Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

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mangani84
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Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von mangani84 » Samstag 25. August 2018, 19:59

Hallo zusammen,

leider gibt es fast keine Fotos von Einschlüssen aus dem kreidezeitlichen Bernstein aus Myanmar (Burma).
Als langjähriger Bernsteininklusensammler fasziniert mit der Bernstein aus Myanmar am Meisten.
Das liegt daran dass der Bernstein im Gegensatz zum zum Baltischen z.B. mit seinen ca. 100 Millionen Jahren doppelt so alt ist und aus der Zeit der Dinosaurier stammt.
Weiterhin faszinierend ist die Tatsache dass die Einschlüsse von Insekten, Spinnen, Spinnentieren und der Pflanzenwelt aus der tropischen Zone stammen.

Gibt es unter euch auch Sammler die Einschlüsse im Burma Bernstein sammeln und genauso fasziniert von diesen sind wie ich?

Hier mal ein Beispielbild. Eine perfekt erhaltene Gitterwanze "Tingidae Burmacader" mit einer Körperlänge von 2,6mm.

Über Fotos von euren Einschlüssen würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße,
Alex
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Frank
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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von Frank » Samstag 25. August 2018, 22:23

Boa :eek:
supergeiles Bild, Respekt
Ausser Bewunderung für das Stück kann ich aber leider nichts beisteuern zum Beitrag :D
"Hoffentlich unterläuft dem Irrtum ein Fehler. Dann kommt alles von selbst in Ordnung"

(Stanislav Jercy Lec: Das große Buch der unfrisierten Gedanken)

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Sönke
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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von Sönke » Samstag 25. August 2018, 23:06

Hallo Alex,

ein wunderbares Foto eines großartigen Fossils - und ein schöner Einstieg ins Forum. :welcome:

Ich habe leider keine eigenen Fossilien aus Myanmar, hatte aber das Vergnügen im Rahmen von Recherchen für Artikel für die Steinkern-Zeitschrift zwei ganz besondere Inklusen von dort zu kleinen Artikeln zu verarbeiten.

Ein Artikel erschien in Heft 28, er trägt den Titel Nachweis eines gefiederten Sauriers in kreidezeitlichem Bernstein aus Myanmar (S. 51-55), der andere wurde in Heft 31 veröffentlicht: Vertreter der ausgestorbenen Vogel-Gruppe der Enantiornithes in kreidezeitlichem Birmit entdeckt (S. 7-9). Du wirst dieses Material aber sicherlich aus dem Internet kennen, es ist ja alles von den Forschern prominent publik gemacht worden.

Ich schließe mich dem Wunsch an: gerne mehr zu sehen. :) Falls niemand anders etwas beitragen kann bzw. unabhäng davon natürlich auch gern mehr aus Deiner Sammlung!

Schöne Grüße
Sönke

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mangani84
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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von mangani84 » Sonntag 26. August 2018, 16:55

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Willkommensgrüße.

Es freut mich sehr dass euch das Foto gefällt.

@ Sönke: Vielen Dank für deinen ausführlichen Hinweis bezüglich der Artikel über Federn in den Steinkern-Zeitschriften.

Gerne zeige ich euch noch weitere Fotos wenn Interesse besteht.
Wo wir schon mal beim Thema Federn sind, anbei ein Foto von Federn aus meiner Sammlung.

Weiterhin würde ich mich sehr freuen weitere Sammler des Myanmar Bernsteins durch das Forum kennen zu lernen.

Viele Grüße,
Alex
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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von boborit » Sonntag 26. August 2018, 17:11

Hallo Alex,
schön, das du dich und deine bemerkenswerten Inklusen hier vorstellst. Myanmar-Sammler sind hier wohl eher rar, aber mal schauen vielleicht kannst du mit deinen großartigen Bildern ja den einen oder anderen Sammler infizieren mit dem Inklusen-Fieber.
In meiner Sammlung befand sich einst eine einzelne Fliege aus der Kreidezeit. Später habe ich mich aber wieder voll und ganz auf den Baltischen Bernstein besonnen.
Sehr gerne sehen wir hier mehr von deinen raren Schätzen, noch dazu in perfekter Darstellung in Szene gesetzt!
Wenn du magst richten wir dir auch gerne eine Datenbank nach Inklusen-Ordnung hier ein...
Auf jeden Fall sei herzlich willkommen hier im Forum und halte dich bitte nicht zurück mit weiteren Bildern aus deiner Sammlung! Garantiert finden sie hier stehenden Beifall!!
Viele Grüße - Michael

..."Was wiederum bestätigt, dass das im Stein möglich Vorhandene sich optisch mehr verbergen, als das Sichtbare unmöglich optisch vorhanden sein kann! "

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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von boborit » Sonntag 26. August 2018, 18:41

Hallo zusammen,
ich habe einst auch eine Fliege aus dem Burma-Bernstein besessen. Hier habe ich zumindest noch ein Bild davon gefunden!
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Viele Grüße - Michael

..."Was wiederum bestätigt, dass das im Stein möglich Vorhandene sich optisch mehr verbergen, als das Sichtbare unmöglich optisch vorhanden sein kann! "

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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von araucaria1959 » Montag 27. August 2018, 00:06

Vielen Dank für diesen interessanten Thread!

Mich interessierten Unterschiede in der Häufigkeitsverteilung verschiedener Insektengruppen bzw. Inklusen zwischen burmesischem und baltischem Bernstein; eine quantitative Auswertung zu Birmit habe ich aber leider nicht gefunden, die man mit den ja durchaus zugänglichen Statistiken vom baltischem Bernstein vergleichen könnte, aber immerhin diese beeindruckende Fossilliste mit 510 Familien, 713 Gattungen und 916 Arten (davon 467 Familien, 656 Gattungen und 849 Arten von Arthropoden):

https://www.nms.ac.uk/media/1157149/bur ... 2018_1.pdf

araucaria1959

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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von Thomas_ » Montag 24. September 2018, 11:33

Als ich den Beitrag hier gelesen habe, dachte ich mir es wäre toll eine Mücke in der Sammlung zu haben, die mit ziemlicher Sicherheit Dinosaurier täglich mit eigenen Augen gesehen hat. Bei meiner Suche im Internet fand ich zu meinem Erstaunen recht günstige Angebote, also habe ich auf gut Glück zwei etwa 1 cm große Stücke bestellt. Entschuldigt die schlechte Qualität der Bilder, aber das ist nicht mein Spezialgebiet und mit dem alten MBS-10 sind die plastisch eingebetteten Stücke fotografisch nicht scharf abzubilden. Mit den Augen sieht es allerdings ganz anders aus.

Das rechte Stück beinhaltet drei Mücken(?) und einen Käfer, dazu diverse Insektenbeine und weiteres Kleinzeug, einiges davon mit Struktur(Pollen?) Der Schliff ist ganz ordentlich und bei dem Inhalt würde ich das Stück als Glücksgriff bezeichnen. Das ist ein ganzes Ökosystem auf weniger als einem Kubikzentimeter
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Im linken Stück befindet sich eine ungünstig eingeschlossene Wespe(?) Man sieht die Kiefer, die Flügelstrukturen sind gut zu erkennen (leider nicht auf dem Foto). Da der Bernstein nicht optimal geschliffen ist und auch ziemlich trübe, habe ich die Beobachtung in einer Petrischale mit Wasser durchgeführt. Das hat die Sichtbarkeit stark verbessert. Dann ist da noch ein größerer Brocken Holz(?) drin, der aus dem Stück heraus ragt.
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Das sind zwar keine Sammlerstücke, aber für zusammen etwas über 20 Euro inklusive Versand sicher ihr Geld wert.



Thomas
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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von boborit » Montag 24. September 2018, 12:56

Hallo Thomas, als Belegstücke sind die Inklusen schon sehr gut. Hier am Handy würde ich die Inklusen als Käfer, vielleicht eine kleine Schnake (wegen der langen Beine) und, ja eine Wespe (vom Hinterbein her) deuten. Preis/Leistung erscheint mir für Kreidezeit wirklich sehr gut!
Viele Grüße - Michael

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Re: Einschlüsse im Bernstein aus Myanmar (Burma)

Beitrag von hubertus68 » Dienstag 25. September 2018, 15:58

Wunderschöne Fotos Alex! Gerne mehr davon.
Ich sammle eigentlich kreidezeitliche Bryozoen, aber hier
muss ich einfach mal ganz unwissenschaftlich dahinschmelzen.

Beste Grüße,
Oliver

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