Geschiebefund von Koserow

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Tapir
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Geschiebefund von Koserow

Beitrag von Tapir » Dienstag 3. Februar 2009, 21:34

http://www.steinkern.de/fossilien-aller ... sedom.html

Ich halte das Gestein für Oligozän, vermutlich (Bauchgefühl) für mittleres Oligozän. Aber keinesfalls für eine "Stettiner Kugel", vielleicht eher eine Härtlingsbank aus dem Bereich.


(Oder ein Scherzkeks hat seinen Rucksack nach einer Mecklenburg-Sammeltour da ausgelehrt. Was zwar nicht wahrscheinlich, aber möglich ist. Ich habe da schon die tollsten Sachen erlebt. ;) )


Besten Gruß



(edit: enthält die Matrix Glaukonit?)
Glück auf!

Johannes Kalbe

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Jens K.
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Beitrag von Jens K. » Freitag 6. Februar 2009, 20:49

Ist schon ein seltsames Teil was Herr Werner da gefunden hat. Ich hab auch extra nachgefragt, ob er sicher über den Fundort ist und das war er. Koserow steht fest, nur kenne ich keine Funde von Stettiner Gesteinen aus der Gegend. Eine Stettiner Kugel ist es definitiv nicht, die sind eher fossilarm und haben eine charakteristische Kugelform.
Nunja, habe bislang noch nicht auf Usedom gesammelt, aber wer weiß vielleicht sind die Stettiner Sande wie im Bericht erwähnt doch noch weiter nach Norden verbreitet.

Lg,

Jens

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Stefan W. 12
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Geschiebefund von Koserow

Beitrag von Stefan W. 12 » Mittwoch 11. Februar 2009, 10:49

Hallo Tapir!
Komme leider erst jetzt zum antworten.
Danke erstmal für die Einschätzung! Falls wirklich Mitteloligozän richtig
wäre, aus welcher Lithologischen Formation könnte das Geschiebe stammen? es müsste ja eigentlich von nördlicherer Region sein.
Leider habe ich auch kaum Bestimmungshilfen für die enthaltenen Bivalven. Gibt es da noch eventuell nen Tip? Übrigens: Glaukonit ist
definitiv nicht enthalten! Viele Grüße Stefan W.

David
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Beitrag von David » Mittwoch 11. Februar 2009, 11:03

Hi,

ich habe von dieser Art von Fossilien zwar keine richtige Ahnung, doch habe ich mich da an einen Beitrag von Rene erinnert.
Link:http://www.steinkern.de/forum/viewtopic.php?t=5732
Für mich sieht das schon aus als könnte das zusammen passen. Auch der etwas dunklere Kern ist gleich.
Ist nur so eine Idee, die aber nur auf dem Erscheinungsbild basiert.

Mfg David
Mfg David

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Tapir
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Beitrag von Tapir » Mittwoch 11. Februar 2009, 12:35

Naja....Zum herantasten gibt es Die 3 "Erratica"-Hefte zum Sternberger Gestein (Oberoligozän) aus dem Verlag von Frank Rudolph und einige alte, von der Nomenklatur nicht ganz aktuelle Werke über die Stettiner Kugeln. Auch Literatur zum Mainzer Becken bringt dich vielleicht etwas weiter.... Und dann gibt es noch den VON BÜLOW "Geologische Entwicklung von Mecklenburg seit dem Oligozän" (oder so ähnlich), da könnte auch was drin sein.
Glück auf!

Johannes Kalbe

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Geschiebefund von Koserow

Beitrag von Stefan W. 12 » Mittwoch 11. Februar 2009, 18:16

Hi David,

vielen herzlichen Dank für die Verlinkung und den Hinweis zum Beitrag von René. Die Ähnlichkeit des Materials ist frappierend! Ich denke, dass der Fossilinhalt sehr gut übereinstimmt. Werde mal den René kontaktieren. Herzliche Grüße von Stefan W.

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Stefan W. 12
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Geschiebefund von Koserow

Beitrag von Stefan W. 12 » Mittwoch 11. Februar 2009, 18:20

Hallo Tapir,

auch Dir danke ich für die Literaturtipps!
Der Hinweis von David war gut, das Stück von René
sieht meinem Fund verdammt ähnlich !
MfG Stefan W.

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Ronald
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Beitrag von Ronald » Freitag 27. Februar 2009, 08:32

Hallo Stefan,

ich denke auch das es Oligozän ist. Wenn ich mir die Schnecken so ansehe. Übrigens solltest Du Dir mal die Schausammlung der Uni Greifswald mal ansehen, wenn es Dich in den Norden mal wieder verschlägt. Wenn ich mich recht erinnere, liegt dort ein sehr ähnliches Geschiebe, welches irgendwo in Vorpommern gefunden. An den genauen Fundort kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Aber Dein Stück erinnerte mich sofort an das dortige Geschiebe. Als Stettiner Kugel wurde es nicht eingestuft. Aber Du kannst dort Stettiner Kugeln in der Sammlung sehen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Allerdings solltest Du Dich dort einige Tage vorher telefonisch anmelden. Bei Frau Prof. Hinz-Schallreuter oder bei Frau Nülken.
http://www.geo.uni-greifswald.de/geotik ... itarbeiter

Beste Grüße
Ronald
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Beitrag von Steinkautz » Freitag 27. Februar 2009, 10:16

...servus! Das besagte Stück von mir liegt noch unangetastet in der Sammlung. Wenn Du mal im Norden sein solltest, sag Bescheid. Dann kannst Du es gerne inspizieren. Ich muss nochmal genau draufschauen, was da so vorhanden ist. dann kannst es evtl. auch haben.

Beste!

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Stefan W. 12
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Beitrag von Stefan W. 12 » Sonntag 15. März 2009, 16:03

@ Ronald: hab erst heute wieder hier reingeschaut und bedanke mich für Deine Tipps! Oligozän ist sicher richtig und ich werde weiter eine zeitliche Eingrenzung versuchen zu recherchieren. Wird wohl am Ende Mitteloligozän werden. Die Sammlung der Uni würde ich schon mal anschauen, mal sehen, wann sich das mal einbauen lässt! Mit der genannten Professorin hatte ich bereits Kontakt wegen meines Fundes.
Gruß Stefan W.


@ René: danke auch für Dein Angebot, werde bei Gelegenheit mal bei Dir reinschaun, wenn ich wieder mal im Norden bin.
lG von Stefan W.

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