Die Nordumgehung A30 in Bad Oeynhausen - Es geht um paläontologische Bodendenkmalpflege

Die Nordumgehung A30 in Bad Oeynhausen

Es geht um paläontologische Bodendenkmalpflege


In mehreren Bauabschnitten wird nach den derzeitigen Planungen bis 2014 eine fast 10 Kilometer lange Nordumgehung um Bad Oeynhausen gebaut. Im Verlauf dieser Maßnahme sind Bodenbewegungen in erheblichem Ausmaß erforderlich.

Nach der geologischen Situation dieses Raumes werden insbesondere im Bereich der Lias -Tone fossilführende Schichten berührt.
Bei den erforderlichen Bodenbewegungen für die künftige Trassenführung  sind daher bodendenkmalrechtliche Belange wahrzunehmen.

Zuständig für die paläontologische Bodendenkmalpflege in Westfalen ist das LWL -Naturkundemuseum in Münster. Dieses hat den Förderverein für das Museum für Bergbau und Erdgeschichte in Porta Westfalica / Kleinenbremen – vertreten durch seinen Vorsitzenden
Dr. Gerd Franke, sowie Herrn Michael Polschinski, zuständig für die paläontologische Bodendenkmalpflege im Bereich des Weser- und Wiehengebirges, beauftragt, die entsprechenden Belange vor Ort wahrzunehmen. Es soll in diesem bisher einmaligen Projekt ein unkontrolliertes Suchen und Sammeln von Fossilien und Mineralien verhindert werden.

Der Ausbauträger für die Nordumgehung, Straßen-NRW Minden, gestattet nur einem begrenzten Personenkreis das Betreten der entsprechenden Baustellen. Dieser setzt sich aus Mitgliedern der paläontologischen Arbeitskreise beim Museum in Kleinenbremen, sowie beim Dobergmuseum in Bünde zusammen. Die Fossilien- und Mineraliensammler sind bereits im Besitz eines Ausweises, der sichtbar zu tragen und nur zusammen mit dem Personalausweis gültig ist. Sie sind in mehreren Veranstaltungen auf ihre Tätigkeiten vorbereitet worden. Das Projekt wird über die Dauer der Baumaßnahme vom LWL- Naturkundemuseum in Münster wissenschaftlich begleitet.

Kontakt:
Organisation und Projektleitung: Michael Polschinski, Klausenwall 12a – 32423 Minden