Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig!

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Stefan W. 12
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Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig!

Beitrag von Stefan W. 12 » Samstag 8. Januar 2011, 16:33

Betrifft:
http://www.steinkern.de/fuer-sammelanfa ... endig.html

Hallo Sönke,

vielen Dank, dass du dieses wichtige Thema einmal aufgegriffen hast!
Da du schon alles Wichtige angesprochen hast zu dem Thema, möchte ich nur noch wenig ergänzen und gleichzeitig anregen, dass der Eine oder Andere doch hier auch einmal beispielgebend für jüngere Kollegen oder Anfäger, ein Teil aus seinem persönlichen Archiv vorstellt.
Ich fange damit mal an und stelle eine Seite aus meinem Fossilien-Register ein. Ich habe dazu ein relativ gängiges Fossil gewählt, die bestens bekannte Einzelkoralle Parasmilia aus der Rügener Kreide.

Die wichtigsten Parameter zu verzeichnen sollte man sich schon frühzeitig als Sammler angewöhnen. Denn wer weiss schon, wohin die mühevoll zusammengetragene Sammlung in einigen Jahrzehnten mal wandert.
Um so besser ist es dann für Nachfolger oder gar wissensch. Einrichtungen, das Material in guter Dokumentation vorzufinden.

Welchen Aufwand man dabei betreibt, bleibt jedem selbst überlassen.
Der Zeitfaktor spielt dabei eine erhebliche Rolle! Aber: besser eine Dokumentation, als keine!

Ich hatte meine Sytematik mal irgendwann bei der Ordnung begonnen und das bis heute fortgesetzt, was natürlich aufwändig ist und auch immer mal in Teilen überarbeitet werden muss. Nicht jedermanns Sache!

Möchte dies auch nur mit einem Beispiel belegen und freue mich auf Beispiele anderer Sammler!

Glück auf! Stefan.
Dateianhänge
Parasmilia excavata.doc
Als Sammlungs-Nr. habe ich mir eine Kombination von Abschnitten der Erdzeitalter, fortlaufender Nummer und Fundjahr "gebastelt". Ich habe im Rechner eine Maske mit den Standards als Word-Doc erstellt, auf die ich leicht zugreifen kann. Die Daten werden im Register gespeichert, regelmässige Sicherungskopien gemacht und alle fertigen Seiten ausgedruckt. Im Bereich unter dem Text ist Platz für ein Foto.
(26 KiB) 1173-mal heruntergeladen

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grenzton
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Beitrag von grenzton » Samstag 8. Januar 2011, 17:27

Hallo liebe Steinkerne.

Ja das leidige Thema mit der Sammlungsverwaltung.
Ich musste mir schon anhören, "Jaja Kalle, Du mit Deinem Zettelskram."

Seit anbeginn meiner Sammelei pflege ich ein Karteikartensystem, mit dem ich gut zurecht komme.
Mit der Erfindung des Computers und seinem Einzug in meine Wohnung eröffneten sich ganz neue Wege der Verwaltung.
Vor einigen Jahren dann habe ich mir ein Verwaltunsprogramm für meine Fossilsammlung gekauft. (FossilDat/FundDat)
Eine recht nett gestaltete Maske ermöglicht das speichern aller nötigen Daten und man hat auch die Möglichkeit ein Foto einzupflegen.
Es lässt sich auch als tabellarische Ansicht darstellen.
Weiterhin ist es möglich eine Fundortauflistung zu erstellen.
Dennoch dümpelt das Programm unbenutzt auf meiner Festplatte.
Irgend etwas widerstrebt mir meine Sammlung darin aufzunehmen.

So werde ich wohl weiterhin meine Karteikarten verwenden.
Dateianhänge
FossilDat.jpg
Quelle: FossilDat by AlfaSoft.
FossilDat.jpg (49.3 KiB) 30245 mal betrachtet
Ich möchte schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer!

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trashman
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Beitrag von trashman » Samstag 8. Januar 2011, 21:16

Hallo Steinkerne,

angeregt durch diesen Beitrag, hab ich mich heute mal hingesetzt und einen kleinen Katalog in Exel erstellt und wollte den mal zeigen, ob das brauchbar ist, was ich da zusammengebastelt habe. Aber ich weiß nicht wie den hier hochladen oder zum runterladen bereitstellen kann.

Wer kann mir helfen?

schöne Grüße
Heiko
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Sönke
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Beitrag von Sönke » Samstag 8. Januar 2011, 21:41

Hallo zusammen,

@Stefan: Vorbildlich ausführlich!

@Kalle: Solange Du Dich nicht verzettelst.

Mit was beschriftet ihr die Fossilien?

@Heiko: Probiere mal die Tabelle als PDF auszudrucken (ggf. CutePDF Writer oder was ähnliches herunterladen, falls Du keine Software auf dem PC hast). Als PDF müsstest Du es hier als Attachment anhängen können.
Einfachere Alternative: Mache einen Screenshot "Druck S-Abf-Taste" drücken, in irgendein Bildbearbeitungsprogramm einfügen und dann auf max. 680 Pixel Breite formatieren und hier als JPG anhängen. Nachteil: Könnte sein, dass es dann so klein ist, dass die Schrift nicht mehr so gut zu lesen ist.

Viele Grüße
Sönke

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trashman
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Beitrag von trashman » Samstag 8. Januar 2011, 22:10

Hi Sönke,
das ist ja ne tolle Sache mit dem PDF Writer, kannte ich noch gar nicht.

In Exel hat man ja die Möglichkeit, unten am Blattrand beliebig viele Tabellenblätter (Tabelle 1, Tabelle 2, usw.) nutzen zu können.(sieht man im PDF nicht) Diese hab ich umbenannt in die laufende Nr. des Fossils, somit hat jedes Fossi ein eigenes Blatt und die Sammlung kann theoretisch in einer einzigen Arbeitsmappe erfasst werden.
Ich habe mich bei der Gestaltung an das Word Document von Stefan orientiert, ob meine Gestaltung allerdings richtig und vollständig ist, überlasse ich mal dem Urteil der hier Anwesenden Experten.

Herzlichen Dank im Voraus für erwünschte Kritik/Verbesserungsvorschläge.

schöne Grüße
Heiko
Dateianhänge
Fossilien Katalog.pdf
(176.57 KiB) 1161-mal heruntergeladen
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Othnielia rex
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Danke, Sönke, für das Anschneiden dieses Themas!

Beitrag von Othnielia rex » Samstag 8. Januar 2011, 23:52

Mir war von Anfang an klar, dass ich für meine Sammlung eine ordentliche Datenaufnahme brauche.

Ich habe zunächst in Richtung Datenbank tendiert, entweder MS Access oder OpenOffice Base. Eine Kauf-Software würde für mich nicht in Frage kommen, und zwar aus folgendem Grund: man wird durch zu wenige Möglichkeiten der Datenfelder sehr eingeschränkt.
Und mein Anspruch an die Datenverwaltung ist folgender: Ich will jede einzelne Angabe bequem auswerten können, und mir reicht bei der Bestimmung des Fossils nicht nur der Gattungsname und bei der zeitlichen Einordnung, ob es Lias oder Dogger ist, sondern ich will auf Knopfdruck wissen, was ich zB alles aus dem Trias habe, oder welche Ammoniten meiner Sammlung aus dem Jura sind, oder welche Reptilien ich habe.

Eine echte Datenbank war mir aber dann fürs erste zuviel Aufwand und ich habe begonnen, mir eine Liste in Excel anzulegen, denn mit der "Filtern"-Funktion kann man sich dort sehr bequem gezielt Datensätze anzeigen lassen. Wichtig ist, dass es keine Pflichtfelder gibt, außer eine fortlaufende Inventarnummer, denn bei manchen Stücken verfügt man unter Umständen über relativ wenige Angaben.

Folgende Datenfelder habe ich vorerst vorgesehen: (da das sehr umfangreich und daher auch unübersichtlich ist, habe ich im Formular die Spalten mit den taxonomischen Angaben mit einem hellen gelb hinterlegt, die Spalten mit den geochronologischen Angaben hellblau, die Angaben zu Erhaltung, Fundort etc. weiß. Man kann in der Liste auch die meisten Spalten, die nicht ständig benötigt werden, ausblenden, zB die ganze Taxonomie über der Gattungsebene.)


Nr.
Domäne (Superregnum)
Reich (Regnum)
Abteilung (Divisio)
Unterabteilung (Subdivisio)
Überstamm, Stammgruppe (Superphylum)
Stamm (Phylum)
Unterstamm (Subphylum)
Überklasse
Reihe
Klasse (Classis)
Unterklasse (Subclassis)
Überordnung (Superordo)
Ordnung (Ordo)
Unterordnung (Subordo)
Infraordnung (Infraordo)
Überfamilie (Superfamilia)
Familie (Familia)
Unterfamilie (Subfamilia)
Tribus
Subtribus
Gattung (Genus)
Art (Species)
Unterart (Subspecies)
Erste Beschreibung

Art der Erhaltung
Beschreibung des Objekts
Maße
Äon (Äonothem)
Ära (Ärathem)
Periode (System)
Epoche (Serie)
Alter (Stufe)
Alternativer Schichtname
-> zB die Quenstedtsche Gliederung
mya
Fundort
Preis
Verkäufer
Kauf- oder Funddatum
Foto -> ich füge die Fotos nicht direkt in Excel ein, um die Datei nicht unnötig aufzublasen, hier kommt der Dateiname rein, der sich an der Inventarnummer orientiert
Weblink -> hier trage ich weiterführende Links zu der jeweiligen Art ein, zB auf die Artikel in der deutschen und englischen Wikipedia

Natürlich kann man hinterfragen, ob es Felder wie "Äon" braucht, wo sich wahrscheinlich ausschließlich der Eintrag "Phanerozoikum" finden wird, aber vielleicht hab ich ja doch mal was älteres wie ein Ediacara-Fossil oder Stromatholithen in meiner Sammlung...

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Othnielia rex
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Beitrag von Othnielia rex » Sonntag 9. Januar 2011, 00:07

Ach ja, noch zu deiner Frage bezüglich Beschriftung:
Sönke hat geschrieben:
Mit was beschriftet ihr die Fossilien?

Ich finde die Nagellackmethode interessant, aber die lässt sich wohl nur bei einem Teil der Stücke anwenden, manche sind vielleicht zu klein, zu empfindlich oder sonst nicht geeignet...

Ich vertraue daher auf Kärtchen in den Boxen und hoffe, dass sie nicht in die Reichweite meines Sohnes geraten ;-)

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Stenodactylina
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Beitrag von Stenodactylina » Sonntag 9. Januar 2011, 00:26

Sönke hat geschrieben: Mit was beschriftet ihr die Fossilien?
Ich muss gestehen, ich mache das immer noch mit nummerierte Klebeetiketten. Ich kann mich immer noch nicht mit die Idee anfreunden, meine Fundstücke anzumahlen. Manchmal fallen sie ab nach ein paar Jahren, aber sie sind leicht zu ersetzen.

Übrigens, ich hab's schon woanders erwähnt: Ich habe jetzt ein DBFossil Datenbank, habe mich gut einarbeiten können und bin ganz damit zufrieden. Das wird nach und nach mein Kartei-System ersetzen.

Grüße, Roger
Grüße vom Bodensee! Roger.

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Günni F
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Beitrag von Günni F » Sonntag 9. Januar 2011, 08:50

Hi,
ich inventarisiere mit Excel - einfach zu handhaben. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht so viele Infos erfasse wie Sönke: Fundort, Gattung und Art, Schicht, Größe, interne Nummer ("Code") und sonstige Hinweise. Fortlaufende Nummern verwende ich nicht. Als ich als Jugendlicher meine ersten Fossis gesammelt habe (dann gab es eine längere Pause bis vor wenigen Jahren) verwendete ich als "Code" eine Abkürzung des Fundorts (1-2 Buchstaben), ein bis 2 Buchstaben für die Schicht und dann eine fortlaufende Nummer für den Fundort. Das führe ich (notgedrungen) fort - hat sich aber für mich auch bewährt. Die Gesamtanzahl meiner Fossilien erzeuge ich automatisch über eine Zeilennummerierung bei Excel.
Die meisten Fossilien fotografiere ich noch und benenne das Bild mit dem identischen "Code". Beides (Liste und Fotos) speichere ich zusätzlich auf einer externen Festplatte (manchmal stehe ich mit meinem Computer auf Kriegsfuß). Den "Code" versuche ich entweder direkt auf das Fossil zu schreiben (licht- und farbbeständiger Stift wie z.B. edding 1800). Sonst nehme ich kleine Klebeetiketten, welche ich aber zusätzlich mit einem Tropfen Krfatkleber versehe, damit sie nicht abfallen.

Viele Grüße!

Günni

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1haustier
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Beitrag von 1haustier » Sonntag 9. Januar 2011, 09:40

Hallo,

ich habe das Programm Fossilienverwaltung.

Es hat vorgefertigte Felder zum Eintragen, diese Felder kann man selbst verändern oder erweitern, es läßt sich problemlos in Exel Kopieren.
Es können natürlich auch Bilder eigfügt werden.
Auf der Starseite hat man alles notwendige übersichtlich auf einen Blick.
Der Speicherplatz ist nicht größer als bei einer Exeltabelle.
Mitterweile gibt es glaube Version 4.

Also für Anfänger wie auch auch Fortgeschrittene kann ich es nur empfehlen.

LG Peter
Man muss in den Dreck hineinschlagen,
um zu wissen wie weit er spritzt.

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Stefan W. 12
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Beitrag von Stefan W. 12 » Sonntag 9. Januar 2011, 11:34

Hallo zusammen,

es freut mich, dass ihr Sönkes und meiner Anregung gefolgt seid und euere Archivierungs-Methoden hier vorstellt! So kann sich jeder noch Anregungen für die eigene Praxis entnehmen.

@ Heiko: schön, dass du dich an meinem Beispiel orientiert hast. Und du hast es ja auch gleich in ein modernes Design umgewandelt, toll!
Wenn du für dich damit gut arbeiten kannst, dann ist das so völlig in Ordnung. Es gibt ja keine Vorgaben, wie das auszusehen hat, deshalb
kann das jeder für sich gestalten. Es sollte eben vor allem für Andere nachvollziehbar sein und natürlich auch für dich selber in 20..30..40...Jahren...?!

@ Sönke: danke für dein Lob!
Ich bin, was das Beschriften betrifft da auch nur den einfachen Weg mit Klebe-Etiketten+Kleber gegangen. Früher hab ich das mal mit weissem Lack und feiner Tusche-Feder gemacht. Hält zwar ewig, war mir auf Dauer aber zu aufwändig. :|

Gruß und schönen Sonntag noch! Stefan.

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Beitrag von ceratites » Sonntag 9. Januar 2011, 12:08

Hallo,

ich konnte mich bisher auch nicht dazu durchringen, die Fossilien direkt zu beschriften. Bei den größeren Stücken mag das gegen, bei den vielen kleinen aus so manchen Aufsammlungen macht das keinen Sinn. Ich habe mir ein Vordruckzettelchen im Format 3 x 4,5 cm gebastelt, da kommt der Art- bzw. Gattungsname, die Formation und der Fundort mit Datum drauf. Informationen die hier keinen Platz finden, schreibe ich mit spitzem Stift auf die Rückseite. Das Zettelchen kommt dann unter das Fossil in die Schachtel. Eine Kartei kommt evtl. später mal dazu.

Grüße
Thomas

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Stenodactylina
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Beitrag von Stenodactylina » Sonntag 9. Januar 2011, 12:24

Hallo nochmal,

was die Nummerierung betrifft: Ich benütze die von A.Richter in seinem Buch "Handbuch des Fossiliensammlers" für den einzelnen Tiergruppen vorgeschlagenen Kennbuchstaben und gebe dann laufenden Nummern einfach dazu. z.B. Ammonoidea= A.0001, Lamellibranchia= L.0001. Ich katalogisiere und ordne nach Tiergruppe. Die Fundstellen sind dabei vermerkt und beschrieben und leicht zu finden.
Das reicht mir völlig aus.

Grüße, Roger
Grüße vom Bodensee! Roger.

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Beitrag von trashman » Sonntag 9. Januar 2011, 12:25

@Stefan: Danke für das Lob.

Ich halte das Katalogisieren und Beschriften für eine wirklich wichtige und auch interessante Sache, da sich ja doch viele Stücke mit der Zeit ansammeln. Ohne Beschriftung ist so ein Fossi wie ein Buch ohne Einband, Titel und Autor....doch echt blöd.

Und jetzt bin ich schon einen riesigen Schritt weiter, dank eurer Anregungen und Tips. Wo vorher noch viele Fragezeichen standen, steht jetzt eine (für mich) definierte Ordnung und Richtung, mit der ich gut zurecht komme.

Ich liebe dieses Forum. :thx:

schöne Grüße
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Beitrag von bener83 » Sonntag 9. Januar 2011, 14:57

Hallo,
auch ich mag nicht meine Fossilien direkt beschriften. Ich denke man muß in Betracht ziehen, ob an vielen verschiedenen Fundorten gesucht wird oder man sich auf ein oder zwei Fundorte beschränkt. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, beschränke ich mich auf die Fundstellen Bénerville-sur-Mer (beendet) und seit einigen Jahren Villers-sur-Mer in der Normandie. Ab und zu noch Lion-sur-Mer. Bénerville/Mer umfaßt über 13000 Fossilien, die meisten sehr klein sind - also schwer zu beschriften-, so dass sie alle in einem Schrank mit Glastüren (2x2m) passen, jeweils geordnet in beschriftete (Benerville-Bivalven, Reptilien usw.) Kästen mit Deckel, darin kleine Kästchen mit Zettel (Gattung, Art, Jahr) darauf die Fossilien. Villers/Mer hat einen Kleinen Schrank mit flachen Schubladen und ebenfalls mit Kästchen. Die Großen Ammoniten und Nautiliden -es sind nicht so viele- haben hinten einen Klebezettel gesichert mit viel Tesafilm.
Aber die bisher 620 pathologischen Fossilien habe ich in transparenten Sortierkästen (aus dem Elektrobedarf) mit 10 Fächern, mit jeweils ein Zettel der handschriftlich Angaben über Fundort, Gattung, Fundjahr, Nummer und Bezeichnung der Pathologie trägt, sowie eine Angabe an welcher Stelle des Fossils. Bei den Ammoniten habe ich Zettel auf dem ich einen kleinen Ammoniten (Mündung nach rechts oder links) kopiert habe, auf dem ich in rot die Stelle der pathologischen Erscheinung markiere.
Die Sortierkästen, die nur auf starken Fingerdruck zu öffnen sind, daher also auch nicht aufgehen können, sind von außen mit Fundort, Inhalt (z. B. pathologische Ammoniten) und Nummer (von- bis) beschriftet.
Für diese Pathologischen Fossilien habe ich Exeldateien (z. B. Bénerville- pathologische Ammoniten) , in denen ich Nummer, Gattung, Größe, Fundjahr, Pathologie (z. B. forma aptycha) eintrage und so auf vielfältige Art sortieren kann. Jeweils aktuelle Ausdrucke liegen noch direkt auf den Kästen.
Außerdem bin ich dabei nach und nach alle Gattungen bzw. Arten zu fotografieren. Die Fotos tragen ein Kürzel der Fundstelle und der Fundschicht, Gattung oder auch Art, gegebenfalls eine Nummer.

Aber ich denke Sönke hat gut daran getan, auf dieses Thema hinzuweisen. Denn wenn man nicht gleich mit der Beschriftung und Katalogisierung beginnt, bringt man im Laufe der Zeit möglicherweise schnell Vieles durcheinander, es sei denn man beschränkt sich auf ein oder zwei Fundstellen.
Viele Grüße von
Liane

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