Rezension: Wohin die Spuren führen

Wohin die Spuren führen
Eine Rezension von Rainer Albert

 

„Wohin die Spuren führen“ will Uwe-M. Troppenz in seinem gleichnamigen Buch aufzeigen. Ausgehend von einem eigenen Fund im mittelproterozoischen Dala-Sandstein, den er als Spurenfossil deutet und der das erste Auftreten komplexen Lebens in der Erdgeschichte gegenüber dem bisherigen Stand der Forschung um mehr als 600 Millionen Jahre vorverlegen würde, beklagt der Autor festgefahrene Ansichten und mangelnde Aufgeschlossenheit der Geowissenschaftler gegenüber neuen Erkenntnissen, speziell hinsichtlich der Entstehung des ersten Lebens und seiner Entwicklung, weil für die Paläontologie "nicht sein kann, was nicht sein darf". Unter diesem Aspekt betrachtet er auch kurz das mittelproterozoische Problematikum Horodyskia. Nach diesen rund 20 Seiten über Fossilien geht es an die Kritik am Dogmatismus der Naturwissenschaftler im Allgemeinen, getragen von Zitaten mal mehr, mal weniger naturwissenschaftlich befasster Persönlichkeiten. Troppenz weist auf die Bedeutung großer erdgeschichtlicher Katastrophen für die Entwicklung des Lebens hin und stellt dar, wie dieses Konzept aus rein historischen Gründen von den heutigen Bio- und Geowissenschaften verneint und erst seit kurzem gegen erhebliche Ablehnung in sie hineingetragen würde. Von hier geht es zur Evolutionstheorie, wo der Autor kurz vermeintliche Irrtümer und Wissenslücken ihres Urhebers Charles Darwin anreißt. Diese, so Troppenz, würden bereits ausreichen, die Theorie völlig zu entkräften. Einmal noch wendet er sich den Fossilien zu, diesmal der von ihm selbst aufgestellten Gattung Gabavermis aus dem Unterkambrium, laut Troppenz eindeutig ein körperlich erhaltener Wurm und damit eine weitere paläontologische Sensation.


Die kurze Erwähnung verschiedener anderslautender Interpretationen dieses Fossils durch Fachleute bietet nun erneut Anlass, auf Dogmatismus und Scheuklappendenken in der Wissenschaft einzugehen. Einiger Raum wird der Frage gewidmet, inwieweit die Lebensbedingungen im Proterozoikum und frühen Kambrium sich von den uns heute gewohnten Gegebenheiten unterschieden haben könnten und welches gesicherte Wissen die Naturwissenschaften darüber besitzen bzw. überhaupt mit ihren Methoden aus dem geologischen und fossilen Beleg erlangen können. Dies führt zu dem Vorwurf an die Paläontologen, auch Vermutungen und Interpretationen allzu oft als letztgültige Antworten zu deklarieren. Diesen Absolutheitsanspruch findet Troppenz auch bei allen anderen Wissenschaften und kontert: Die derzeit gültigen kosmologischen Modelle, die Quantenphysik und sogar die Mathematik seien an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gestoßen und nicht in der Lage, die Natur oder den Ursprung des Lebens zu erklären. Und so stellt er die Frage nach Realität und Transzendenz.


Folgerichtig untersucht der Autor abschließend die drei großen monotheistischen Religionen auf ihre Eignung, eine Brücke zu den Naturwissenschaften zu schlagen, um diese aus ihrer natur- und menschheitszerstörenden Machtstellung zu lösen. Für Christentum und Judentum wird knapp festgestellt, dass beide keinen grundsätzlichen Widerspruch ihrer Lehren zu den derzeitigen kosmologischen und evolutionären Theorien erkennen, ja sich sogar darüber bewusst sind, dass die von Menschen niedergeschriebenen und tradierten Glaubensüberlieferungen fehlerhaft, widersprüchlich und bruchstückhaft sein können. Die Lösung findet Troppenz schließlich im Islam. Dessen Toleranz für wissenschaftliche Betätigung einerseits, und der Koran als dezidierter Leitfaden zum Verständnis und zur Interpretation der Natur als zielgerichteter Schöpfung andererseits, würden den Rahmen bilden können, um traditionelle Vorurteile und Missverständnisse zwischen beiden Parteien zu beseitigen und Forschung in vernünftige Bahnen zu lenken.


Ein bebildertes Addendum mit Beschreibungen von Spurenfossilien des Kambriums schließt sich an das eigentliche Buch an.


In einem rasanten, nicht selten launig bis polemisch formulierten Gish-Galopp reißt Troppenz eine Fülle von Themen an, an die sich nur wenige Autoren in ihrer Gesamtheit wagen würden. Um Spurenfossilien geht es dabei gar nicht so sehr, sie sind nur der Kristallisationskeim einer umfassenden Wissenschaftskritik. Troppenz versucht sich dabei als Universalgelehrter, der sich von Paläontologie über Kosmologie und Philosophie bis zur Theologie in allen Fachgebieten so bewandert fühlt, dass er meint, die versteckten Unzulänglichkeiten und fatalen Irrtümer herauspräparieren zu können, die selbst Nobelpreisträgern entgangen sind.


Obwohl er betont, lange genug "in den Zentren der Macht" tätig gewesen zu sein, um sich die "Ehrfurcht vor großen Namen" abgewöhnt zu haben, ist es dem Autor nicht nur wichtig, die akademischen Grade der von ihm reichlich – mal mit, mal ohne Quellennachweis – zitierten Autoren und Redner zu betonen; wo es beliebt, wird auch die Konfession erwähnt. Wozu es in der Sache wichtig ist, dass der in Dänemark gelegene Fundort des 1985 gefundenen Gabavermis einmal deutsches Staatsgebiet war und dessen Finder deutschstämmig ist, erschließt sich ebenfalls nicht.


So hangelt sich Troppenz mit mal mehr, mal weniger subtil beeinflussenden Untertönen durch seine Themen – die unter reichlicher Verwendung von Auslassungspunkten mehr gestreift als behandelt werden –, gießt großzügig Süffisanz und Überheblichkeit in seine Ausführungen und scheint nicht zu merken, dass er kompakt genau das praktiziert, was er seinerseits den Wissenschaftlern vorzuwerfen angetreten ist: Einen herablassenden Umgang mit Andersdenkenden und das Verabsolutieren der eigenen Meinung. Die Ansichten und Erkenntnisse von Heerscharen kontemporärer, eher wenig bekannter, aber nichts desto trotz kluger und rühriger Wissenschaftler und Philosophen werden leider erst gar nicht beachtet – Charles Darwin, Stephen Jay Gould, Stephen Hawking, Albert Einstein, Fred Hoyle und Werner Heisenberg heißen seine Zeugen oder Gegner.

 

Dass Troppenz zu Untermauerung seiner naturwissenschaftlichen und philosophischen Behauptungen auffällig viel Literatur aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert heranzieht, er andererseits wichtige Erkenntnisse auf vielen Gebieten der Naturwissenschaften der letzten 10 bis 20 Jahre entweder nicht berücksichtigt oder als gerade erst gegen erheblichen Widerstand in die Wissenschaftsgemeinde eindringend darstellt, spricht nicht für die Qualität seiner Recherche und seine Kenntnis des aktuellen Forschungsstands, erlaubt es ihm aber, seine Kritik an ohnehin veralteten wissenschaftlichen Theorien als neu und umwälzend zu präsentieren und sich bei der Dagegen-Argumentation aus dem reichen Fundus bereits von anderen vorgebrachter Argumente zu bedienen. Neu ist vieles nicht. Manche Theorie hat er auch einfach nicht verstanden - die Evolutionstheorie behauptet mitnichten, dass der Mensch die Krone allen Lebens sei oder dass das Leben zielgerichtet zur Höherentwicklung voranschreite, und der - von Troppenz zu Recht gegeißelte - Sozialdarwinismus hat weder mit Darwin noch der Evolutionstheorie zu tun. Troppenz gibt selbst zu, den Begriff "Theorie" im volkstümlichen Sinn - eine reine Vermutung - zu verstehen und nicht im wissenschaftlichen, wo er ein von Fakten gestütztes Modell höchster Güte mit zuverlässig reproduzierbaren Ergebnissen und zutreffenden Vorhersagen bezeichnet. So kann er die Evolutionstheorie schon allein deshalb als falsch abtun, weil sie "nur eine Theorie" sei. Solche unzulässigen Verinfachungen regen dazu an, die Aussagen und Quellen des Autors genauer zu überprüfen, was angesichts der Fülle an Behauptungen wohl kaum ein Leser tun wird. Schon von der Erregung um das angebliche Ignorieren von Gabavermis in der Fachwelt bleibt wenig übrig, wenn man die einschlägigen Fachpublikationen liest: Die Autoren greifen Troppenz' Hypothese durchaus auf und betrachten entsprechende Indizien, kommen aber eben zu dem Schluss, dass dies die unwahrscheinlichste einer Reihe von möglichen Deutungen sei. Kein Wort davon, dass dies "nicht sein dürfe", wie Troppenz immer wieder suggerieren möchte. Troppenz' Erstbeschreibung von Gabavermis genügt selbst keinen wissenschaftlichen Standards und ist damit nicht valide. Auch für Horodyskia hat die Forschergemeinde genügend viele unterschiedliche Interpretationen, um den Vorwurf einer beschränkten Sichtweise verpuffen zu lassen. Und so geht es immer weiter, wenn der Leser die Ausführungen hinterfragt und Quellen recherchiert: Beim wiederholten Zitieren Stephen J. Goulds, den Troppenz als Außenseiter-Stimme der skeptischen Vernunft präsentiert, scheint er zu vergessen, dass Goulds Werke gängige Lektüre bei Geowissenschaftlern und entsprechend interessierten Laien sind, dessen angebliche Außenseitermeinungen damit also längst im heutigen naturwissenschaftlichen Weltbild beachtet werden. Oder wenn er süffisant bemerkt, "Darwin war kein Naturwissenschaftler, (...), reich genug, um in der Welt umherzureisen und sich als Naturforscher zu betätigen" ist dies nicht ohne Ironie, hat Troppenz doch genauso wenig akademische Grade vorzuweisen und fühlt sich trotzdem in der Lage, naturwissenschaftlich tätig zu sein. Die vorgebrachten angeblichen Argumente gegen die Evolutionstheorie sind genauso altbekannt wie bereits fundiert widerlegt, oder erscheinen nur aus Unkenntnis von Fakten als Fehler. Wenn der Autor beispielsweise meint, Katastrophen in der Erdgeschichte als Motor für die Entstehung und Ausbreitung neuer Arten würden in der modernen Evolutionstheorie ignoriert und widersprächen dieser sogar, hat er etwas Fundamentales nicht verstanden. Auch die Ansichten Chandra Wickramasinghes, des derzeit lautesten Proponenten der Panspermie-Hypothese, als valide alternative "Theorien" für den Ursprung des Lebens auf der Erde zu präsentieren, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Wickramasinghe scheut sich nicht, in dem von ihm zur unkritischen Verbreitung seiner Thesen eigens gegründeten "Journal of Cosmology", ein irdisches fossilhaltiges Gestein zu einem Meteoriten mit außerirdischen Lebensformen zu erklären. Geflissentlich unterlässt Wickramasinghe bei seinen "Forschungen" alle Untersuchungen, Recherchen und Beteiligungen von Fachleuten, die seine Annahmen hinterfragen könnten, und dilettiert auf Wissensgebieten, für die er offensichtlich nicht qualifiziert ist. Immer mit dem Statement, dass Panspermie Fakt sei, man müsse nur die Daten entsprechend interpretieren. Er ist somit alles andere als ergebnisoffen und damit genau der Typus des dogmatischen Forschers, den Troppenz eigentlich vehement ablehnt. Außerdem verlagert, wer "Panspermie" sagt, die Frage nach dem ersten Leben nur in andere Regionen, beantwortet aber nichts.
Wenn noch der Biochemiker Rupert Sheldrake aufgerufen wird, dessen Hypothese der "morphognetischen Felder" bei Lebewesen nicht nur einer naturwissenschaftlich greifbaren Grundlage entbehrt, sondern bislang auch keinem empirischen Nachweis zugänglich war, ist das Buch vollends bei Konzepten angekommen, die mehr das Bauchgefühl des Lesers anregen als seinen Verstand. Darüber hinaus krankt das Buch nicht nur an der extrem schlechten Qualität seiner zahlreichen Abbildungen, sondern auch an dem chaotischen und lückenhaften Literatur- bzw. Quellenverzeichnis. Sofern der Autor Zitate überhaupt so kennzeichnet, dass man sie im Literaturverzeichnis wiederfindet.

Einige wenige von Troppenz' Aussagen sind durchaus überlegenswert. Wenn er zum Beispiel konstatiert, die populärmediale Realität zwinge Wissenschaftler oft zu ungewollten Verabsolutierungen und fixiere sie damit auf einem Standpunkt, den sie selbst gar nicht einnehmen wollten; wenn er feststellt, die schulische Ausbildung sei zu kurz, um mehr als einige wenige ausgewählte Wissensgebiete oberflächlich zu streifen; und schließlich, dass eine umfassende Durchdringung einer wissenschaftlichen Thematik oft eine massive Spezialisierung unter Verlust des Blicks "auf das Ganze" erfordere.
Gleichzeitig bezieht er aber selbst einen Teil seines im Buch verbreiteten Wissens aus den gescholtenen Massenmedien: "Der Spiegel", "Focus" und "Welt der Wunder" sind sicherlich keine wissenschaftlichen Fachjournale. Überhaupt argumentiert und polemisiert Troppenz häufig lediglich gegen Inhalte, die aus dem verzerrten Wissenschaftsbild und den allzu sehr vereinfachten Darstellungen von Sachverhalten stammen, wie sie in populärwissenschaftlichen Büchern und in den Massenmedien durch Minderleistungen der Autoren allzu oft entstehen. Mit echten Forschungsergebnissen, ihren Methoden der Empirik und Falsifizierung, hat das freilich wenig zu tun. Der Autor selbst ist das beste Beispiel, wie die zu breite Beschäftigung mit zu vielen Wissensgebieten gleichzeitig das Durchdringen von Detailfragen verhindert, was spätestens dann problematisch wird, wenn er eben jene Details inhaltlich kritisieren möchte.

Das Buch hätte die Möglichkeit gehabt, zahlreiche Aspekte der modernen Paläontologie, Evolutionsbiologie und Erkenntnistheorie zu beleuchten, sachlich fundiert zu hinterfragen und Vertreter dieser Richtungen zu einem Dialog einzuladen, wenn man bedenkt, welche Menge an Literatur und persönlicher Erfahrung dem Autor zur Verfügung gestanden haben muss. Stattdessen baut Troppenz mit Allgemeinplätzen Fronten auf, die in dieser Form für die breite Gesellschaft gar nicht existent sind, um schließlich - ganz entgegen des von ihm geforderten unbeschränkten Denkens und der Offenheit für jegliche Meinungen - den Schöpferglauben, und dabei vornehmlich den des Islam, als einzige Rettung des Planeten und der Menschheit zu propagieren.
Nach eigenem Bekunden mühsam suchte Troppenz im Koran Suren zusammen, die unter großzügigster metaphorischer Interpretation einige der heutigen Wissenschaftstheorien wiedergeben sollen - so die Urknalltheorie, die Evolutionstheorie, die Enstehung des Menschen - womit nicht nur die göttliche Schöpfung bewiesen sei, sondern auch, dass zwischen Religion und Naturwissenschaft kein Widerspruch bestünde. Nun dürfte dem Autor bekannt sein, dass der Koran im Verständnis der Muslime das von Allah dem Propheten diktierte Wort ist, woraus sich ein Unfehlbarkeitsdogma ergibt. Wenn aber nun der Koran die aktuelle wissenschaftliche Weltsicht bestätigt, dürfen gemäß des Dogmas diese Theorien nicht mehr verändert werden. Dem Autor hätte auffallen müssen, dass dies nicht nur seiner Forderung nach Richtungswechseln im Denken widerspricht, sondern auch dem wichtigen wissenschaftlichen Prinzip, Theorien dann zu verwerfen oder zu modifizieren, wenn sie sich in der bisherigen Form als unzulänglich erweisen. Troppenz stellt damit erst recht einen Widerspruch zwischen Islam und Wissenschaft heraus, statt ihn zu verneinen.

So gerät das Buch nur zu einer Kritik an allem, was Troppenz in den Naturwissenschaften und auch in der Theologie selbst nicht oder falsch verstanden zu haben scheint, oder was seinem persönlichen Weltbild zuwider läuft. Die Anwürfe gegen die Wissenschaft, die er vorbringt, sind nicht neu, auch nicht die verengte Sichtweise. Wäre Troppenz konsequent, müsste er für alle Bereiche einer Gesellschaft denselben Bezug auf eine religiös begründete Moral fordern, nicht nur für den Wissenschaftsbetrieb. Was die - auf die Gesamtzahl wissenschaftlich forschender Menschen bezogen - sehr geringe Anzahl von Fällen persönlichen Fehlverhaltens angeht: Menschen sind auch nur Menschen. Die Hinwendung zu religiösem Glauben ändert daran zunächst einmal gar nichts.


Spätestens am Ende der Lektüre fragt sich der Leser: Was hat das alles mit Spurenfossilien zu tun, und was sind die harten Fakten der angeblich revolutionären Entdeckung von Uwe-M. Troppenz? Und wer soll eigentlich angesprochen und zum Nachdenken angeregt werden? Naturwissenschaftler wohl kaum - diese dürften durchschauen, gegen welche Strohmänner der Autor argumentiert, und die oft stark übertriebenen, wenn nicht gar haltlosen Vorwürfe gegen ihre Berufsgruppe sind nicht dazu geeignet, sie für einen Dialog auf Augenhöhe zu gewinnen. Als Laie wiederum findet man bei Troppenz kaum etwas, was es nicht - mitunter auch wesentlich besser ausgearbeitet und ohne Süffisanz vorgebracht - auf zahlreichen Internetseiten von Hobbyphilosophen und Laientheologen längst kostenlos zu lesen gibt. Was schließlich die paläontologischen Hypothesen des Autors zu den beiden im Buch näher behandelten Spurenfossilien angeht: Die Originalpublikationen der Paläontologen zu den in Frage stehenden Funden erörtern jeweils mehrere Interpretationsmöglichkeiten und gehen dabei auch auf die von Troppenz favorisierte Hypothese ein - sie wird weder verschwiegen noch rundweg abgelehnt. Allenfalls wird die Faktenlage als zu dünn für Aussagen in einer Absolutheit, wie sie Troppenz tätigt, bezeichnet. In seiner Nacherzählung dieser Vorgänge stellt der Autor das freilich anders dar, so wie er auch sonst seinen Lesern häufig Informationen vorenthält oder in seinem Sinne modifiziert. Und so bleibt nach der Lektüre des Buchs der Eindruck, dass es dem Autor nur darum geht, seine persönliche Meinung als allein gültige Wahrheit zu deklamieren und eine Denkrichtung vorzuschreiben, weil nicht sein kann, was für ihn nicht sein darf.

 

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 Uwe-M. Troppenz (2014): Wohin die Spuren führen. Anderthalb Milliarden Jahre komplexes Leben in einer Kette schöpferischer Katastrophen - Lebenszeugnisse an der Grenze des Wissens. 172 Seiten, 136 Abbildungen, Selbstverlag, Parchim (ISBN 978-3-00-044968-0), 18,50 €€.

 

Das Buch ist im Internet erhältlich auf den Seiten

www.booklooker.de
www.ebay.de
www.fossilien.oyla.de

 

Zur Rezension von Rainer Albert ist eine Replik des Autors Uwe M. Troppenz im Steinkern.de Forum unter dem Titel "Wohin die Spuren führen – eine notwendige Entgegnung" erschienen.