Inklusen erkennen

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Moderator: boborit

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SIR_ESME
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Inklusen erkennen

Beitrag von SIR_ESME » Donnerstag 2. April 2020, 11:44

Hallo liebe Gleichgesinnte!

Folgende Ausgangssituation:

Seit Herbst letzten Jahres habe ich ca. 2kg von Kiesgruben-Bernstein (der mit der "schönen" Verwitterungsrkruste) zusammengetragen. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um eher kleinere Stücke, vielleicht erbsengroß.
Alleine aufgrund der Menge würde es mich nicht wundern, wenn da der ein oder andere Stein mit einer Inklusive dabei ist. Ich würde sie gerne durchschauen. Und da beginnen die Probleme. Kann mir jemand sagen oder Links empfehlen wie ich:

1. Am effizientesten die Krusten entfernen kann? Per Hand schleifen kommt wohl bei der Menge und Größe eher nicht in Frage. Ich dachte an Trommeln. Geräteempfehlung? Schleifmittel? Sonstige Dinge zu beachten?
2. Wenn die Rinde weg ist: gibt es eine Möglichkeit die Steine durchzuschauen ohne gleich in ein Binokular für 500 EUR investieren zu müssen (Taugliche günstige Geräte? Alternative Methoden?)

Gibt es für einen Anfänger bei der Thematik eventuell noch andere Sachen zu beachten bei denen man auf die Nase fallen kann?

Ich weiß das Thema ist sehr umfänglich. Auch über Hinweise zu einzelnen Aspekten würde ich mich freuen :o)

VG Haiko

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Tapir
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Re: Inklusen erkennen

Beitrag von Tapir » Donnerstag 2. April 2020, 12:00

Hallo Haiko,

Doch, ich würde auch bei KGR-Bernsteinen Fenster schleifen. Hier würde ich mit größeren Schlauben anfangen.

Also auf der Krabbeltiersuche auf Messen habe ich normalerweise eine normale Einschlaglupe mit 10-facher Vergrößerung am Mann (für die detailierte Betrachtung natürlich nicht das Wahre, aber zum Finden von etwas mit Beinchen und Flügeln gut nutzbar). Und ein Glas Wasser hilft zur Not auch bei ungeschliffenen Stücken etwas.
Glück auf!

Johannes Kalbe

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"Tante Erna hingegen war fest davon überzeugt, dass das Ende bereits hinter uns lag. Und alles, was wir heute sehen, ist nur noch das was übrig geblieben ist." (KUM2020)

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Re: Inklusen erkennen

Beitrag von ML » Donnerstag 2. April 2020, 12:09

Hallo Haiko,

viele Infos zum Thema Bernstein findest Du auf der Homepage von Carsten Gröhn: www.ambertop.de.

Schöne Grüße
Michael

SIR_ESME
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Re: Inklusen erkennen

Beitrag von SIR_ESME » Donnerstag 2. April 2020, 15:12

Hallo!

Vielen Dank für die Tipps! Eine Einschlaglupe wurde prompt bestellt :D

Bin mir noch unsicher wegen des händischen Sichtfenster-Schleifens. Meine Vorfreude einige Hundert Steine so zu bearbeiten hält sich spontan in Grenzen :oops:
Carsten Gröhn erwähnt ja auch das Trommeln, deshalb mal vorsichtig gefragt: Gibt es Vorteile (außer den Investitionskosten, ggf. höherer Gewichtsverlust) das Handschleifens gegenüber dem Trommeln?

VG Haiko

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Re: Inklusen erkennen

Beitrag von Tapir » Donnerstag 2. April 2020, 15:40

Größerer Materialverlust, ggf. zerbrechen der gegenüber mechanischer Belastung besonders empfindlichen hauptinsektenverdächtigen Schlauben und die Stücke werden nach dem Trommeln doch etwas "gesichtslos".
Glück auf!

Johannes Kalbe

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Re: Inklusen erkennen

Beitrag von SIR_ESME » Donnerstag 2. April 2020, 16:00

OK, das sind auf jeden Fall einleuchtende und nicht von der Hand zu weisende Argumente, die zumindest für eine Vorselektion sprechen.
Die "Gesichtslosigkeit" interpretiere ich jetzt mal als eine ästhetische Fragestellung, die jeder für sich selbst beantworten muß. Ich werd mal in mich gehen...

Vielen Dank!

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Re: Inklusen erkennen

Beitrag von fossihagen » Donnerstag 2. April 2020, 17:02

ich schleife auch alle von Hand und schaue erstmal in ein kleines Fenster und taste mich dann vor.
Verluste beim Trommeln sind erheblich.
Im Wasser und mit LED im Gegenlicht sieht man auch schon viele Sachen.
Schlaubensteine muss man auch von Hand sehr vorsichtig behandeln, da sie gern an den Grenzflächen brechen.
Viel Erfolg!
Ich suche die nächsten tage mal schon vorhandene Fotos raus und stelle sie in die Unterforen.

Grüße
H.

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