Vom Grabräuber zum Grabschänder

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Moderator: Sönke

Alexander Türk
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Alexander Türk » Montag 17. Juni 2013, 08:52

Hallo alle miteinander,

nachdem ich den Bericht von F. Lang, meine Äußerungen über den Bericht und alle Antworten ein – zwei Tage habe einwirken lassen, weiss ich jetzt, dass es für mich wohl besser gewesen wäre, erst einmal blutdrucksenkende Mittel zu schlucken und am nächsten Tage zu antworten. Manche Schärfe und der gesamten Tonfall meiner Antwort gefällt mir selber inzwischen nicht mehr!

Der eigentliche Kern meiner Anmerkungen ist aber nicht unbedingt richtig rübergekommen. Ich habe schlichtweg wohl übersehen, das für die Masse der Sternkernleser der Anblick dieser Fossilgräber keine eigene Erfahrung gegenüber steht und jedes Foto dieser schönen Stücke eine Offenbarung ist.

Neid – Nicht bei mir, da ich wie gesagt, einiges schon in der Sammlung stehe und noch genug zum Präparieren habe. Ich weiß ja selber, wie das gerade im Juli und August 2010 auf der Halde Deponie Eierberge war. Manche Tage vor Glückseligkeit grinsend seine aufgesammelten Eierchen und losen Ammos betrachtend, wissend, das man da wieder ein paar richtig schöne Teile gefunden hatte. Sowas ist unvergesslich und das gönne ich jedem richtigen Sammler von Herzen.
Ehrlich gesagt, ich weiss nicht mal sicher, was alles noch in meinen Fossilgräbern der Apyrenum-Zone steckt. An die meisten Fossilgräber habe ich mich wohlweislich noch nicht herangetraut: Ich kenne meine Ungeduld, habe momentan sowieso wenig Zeit und die Stücke laufen mir nicht weg. Die Kollateralschäden beim zu schnellen Präparieren kriege ich leider auch hin. Gerade hat ja Wolfgang mit seinem hervorragend gepräppten Pleuroceratennest aus Buttenheim gezeigt, wie man es stattdessen richtig macht.

Hallo Sönke; die eigentliche Absicht der DBAG bei der Erteilung von Erlaubnissen zum Fossilsammeln war, wissenschaftlichen Institutionen und Museen eine Zugangsmöglichkeit zu bieten, um Fossilien für die Öffentlichkeit (Museen) oder neue paläontologische Erkenntnisse zu gewinnen. Ralf Walter als Betreiber eines privaten Museums war in dieser Sache bei der Bahn und bei uns in der Bauüberwachung (BÜ) vorstellig geworden. In seinem Schlepptau war im Sommer 2010 auch Fritz Lang in der BÜ gewesen, wenn ich mich richtig erinnere. Von unserer und auch meiner Seite standen wir diesem Ansinnen zu jeder Zeit positiv gegenüber. Zu einer Einschränkung der Sammelmöglichkeiten für ihn und Fritz Lang ist mir nichts bekannt und eigentlich müsste er eine schriftlichen Erlaubnis von der DBAG bekommen haben. Auf Basis der irgendwo doch vermuteten fachlichen Qualifikation hatte ich im Homepageartikel einfach ein bisschen mehr Text erwartet und nicht nur den puren Sammlerstolz. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und vielleicht kommt noch was.

Hallo Reinhardt; Sicher war es für mich als vor Ort Beschäftigter ein Traumprojekt, aber im Gegensatz zu Privatsammlern konnte ich nicht über einen längeren Zeitraum am Tag sammeln, wenn es gerade wieder Ammoniten auf der Halde regnete. Aber es war auch so genug. Das Fossilsammeln war in der BÜ-Leitung suspekt und wurde mir am Anfang sogar eher negativ angekreidet. Erst als erkannt wurde, dass ich im Büro immer einige Obstkisten mit Fossilien als Präsent für die Besucher der Baustelle bereitliegen hatte, wurde es halbwegs toleriert.

In Zukunft werde ich es mir ein paar mal mehr überlegen, mich über die mit viel Fleiß erstellten schriftlichen Beiträge anderer allzu distanziert zu äußern.

Viele Grüße an alle

Alex

reinhardt
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von reinhardt » Montag 17. Juni 2013, 11:48

Hallo Alex,

ich wollte nur hervorheben dass kein Neid (wie evtl. von anderer Seite unterstellt) gegeben sein dürfte, bei Dir!
Eben aufgrund der kurzen Wege. Ein längeres sammeln Vorort neben der Arbeit (bzw. anstelle dieser) habe ich auch nicht unterstellen wollen.
Alexander Türk hat geschrieben:
Hallo Reinhardt; Sicher war es für mich als vor Ort Beschäftigter ein Traumprojekt, aber im Gegensatz zu Privatsammlern konnte ich nicht über einen längeren Zeitraum am Tag sammeln, wenn es gerade wieder Ammoniten auf der Halde regnete. Aber es war auch so genug. Das Fossilsammeln war in der BÜ-Leitung suspekt und wurde mir am Anfang sogar eher negativ angekreidet. Erst als erkannt wurde, dass ich im Büro immer einige Obstkisten mit Fossilien als Präsent für die Besucher der Baustelle bereitliegen hatte, wurde es halbwegs toleriert.
Alex
Gruss Reinhardt

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Casa
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Casa » Montag 17. Juni 2013, 13:10

Hallo zusammen,

also erstmal, auch wenn ich ganz ehrlich zugeben muss eher nicht so der Ammoniten-"Fan" zu sein, die Gräber sind schon beeindruckend. Herzlichen Glückwunsch dazu, und natürlich auch vielen Dank an Fritz Lang für den Artikel!

Auf der anderen Seite kann ich aber auch Alexander verstehen, wenn es so ist wie er beschreibt, dass die Sammelgenehmigung eigentlich dazu gedacht war, dass Stücke "für die Öffentlichkeit" gesammelt und in fachlichem Kontext präsentiert werden, aber eher nicht für die reine Privatsammlung. Wobei man ja auch sagen kann, durch den Artikel hier ist ja die Öffentlichkeit ebenfalls angesprochen worden!

Viele Grüsse,
Dominik

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Sönke
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Sönke » Montag 17. Juni 2013, 13:24

Hi Alex,

danke für die Hintergrundinformationen, durch die ich Dein Statement besser einordnen kann. Kritische Stellungnahmen sind durchaus erwünscht, nur wenn Meinungsverschiedenheiten deutlich werden, gibt es eine Chance diese auszuräumen. Öffentliche Lobhudelei und sich hinter vorgehaltener Hand auszulassen, wäre der unaufrichtigere Weg. Daher danke für Deine offenen Worte.
Das Dein Posting nicht allein vor dem Hintergrund des Berichts, sondern auch mit Blick auf anderen Lesern nicht bekannte Hintergründe verfasst wurde, habe ich mir schon gedacht. Vielleicht werden die Stufen (und andere Funde) ja mal im Dinopark Fürth im Rahmen einer Sonderausstellung gezeigt? Das wäre überhaupt eine Idee, in irgendeinem der regionalen Museen eine Sonderausstellung "ICE-Trasse Eierberge" zu zeigen. Mindestens ein Kurator (Jürgen Höflinger) liest ja hier mit... Jürgen, wäre das nichts? :top: In privaten Sammlungen dürfte genug Schaumaterial liegen ... natürlich muss es dafür erstmal präsentabel gemacht werden (präpariert), aber in 1-2 Jahren sollte es daran nicht mehr scheitern, die Präparation geht ja recht gut von der Hand. Dies würde dann auch noch mal rechtfertigen, dass Genehmigungen für Museen und assoziierte ernsthafte Fossiliensammler erteilt wurden.

Viele Grüße
Sönke

Alexander Türk
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Alexander Türk » Montag 17. Juni 2013, 13:55

Hallo Dominik,

(Wobei man ja auch sagen kann, durch den Artikel hier ist ja die Öffentlichkeit ebenfalls angesprochen worden!);

das ist sicher richtig. Einer der schönen Aspekte des Internets, gerade, wenn ich die Homepageberichte über die fantastischen Privatsammlungen von Ede Bernt und R.Veit denke, kann ich gar nicht genug Bilder sehen. Ich bin bestimmt schon mehr als ein dutzend Mal auf die Berichte zum Sehen gegangen („vielleicht sind in der Zwischenzeit noch ein paar weitere Schubladen geöffnet worden ?“).

Hallo Sönke, danke für Deine Antwort. Im Naturkundemuseum Coburg gab es von April 2012 bis Januar 2013 eine Ausstellung „Im Jurameer“, wo einige Funde von den ICE-Baustellen ausgestellt waren. Insbesondere die mir fast völlig entgangene Fauna des Unteren Pliensbach (Lias Gamma) war mit interessanten Stücken vertreten. Ich habe damals auch paar Fotos geschossen und kann sie bei Interesse zeigen. Aber eine große Gesamtausstellung auch mit Funden aus Privatsammlungen wäre natürlich reizvoll.

Viele Grüsse

Alex

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Sönke
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Sönke » Montag 17. Juni 2013, 14:18

Alexander Türk hat geschrieben:Im Naturkundemuseum Coburg gab es von April 2012 bis Januar 2013 eine Ausstellung „Im Jurameer“, wo einige Funde von den ICE-Baustellen ausgestellt waren.
Sehr gern, Alex! Darin auch etwas aus dem Unterpliensbachium zu sehen, würde mich besonders freuen.

Viele Grüße
Sönke

Fritz
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Fritz » Mittwoch 19. Juni 2013, 00:27

Mein lieber Andreas Türk,

ich habe ihr Feedback über meinen Artikel gelesen und muss sagen: Ich wundere mich.

Meine Intension den Artikel zu schreiben war über gehäufte Funde von Gräbern zu berichten.
Keine wissenschaftliche Abhandlung, ich habe ganz bewusst darauf verzichtet Ammoniten, Schnecken und Muscheln hier zu bestimmen. Hier wurden ihre Erwartungen und sicher auch die vieler anderer Leser nicht bedient.
Die anderen Lagen zu beschreiben war auch nicht die Absicht des Artikels.

Das ich 30 Obstkisten mein Eigen nenne, ist die Frucht von ca. 70 - 80 Besuchen dieser Fundstelle, einfach 56,5 Km macht, gesamt zwischen 7900 und 9000 Km, das ganze während meiner Freizeit. Wer viel sammelt, findet viel, ich bin mir sicher jeder andere mit dieser häufigen Frequentierung hätte ähnliche Erfolge gehabt. Dafür habe ich kaum eine andere Fundstelle in den 2 Jahren besucht. Aber die Quintessenz des Berichts: Gräber waren nicht selten und konnten in einer Lage gehäuft angetroffen werden, zeigt erst so richtig die Menge.

-Nach dem Ende über eine Fundstelle zu schreiben, was man damals alles Finden konnte……
Nochmals: Uns, R.Walter und mir wurde gesagt, das keine Veröffentlichung im Netz vor Ablauf der Erdarbeiten gewünscht wird, da zu dieser Zeit immer mehr Menschen auf der Halde tummelten und ein totaler Ansturm vermieden werden sollte. Ich habe mich daran gehalten. Auch ihr Bericht ist erst nach den Erdbaumaßnahmen erschienen….Zufall?
Ich hab auch nicht über alleswas man damals finden konnte geschrieben, nein, nur über Gräber.

Und am Rande noch bemerkt: Ich bin Mensch und mache Fehler, wie auch sie.


Hallo Stefan,
das der von mir gewählte Titel gar so viel Staub aufwirbelt war mir nicht bewusst, aber ich finde es irgendwie amüsant. Wir alle entreißen Fossilien ihrem Jahrmillionen alten Grab, daher sind wir alle in gewisser Weise Grabräuber. Das ich, wie andere auch, meine mühevoll gesammelten Funde nicht so mir nichts, dir nichts zerschieße, sollte eigentlich klar sein und vor allem bei Gräbern. Ich kann mich leider auch nicht zu der Elite der Präparierkünstler zählen. Aber was so ein Grab dann alles aushalten muß bis es denn einigermaßen fertig ist, da kann mann schon von einer Schändung sprechen.


Hallo Reinhart,
wie bereits oben angemerkt, sollten wir nicht darüber berichten. Das ich kein Geheimniskrämer bin zeigt ja die Geschichte mit den Buttenheimer Schlangensternen.
Material war ja immer genug da, es waren auch die Jungs von CFK und andere Sammler vorort, aber meist nur auf Stippvisite. Ich habe vorort niemanden was verheimlicht, hab mich aber auf diese Schichten konzentriert.


Hallo Casa,
klar hat Hr.Türk recht, das die DB-AG Wissenschafftlichen Instutitionen und Museen die Möglichkeit geben wollte, was auch gut so ist. Und im privaten Fossilienmuseum Fürth war auch schon einiges ausgestellt, leider wurde Hr. Walter das Grundstück gekündigt und er mußte vorübergehend schließen. Er ist aber schon in Verhandlungen mit neuem Grundstückseigentümern und wenn alles so klappt wie er will, dürfte mitte nächsten Jahres eine Wiedereröffnung ins Haus stehen. Auch habe ich immer, wenn es interesant für die Wissenschft war, ihnen die Stücke überlassen.( habe aber auch schon 1 negative Erfahrung gemacht)

Hallo an Alle,

ich für meinen Teil bin schon stolz, ja ich bin Sammler, das macht mir die meiste Freude und deswegen spricht auch aus mir der "pure Sammlerstolz" bei vielen meiner Funde. Und von Zeit zu Zeit macht mir das Schreiben eines Berichts Spass. Davon lebt Steinkern und das ist auch gut so.
Wo waren die Unis und die Museen? Aufgrund der klammen Kassen nur sporadisch vorort, meist von Privatsammlern vertreten, so wie ich auch einer bin.

Gruß an alle und nichts für ungut.
Fritz

reinhardt
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von reinhardt » Mittwoch 19. Juni 2013, 08:01

Hallo Fritz,
Fritz hat geschrieben:
Das ich 30 Obstkisten mein Eigen nenne, ist die Frucht von ca. 70 - 80 Besuchen dieser Fundstelle, einfach 56,5 Km macht, gesamt zwischen 7900 und 9000 Km, das ganze während meiner Freizeit. Wer viel sammelt, findet viel, ich bin mir sicher jeder andere mit dieser häufigen Frequentierung hätte ähnliche Erfolge gehabt. Dafür habe ich kaum eine andere Fundstelle in den 2 Jahren besucht.

Hallo Reinhart,
wie bereits oben angemerkt, sollten wir nicht darüber berichten. Das ich kein Geheimniskrämer bin zeigt ja die Geschichte mit den Buttenheimer Schlangensternen.
Material war ja immer genug da, es waren auch die Jungs von CFK und andere Sammler vorort, aber meist nur auf Stippvisite. Ich habe vorort niemanden was verheimlicht, hab mich aber auf diese Schichten konzentriert.

Gruß an alle und nichts für ungut.
Fritz
Was den rot markierten Bereich betrifft, so hab ich mir das auch gedacht. Hoher Aufwand und Engagement war die voraussetzung.

Zum grün markiertem Bereich, ich hab nichts anderes geschrieben - das steht auch so oben!

Gruss Reinhardt

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nautilus
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von nautilus » Mittwoch 19. Juni 2013, 09:22

Hallo Fritz,

Danke für den Bericht und den vielen Bildern. Sehr schöne Grabgemeinschaften.

beste Grüße,
Uwe

P.S.
Hätte ich so eine Buastelle quasi vor der Haustür, ich hätte es genauso gemacht.

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Wolfgang
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Wolfgang » Mittwoch 19. Juni 2013, 10:46

Servus

Hab mich bisher noch nicht geäußert und auch jetzt nur ein kurzes Statement.

Fritz kenne ich schon lange und wenn sich die Chance bietet, Fossilien in bester Qualität bergen zu können, greift er zu.
Und ehrlich gesagt, wer würde das nicht?

Mir hat's angesichts der Quantität und Qualität der Gräber fast die Füße weggezogen. Da können die popeligen Buttenheimer eigentlich nicht mithalten.

Ein wenig ärgere ich mich, dass ich nur am Anfang der Bauarbeiten mal an besagtem Abschnitt war und da die Fundmöglichkeiten noch nicht mal ansatzweise so waren.
Für mich als Lias-Delta Sammler einfach nur ein Traum was da gefunden wurde.

Und ich bin auch der Meinung dass in diesem Thread mittlwerweile alles gesagt wurde...

Beste Grüße
Wolfgang
Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

John Ruskin (1819-1900)

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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Wörn » Mittwoch 19. Juni 2013, 15:06

Servus Fritz,

Danke für den Bericht und die tollen Bilder, da wird man ja richtig neidisch ;).

Herzliche Grüße aus Tirol
Werner
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.

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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Thomas76 » Mittwoch 19. Juni 2013, 15:40

Wörn hat geschrieben:Servus Fritz,

Danke für den Bericht und die tollen Bilder, da wird man ja richtig neidisch ;).

Herzliche Grüße aus Tirol
Werner

Ist Neid nicht die höchste Form der Anerkennung? Also ich bin auch neidisch auf solche Ammostufen 8-)

LG Thomas

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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Voss-Fossilien » Mittwoch 19. Juni 2013, 17:40

Ich schließe mich allen an. Neidvoll blicke ich auf die Funde und das Können vieler anderer und hoffe aber selber auch mit meinen Funden aus Winterswijk etwas neid davon für mich zu ernten. Jeder hat sein Spezialgebiet und gibt hier sicher sein bestes mit Wissen und Können. Das Ergebnis sehen wir schließlich ja alle. Ein Forum das sich "steinkern.de" nennt.

Gruß, Herby
Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand! (Charles Darwin)

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Casa
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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Casa » Mittwoch 19. Juni 2013, 21:00

Hi Leute,

ich glaube ja irgendwie die Diskussion beinhaltet garnichtmehr das um das es (meinem Verständnis nach) dem Threadstarter ging;
sicherlich hat jeder Verständnis dafür, dass man tolle Funde mitnimmt und nicht "vergammeln" lässt, und auch dafür dass man dann stolz ist. Ich kann nur nochmal sagen, ich gönne Fritz alle Funde, und gratuliere zu den super Stücken!

Alexander Türk hat doch aber auch (wie gesagt, nur mein Verständnis) nie gesagt dass bei _ihm_ Neid aufkäme, oder dass _er_ unglücklich sei dass der Bericht erst nach Verlöschen der Fundstelle erschien. Wie auch, er war doch scheinbar von offizieller Seite an dem Projekt beteiligt, vielleicht sogar am zu Stande kommen der Genehmigung und der Regeln fürs Sammeln/Berichten(?)

Und aus dieser Sicht heraus hat er gesagt dass er nicht 100% glücklich ist, denn scheinbar waren die Genehmigungen eigentlich nicht in erster Linie gedacht um tolle Funde zu generieren, über die sich der einzelne freut, sondern damit Fossilien wissenschaftlich aufgearbeitet und in organisierter Weise der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Wenn das so ist, dann habe ich für Alexanders nicht nur positive Gefühle genauso Verständnis wie für den Sammlerstolz von Fritz.

Viele Grüsse,
Dominik

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Re: Vom Grabräuber zum Grabschänder

Beitrag von Seimän » Mittwoch 19. Juni 2013, 21:39

Hi,
jetzt melde ich mich doch auch noch, obwohl ich mich die ganze Zeit zurückgehalten habe. Aber es ist einfach stärker als ich :wink:
Ich habe mich nämlich gefragt, ob Alexander (dessen Affinität zu Fossilien offenbar ohnehin mit gewisser Irritation aufgenommen wurde), Ärger bekommen kann, wenn irgendwer zur nächsten DB-Baustelle marschiert und mit Verweis auf diesen Artikel um eine Sammelerlaubnis ersucht ("Aber der durfte doch auch.../Aber da steht, dass...").
Ich hoffe nicht!

Simon

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