Homepagebeitrag über Aufschluss bei Wiesensteig

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Moderator: Sönke

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steinbeisser57
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Homepagebeitrag über Aufschluss bei Wiesensteig

Beitrag von steinbeisser57 » Samstag 1. November 2008, 13:36

Hallo Wasserfloh

Manchmal fehlen mir zu Beiträgen die hier bei Steinkern
eingestellt werden einfach die Worte.
Heute ist es mal wieder so weit....ich sag nur...gnadenlos gut
Die Arbeit und der Zeitaufwand der dahinter steckt,
wird nur der ermessen können, der so etwas schon mal gemacht hat.
Passt vielleicht nicht hier her....trotzdem mal ein " pauschales"
Dankeschön an die Macher und Autoren die sich hier einbringen
.

Gruss
Manfred


Hier der Link zum Beitrag:
http://www.steinkern.de/fundorte/baden- ... n-alb.html

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amaltheus
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Re: Homepagebeitrag über Aufschluss bei Wiesensteig

Beitrag von amaltheus » Samstag 1. November 2008, 18:20

Hallo Michael,

da fahr ich schon seit Jahren täglich auf dem Weg zur Arbeit durch diese Gegend und
bin noch nie auf den Gedanken gekommen, mal in einen
der Bäche einzusteigen. Ok, ich bin kein Weißjura-Sammler ... .
Aber trotzdem ... es ist schon erstaunlich was es da alles zu finden gibt.

Was mich auch überraschte, dass die Jura Subkomm. ein Auge auf die Lacunosamergel
der Gegend um Geislingen-Wiesesteig geworfen hat.
Das ist mir ganz neu.

Vielen Dank für den tollen Bericht !

Es freut mich jedesmal ungemein, wenn neue Autoren auf Steinkern schreiben.

Ich hoffe, wir werden noch einige Berichte in dieser Qualität von Dir erhalten.

Viele Grüsse

Thomas

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wasserfloh
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Beitrag von wasserfloh » Samstag 1. November 2008, 20:17

Danke Manfred - Danke Thomas,

freut mich sehr, dass Euch mein Beitrag gefällt. Ich muss nämlich zugeben, dass ich da schon ein Stück Unsicherheit überwinden musste. Aber da jetzt schon mal ein Anfang gemacht ist ...

Liebe Grüße

Michael

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Tapir
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Beitrag von Tapir » Samstag 1. November 2008, 20:22

Ich muß auch sagen, ein schöner Bericht....



Einen solchen Beitrag zu schreiben erfordert Sorgfalt (sowohl bei der Vorarbeit als auch beim Schreiben), ist aber auch nicht so schwierig wie die meisten vielleicht denken. Ich würde mich freuen mehr von Dir zu lesen... ;)
Glück auf!

Johannes Kalbe

---------------
"Tante Erna hingegen war fest davon überzeugt, dass das Ende bereits hinter uns lag. Und alles, was wir heute sehen, ist nur noch das was übrig geblieben ist." (KUM2020)

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

Two down. Four to go.

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Beitrag von Sönke » Samstag 1. November 2008, 20:31

Hallo Michael, hallo Johannes!
Tapir hat geschrieben: Einen solchen Beitrag zu schreiben erfordert Sorgfalt (sowohl bei der Vorarbeit als auch beim Schreiben), ist aber auch nicht so schwierig wie die meisten vielleicht denken.
Ich wünschte es wäre wirklich nicht schwierig eine derart blitzsaubere Arbeit abzuliefern, aber so gut schreiben können leider nur ganz wenige Hobby-Sammler!
Tapir hat geschrieben:Ich würde mich freuen mehr von Dir zu lesen... ;)
Ich auch! Wünsche Dir, Michael, dafür als Stoff weiterhin gute Sammelerfolge!

Beste Grüße
Sönke

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Beitrag von Miroe » Samstag 1. November 2008, 20:48

Jo, Michael,

ich hatte ja das echte Vergnügen, Deinen Bericht für das Einstellen auf die Homepage technisch vorbereiten zu dürfen. Selten noch hat mich ein Artikel hier so sehr gefreut wie Deiner: Jedes einzelne Wort sitzt schnörkellos „cut-in-stone“. Zusammen mit diesem knackigen Text hast Du mit dem schönen Layout einen Premium-Einstand auf der Homepage hingelegt.

Weiter so, wünsche ich und sage danke.

Herzliche Grüße
Michael

P.S.:
@steinbeisser (Manfred)
Dein Dank freut und ehrt uns. Persönlich möchte ich aber den Dank an Dich zurückgeben, dafür, dass Du Dich aktiv und konstruktiv im Forum beteiligst.

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Andreas
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Beitrag von Andreas » Montag 3. November 2008, 10:04

Hallo Michael,

da kann ich mich nur den Vorrednern anschließen. Sauber recherchiert, gute Bilder und ein Text, der keine Fragen offen lässt. Auch, wenn ich "Ammonitenfreak" bin, hat mich deine kurze Ausführung zu den Malm-Schwämmen sehr gefreut. Der ein oder andere Schwamm wurde bei diversen Ausflügen doch eingepackt und kann nun auch einen Namen bekommen. Vielen Dank!

Grüße,

Andreas

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Beitrag von wasserfloh » Montag 3. November 2008, 11:30

Hallo Johannes, Sönke, Michael und Andreas,

ein dickes Dankeschön für Eure Worte, die mir Mut zu neuen Taten machen.

Ich muss aber für meinen nächsten geplanten Beitrag über eine sehr ergiebige Dogger-Fundstelle in der schwäbischen Ostalb erst noch Fotos schießen, die zwar einen guten Eindruck von der Fundsituation, aber nicht von der genauen Lage des Fundorts vermitteln sollen :oops:

Ich denk mir immer: Die Kenner der Materie wissen ohnehin schon bei einer oberflächlichen Beschreibung des Fundorts auch ohne genaue Lagebeschreibung, wo sie suchen müssen. Und für die anderen wollen wir das Suchen spannend halten :lol:

Gruß Michael

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Andreas
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Beitrag von Andreas » Montag 3. November 2008, 11:53

Ein kleiner Tip noch zum Thema:

Dass Stuttgarter Naturkundemuseum bietet auf der Homepage ein PDF über die Lacunosamergel-Formation an. Ich denke das könnte für einige interessant sein.

-> http://www.naturkundemuseum-bw.de/stutt ... f/B346.pdf


Auf den Doggerbericht bin ich schon gespannt. Gut Ding will Weile haben!

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Sönke
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Beitrag von Sönke » Montag 3. November 2008, 12:25

Hallo Michael,

früher habe ich die Auffassung vertreten, dass man, wenn man Funde publiziert (wobei man damit rechnen muss Begehrlichkeiten zu wecken), auch die Fundstelle exakt benennt. Das war allerdings noch zu einer Zeit, als Steinkern nur eine handvoll auf die Republik verteilte Besucher zählte (auch wenn hypotethisch schon damals jeder beliebige Sammler Zugriff auf die Inhalte gehabt hat).
Inzwischen ist es bei mir so, dass ich jedesmal sehr gründlich abwäge über was ich überhaupt und wenn ja wo und in welcher Weise darüber schreibe (mit www.Steinkern.de, www.Leitfossil.de, dem APH, FOSSILIEN und nun auch der neuen Zeitschrift "Der Steinkern" einen recht heterogenen Abnehmerkreis zu haben, ist dabei vorteilhaft).
Es ist Fingerspitzengefühl gefragt - dass man es dennoch nie allen Recht machen kann, ist klar. Gibt man eine Fundstelle exakt an, muss man damit rechnen zukünftig wortkargen und grimmig dreinschauenden Lokalsammlern zu begegnen ... und unter Umständen damit auch gleichzeitig einen Ansturm auszulösen (ob dieser eintritt steht stark in Abhängigkeit von den gezeigten Funden) verzichtet man auf eine genaue Nennung, publiziert trotzdem und nennt dabei lediglich die Fundregion ... wirft das bei vielen Fragen auf, manch Eingeweihter wird aber ohnehin wissen wo die Stücke herkommen. In aller Regel handhabe ich es daher so, dass ich bei freundlicher Nachfrage und in der Hoffnung, dass der Sammlerkollege den auf die Dauer fundamentalen Grundsatz "Ich gebe damit Du gibst" zumindest schon mal gehört hat, genaue Informationen auch weiter. Denn grundsätzlich geht jedes Fossil, das nicht durch irgendjemanden gefunden und geborgen wird unwiderbringlich verloren ... mir ist es lieber ein anderer findet ein Fossil, schickt mir vielleicht zum Dank noch ein paar Fotos davon und berichtet mir, wie die Situation vor Ort derzeit ist, als dass das Fossil zu Blähtongranulat oder Schotter verarbeitet wird.

Es ist leider Fakt, dass man sich als Publizist immer gewisser Kritik ausgesetzt sieht. Aber sind wir mal ehrlich: Wer ist denn bereit auf Medien und Informationen in Gänze zu verzichten? Ich jedenfalls bin es nicht.

Und daher ist mein Appell an alle Sammler hin und wieder mal das persönliche Interesse etwas zurückzustecken - man muss auch anderen ihre Funde gönnen können (fällt das denn so schwer, vor allem wenn man noch dazu selbst überaus erfolreich war?)!

Wenn man sich als Publizist nur noch danach richtet, in wessen "Revier" man sich gerade befindet, wird man hinterher nur noch Uninteressantes Zeug schreiben.
Etwas anderes ist es natürlich, wenn man eine Fundstelle von jemand anderem nur unter der Auflage erfährt, sie nicht an die große Glocke zu hängen. Klar, dass man sich dann an diese Absprache hält bzw. ausdiskutiert in welcher Weise vielleicht doch gemeinschaftlich - und für die Fundstelle unschädlich - eine Veröffentlichung von interessantem Fundmaterial stattfinden kann.

Beste Grüße
Sönke

PS: Ich weiß, das war jetzt Off-Topic, da es aber ein wichtiges Thema ist und von Dir angerissen wurde ... wollte ich mit mich dazu mal positionieren.
Zuletzt geändert von Sönke am Montag 3. November 2008, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.

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wasserfloh
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Beitrag von wasserfloh » Montag 3. November 2008, 14:53

Hallo Sönke,

bei künstlichen Aufschlüssen wie Steinbrüchen oder Straßenbaumaßnahmen bin ich absolut Deiner Meinung - warum sollte man nicht ein Fossil bergen, bevor es in die Brecheranlage wandert oder auf einer Aushubdeponie verschwindet... Da spricht auch nichts gegen eine exakte Fundortangabe. Auch Futterneid kann bei Steinbrüchen kaum aufkommen, da wird ja ständig frisches Material geboten. Etwas anderes ist hier das Thema Sammelerlaubnis und Sammlerverhalten. Dieses Thema hat aber nichts mit dem Erhalt eines Naturraums oder Biotops zu tun.

Anders verhält es sich m. E. bei Naturaufschlüssen oder renaturierten künstlichen Aufschlüssen. Die können unwiederbringlich in ihrer Schönheit und Funktion, z.B. als Rückzugsort für seltene Tier-und Pflanzenarten, gestört oder gar zerstört werden. Wenn ich hier wüsste, dass sich die Sammlerkollegen angemessen verhalten, dann hätte ich kein Problem, die Lage der Aufschlüsse mitzuteilen.

Im Grunde aber ist die Debatte um die Bekanntgabe von Fundstellen meist ohnehin eine Gespensterdebatte. Ich habe noch nie jemand nach irgendeiner Fundstelle gefragt, weil sich das bei einem gewissen Rechercheaufwand von selbst erledigt. Wer nur in die Quenstedt-Werke schaut, der erhält hunderte von Fundort-Namen. Dann noch Google-Earth gestartet, den Ortsnamen eingegeben und nach einem aufschlussverdächtigen Landschaftsbestandteil rund um den Ort geguckt - und jeder wird fündig - auch wenn es nicht genau derselbe Fundpunkt wie zu Quenstedts Zeiten ist, weil dieser z.B. längst überbaut wurde. Dann gibt es ja noch geologische Karten, die Geotop-Beschreibungen beim Geologischen Landesamt, Aufsätze in Fachzeitschriften, das Web und und und...

Die einfachste Methode, zu neuen Fundstellen zu kommen, ist eh immer noch die alte und beste: Selber die Augen offenhalten, ab und zu mal aus dem Auto steigen und über die Felder wandern, beim Spaziergang durch den Jurawald den Blick auf die Wegböschungen richten und im Sommer ab und zu mal ein erfrischendes Fußbad in einem Lias-Bächlein nehmen.

Man muss den Unberufenen ja keine Perlen vor die Füße legen, und die Berufenen finden ohnehin das, was sie finden wollen. Wäre es anders, gäbe es dieses Forum nicht.

Kurzum: Einfach jemanden nach einer Fundstelle zu fragen, das wäre für mich langweilig.

Recherchieren > Suchen > Finden - das ist der Weg.

Gruß Michael

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Sönke
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Beitrag von Sönke » Montag 3. November 2008, 16:44

Hallo Michael,

damit sind wir bei einem etwas anderen Thema angelangt, der Fundpunktrecherche:
Bei Euch auf der Alb ist es mit dem selbst Entdecken oder Recherchieren von Fundstellen "in freier Wildbahn" leichter getan als bei uns ... zumindest auf dem flachen Land sind die dahingehenden Möglichkeiten sehr reduziert. Vom Lias ist in den oberen drei Metern meist nur noch Lehm übrig geblieben. Entsprechend ist man auf Baustellen und Tongruben angewiesen, wenn man etwas finden möchte. Erstere kann man z.B. durch Zeitungen, Zufall oder Austausch mit Sammlerkollegen in Erfahrung bringen, Letztere vielfach auch über Google Maps aufspüren.
Natürlich freut man sich, wenn man selbst eine Stelle aufgetan hat, die kaum ein anderer kennt - aber ich habe schon viele Fundstellen besucht, die ich ohne Literaturbeschreibungen oder fremde Tipps, nie finden hätte können (z.B. Frankreich, Frankenjura - auf Fundstellensuche kann ich daheim gehen, aber im Sammelurlaub die Stellen vor Ort selbst zu ergründen ist kaum möglich, das braucht in der Regel viel viel Muße und Zeit, wenn es Aussicht auf Erfolg haben soll).

Resümierend kann man da nur sagen: Jeder nach seiner Facon!
Wenn das Sammeln am Ende umweltverträglich stattfindet, ist es auch ganz egal, wie man zur Fundstelle gekommen ist.

Beste!
Sönke

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wasserfloh
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Beitrag von wasserfloh » Montag 3. November 2008, 20:31

Hallo Sönke,

naja, klang vielleicht ein bißchen hart, was ich geschrieben habe. Ich will´s mal anders ausdrücken:

Derjenige, der sich intensiv mit Fossilien beschäftigt und ein Stück Herzblut und Engagement in dieses Hobby einbringt (das habe ich mit Berufung bzw. Berufener gemeint), der wird auch ganz von selbst etwas finden. Wer aber nur mal so eben und oberflächlich und ohne jede Mühe ein Fossil finden will (solche fragwürdigen Beiträge bzw. Fundstellen-Offenlegungs-Gesuche habe ich hier im Forum auch schon gesehen), der darf sich ruhig ein bißchen schwer tun.

Ansonsten gibt es ja wirklich Literatur genug (gedruckt und im Web), die dem Anfänger den Weg zu Fundstellen weist. Und gegen Tipps von leidenschaftlichen Sammlern im "Do-ut-des"-Prinzip, wie Du geschrieben hast, ist ja auch gar nichts einzuwenden. Meine Einwände beziehen sich ja nur auf die öffentliche Bekanntgabe von Naturaufschlüssen oder anderen sensiblen Fundstellen.

Ansonsten: Ich bin gern bereit, meine Fundstellen-Kenntnisse mit anderen zu teilen, Futterneid ist mir fremd. Aber der Zerstörung von Naturaufschlüssen oder der Beeinträchtigung von fremden Grundstücken möchte ich halt keinen Vorschub leisten.

Gruß Michael

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