirklich handelt. Ich finde es nämlich fatal, dass du mit dem Beitrag evtl. Anfänger total hinters Licht führst.

Selbst eben erwähnte Anfänger sollten auf dem ersten Blick erkennen, dass es sich eindeutig um ein fossilies T-Bone-Steak handelt. Das auskristalisierte Knochenmark ist deutlich zu erkennen. Herr Prof. Dr. Norman First-Avril wird daher mit seiner DNA keinen Baum züchten sondern die Mahlzeit eines Dinosauriers!! Das musst du verhindern! Wir schweben in großer Gefahr. Es heißt schließlich nicht umsonst T-Bone... T wie T-Rex!

Wenn man es als Steak erkennt, weiß man auch sofort, warum es im Meer gelandet ist. Man erkennt an der Färbung sehr gut, dass es nicht Medium gebraten war sondern - wie der Engländer sagt - "well done" also durch - zäh wie Sauropodenhaut. Das haben unsere verwöhnten Dinos dann eben weggeworfen. Ab ins Jurameer.

Ich gebe zurück in die Irrenanst... eh ins Studio...

Prost!

Andreas

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juniper
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Beitrag von juniper » Freitag 21. März 2008, 00:17

So herrlich :clap:

Man beachte die vorzügliche Mehrschicht-Weichteilerhaltung (evtl. sogar mit Aroma-Präservation ?) :bg:

lg.Klaus

(PS. täusche ich mich, oder ist dieser aufsehenerregende Bericht ein paar Tage zu früh in die Öffentlichkeit gelangt ? ;) )

Artefakt
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Beitrag von Artefakt » Freitag 21. März 2008, 00:35

netter Versuch.....selten so gelacht :lol:

Gruß

Mike

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FurFossil
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Riesenpflaume

Beitrag von FurFossil » Freitag 21. März 2008, 07:33

Victor schrieb, Zitat:
"Jetzt stelle sich die Frage, wer zuerst mit dem ungewöhnlichen Größenwachstum begonnen habe, die Saurier oder die Zwetschgen."

Mich erstaunt, dass ihm bei dieser Fragestellung nicht sogleich die Antwort auf eine andere Frage offenbart wurde. Nämlich die Frage nach der Herkunft der Magensteine !!
Mit dem jahrzehntelangen Irrtum der Paläontologen ist jetzt endlich Schluss: bei den Magensteinen handelt es sich nachweislich um Zwetschgenkerne!! :achso:
Mit den besten Sammlergrüssen

Karsten

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Miroe
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Beitrag von Miroe » Freitag 21. März 2008, 08:12

Servus Victor,

bravo, sehr schön! Weiter so!

Beste Grüße
Michael

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RMB
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Beitrag von RMB » Freitag 21. März 2008, 09:27

Hallo Victor,

Danke für den aufschlußreichen Bericht, jetzt scheinend endlich die letzten Klarheiten beseitigt und die Indizienkette geschlossen.

1.) Die pflanzenfressenden Dinos waren, rein verdauungstechnisch gesehen, auf die Pflaumen dringend angewiesen um ihre Peristaltik so richtig auf Vordermann zu bringen. Klar, wer kann schon ungestraft Koniferiennadeln und so'n Zeug verarbeiten.
2.) Auf Grund ihrer Größe und ihres Gewichtes saßen diese Riesenpflaumen nur sehr locker am Baum.
3.) Die globale Erschütterung durch den Asteroideneinschlag (Chicxulub) hat alle Riesenpflaumen gleichzeitig "von den Bäumen geschüttelt".

Daraus folgt : Die Pflanzenfresser, ihrer Naturapotheke beraubt, sind entweder an gravierenden Verdauungsstörungen (Verstopfung, Gerbsäurevergiftung, ...) eingegangen oder durch den Verzehr der heruntergefallenen und dann angegorenen Pflaumen in einem alkoholbedingten Delirium hinübergedämmert. Die Fleischfresser wurden durch das plötzliche Überangebot von Triceratops-Rippchen in Slivovitz depressiv und beschlossen ebenfalls das Zeitliche zu segnen.

Prost
Rainer

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Paul Winkler
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Beitrag von Paul Winkler » Freitag 21. März 2008, 12:01

Hi!

@ Rainer: Koniferennadeln haben die auch benutzt. Aber nur als Badewasserzusatz! :lol:

Liebe Grüsse Paul

steinbeisser57
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Beitrag von steinbeisser57 » Freitag 21. März 2008, 12:34

Hallo Viktor
Sehr interessanter Beitrag für die Hobbypomologen
unter uns :lol:
Ich werde mal gleich bei den Texanern anfragen
ab wann es den Samen auf dem Markt zu kaufen gibt :lol:
In einem liegen die Wissenschaftler aber total daneben...
während der Jurazeit gab es noch keine Äpfel und Birnen,
diese entwickelten sich erst sehr viel später aus
der bereits im Perm bekannten Stammfrucht namens Birpfel.
Gruss mit (grünem) :top:
Manfred

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FurFossil
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Wissen ist Macht

Beitrag von FurFossil » Freitag 21. März 2008, 13:24

steinbeisser hat geschrieben: Sehr interessanter Beitrag für die Hobbypomologen
unter uns :lol:
Hallo Manfred,
Steinkern tut wirklich etwas für den Menschen mit abgeschlossener Halbbildung: nun weiss ich endlich, dass es Pomologen gibt und nach meiner Recherche in Wikipedia sind das Leute, die sich mit Obstbaukunde befassen.
Was ist denn eigentlich ein Paläopomologe ? :roll:
Mit den besten Sammlergrüssen

Karsten

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Fischfreund66
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Beitrag von Fischfreund66 » Freitag 21. März 2008, 17:29

Hallo,

hihiii... hm... ob man das vieleicht für die Fränkische Obstlerproducktion nutzen kann ? :lol:
Mit freundlichen Grüßen

Christoph

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juniper
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Beitrag von juniper » Freitag 21. März 2008, 18:44

Christoph (Fischfreund66) schrieb:
... ob man das vieleicht für die Fränkische Obstlerproduktion nutzen kann ?
Tja, wer weiß, bei tatsächlicher Aroma-Präservation ? :bg:

Ob das Resultat aber beim Verkosten wirklich überzeugt:

„Dieser Brand :) *schlürf* ...schmeckt :roll: ... :? ... ... :? :? :? ...alt :oops:

Wahrscheinlich ist doch das Verfalldatum schon abgelaufen.

;) Klaus

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Beitrag von steinbeisser57 » Freitag 21. März 2008, 18:48

Servus Karsten
Vemutlich einer, der versucht aus versteinerten Zwetschgen
Genmaterial für die Neuzucht zu gewinnen :lol:
Gruss
Manfred

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Beitrag von Fischfreund66 » Freitag 21. März 2008, 19:42

Hallo Karsten,

na wenn der Paläopomologe sein Obst mal probieren will dann braucht er wirklich gute Zähne.

Also dann guten Appetit :achso: !
Mit freundlichen Grüßen

Christoph

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Paläopomologie

Beitrag von FurFossil » Freitag 21. März 2008, 20:24

Hallo Ihr lieben Sammlerfreunde,
ich kann es nicht mehr in meinem tiefen Herzen verstecken; es muss einfach raus:
Hiermit oute ich mich als Anhänger der Paläopomologie.
Ein Fossil aus meiner reichhaltigen paläopomologischen Sammlung füge ich als Foto bei. :wink:

Aber im Ernst: Das ist tatsächlich der Fruchtkern einer tertiären Palme, enthalten in einem Zementstein aus dem Paläozän/Eozän von Mors/Limfjord.
Dateianhänge
1037_FURFOSSIL_Mors.jpg
1037_FURFOSSIL_Mors.jpg (122.91 KiB) 17126 mal betrachtet
Mit den besten Sammlergrüssen

Karsten

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Beitrag von Fischfreund66 » Freitag 21. März 2008, 20:55

Hallo,

toller Samen...
Ich stehe mehr auf Tannzapfen.
Den zum Beispiel http://www.steinkern.de/steinkern-de-ga ... nolle.html

Oder Haselnüsse http://www.steinkern.de/steinkern-de-ga ... 20sp..html
Mit freundlichen Grüßen

Christoph

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