zu: "Mit Stacheln und Anhängen: Trilobiten aus Marokko&

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Andreas
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zu: "Mit Stacheln und Anhängen: Trilobiten aus Marokko&

Beitrag von Andreas » Samstag 19. Januar 2008, 00:51

http://www.steinkern.de/fossilien-aller ... rokko.html

BALDRIAN!! Ich brauche Baldrian!

Also mein lieber Namensvetter.... als du mich gefragt hast für dich den Bericht hochzuaden, hättest du mich ja auch mal warnen können. Bei jedem weiteren Bild wurde mir immer schwindeliger. Ich kann nicht mehr!

Und weißt du, was das schlimmste ist? Man fühlt sich jetzt als Jurasammler so wertlos :oops:

Kurzum: Klasse Bericht, einfach genial zu sehen, was es da für verrückte Formen gibt und Hut ab vor der Präparationsleistung. Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie man so etwas bewerkstelligt!

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juniper
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Beitrag von juniper » Samstag 19. Januar 2008, 04:33

Danke, Andreas!
Welch ein Augenschmaus - man wünscht sich die Bilder in 3000 Pixel Breite :roll:

Ein schöner Beitrag, der uns die Formenfülle und erzielbare Präparationsqualität marokkanischer Trilobiten exemplarisch vor Augen führt. Die Stücke mit freigestellten Stacheln - oder, nicht minder schwierig, mit den in Matrixstegen gehaltenen Stachelreihen - nötigen einem ganz schön Respekt ab. Selten, daß diese Schätzchen mal ihre Sicherheitsbehausung in der Jousie-Box verlassen dürfen :shock:

Die spektakulären Burschen - Walli, Quadrops, Koneprusia usw., erst recht die selten unverfälschten Kolihapeltis und Dicranurus - sind eine Klasse für sich.
Fast unbemerkt bleibt, daß eine schon eine „schlichte” Scutellum (Cavetia) anspruchsvoll zu bearbeiten ist, weil deren dünne Schale besonders ungnädig auf kleinste Treffer reagiert... Da sind die „dicken” Proetiden oder Phacopiden gutmütigere Kerlchen, und gleichfalls interessant anzusehen :top:

Für mich macht jedoch die 70mm-Harfe die allermeiste Musik :P , was nicht nur dem Begleitorchester geschuldet ist (gemeint ist natürlich die Harpes-Multistufe mit dem außergewöhnlichen, natürlich-rostbraunen großen Individuum).

Es gibt sicher nicht viele Sammlungen, die so umfangreich die ganze Stachelarmada in so guter Qualität vorweisen können 8) Die delikaten Unterschiede an Koneprusia machen eher nebenbei deutlich, wie wichtig die Verwendung tauglichen Fundmaterials für die Beschreibung und Aufstellung valider Arten ist.
Man sollte auch nicht vergessen, daß es sich bei Trilobiten um Gliedertiere handelt, und nicht etwa um zergliederte Tiere, auch wenn dies eher dem „Normalfall ” ihrer fossilen Überlieferung entspricht.

lg.Klaus

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Miroe
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Beitrag von Miroe » Samstag 19. Januar 2008, 08:02

Servus Andreas,

da bleibt mir die Spucke weg!
Ich habe nun ja keine Ahnung von Trilobiten (fasziniert haben mich die Biester allerdings schon immer), aber vielleicht erschlagen mich die tollen Bilder gerade deshalb umso mehr.

Vielen Dank für den klasse Artikel!

Michael

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Paul Winkler
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Beitrag von Paul Winkler » Samstag 19. Januar 2008, 09:17

Hi Andreas!

Als jemand, der zu Fossilien hauptsächlich über deren fantastische Sculpturen Zugang hat, gibt's hier Vollbedienung! Vielen Dank! Vor ein paar Jahren gab's auf den Münchener Mineralientagen im Rahmen einer Sonderausstellung mal ähnliches Material zu sehen, was mich, (obwohl ich zu der Zeit eher was mit Mineralien am Hut hatte,) voll begeistert hat. Für solche Stücke müsste die Möglichkeit einer 3-D-Animation bestehen. Das wäre dann der Overkill!

Liebe Grüsse Paul
Zuletzt geändert von Paul Winkler am Samstag 19. Januar 2008, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Thomas_ » Samstag 19. Januar 2008, 10:25

Aus den vielen wirklich tollen Berichten der letzten Zeit ragt dieser sicher noch mal etwas raus. Das nenn ich mal eine gelungene Sammlung, von der Präparationsleistung einmal ganz abgesehen!

Dem Wunsch nach größer würde ich mich ansschliessen. Wir könnten die besten Bilder deiner Wahl im Vollformat auf den Server laden und als links in den Bericht einbauen. Wärst du damit einverstanden?

Die Sache mit 3D wird schon schwerer. Dazu braucht man einen 3D-Scanner auf Laserbasis. Die Dinger sind nicht mehr unerschwinglich und vielleicht eines Tages......... Wenn einer von uns so ein Ding in Reichweite hat, dann sollten wir einige der Extremstücke aus diesem Bericht in die engere Wahl für ein paar Veresuche nehmen :)

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Beitrag von Lybyman » Samstag 19. Januar 2008, 18:04

Einfach nur Wunderschön :!: :shock:

Mir fehlen derweil auch die passenden Worte sofern man so etwas überhaupt mit Worten beschreiben kann........

Vielen Dank Andreas !

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Beitrag von Miroe » Samstag 19. Januar 2008, 18:44

Jo, 3D wäre schön!

Mir würden Anaglyphen vorerst auch schon genügen.

Ich habe heute mal einen 08/15 Trilo aus Marokko vor das Objektiv gelegt und daraus eine Anaglyphen-Aufnahme gebastelt - ist halt ziemlich platt. Nicht auszudenken, wie ein Gabelstapler wirken möchte.

Jetzt aber raus mit den Rot-Cyan-Brillen!

Beste Grüße
Michael
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Trilo_Ana_05_a.jpg
Trilo_Ana_05_a.jpg (207.91 KiB) 13360 mal betrachtet

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Nico
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Beitrag von Nico » Samstag 19. Januar 2008, 23:28

unfassbar :shock:

Danke Andreas, für diesen Beitrag!!

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Karsten
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Beitrag von Karsten » Sonntag 20. Januar 2008, 18:27

Auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen tollen Bericht!

Da bekomme ich als Lias Sammler Lust mal in die Eifel zu fahren und Trilobiten zu suchen...
Grüße aus Kirchhellen,
Karsten

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Bellerophon
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Beitrag von Bellerophon » Montag 21. Januar 2008, 06:14

@Karsten
Karsten hat geschrieben:Da bekomme ich als Lias Sammler Lust mal in die Eifel zu fahren und Trilobiten zu suchen...
Ja dann ma los, bald krabbeln sie wieder...



@Andreas: Das sind ja ganz bombastische Teile :shock: , mir ist ganz schlecht geworden. Und die ganze Arbeit! Ich hab ja schon Probleme, meine paar Funde abzuarbeiten, aber die Stachelteile sind ja um Lichtjahre von dem entfernt, womit ich mich beschäftige. Was ich mich frage: wie präparierst du die Biester eigentlich? :noidea: Und wie lange brauchst du für so eine Koneprusia? Ich habe irgendwo mal gehört, das marokanische Material wäre sehr "widerstandsfähig". Hast du neben der Präparation eigentlich noch Zeit für Essen und Schlafen?
Beste Grüsse
Helmut

sigillaria
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Beitrag von sigillaria » Montag 21. Januar 2008, 08:58

Ich fass es nicht, mir bleibt die Spucke weg. Meine Stücke kommen mir jetzt stümperhaft vor im Vergleich zu diesen Meisterwerken.

Danke für den Superbericht.

Interssant fände ich mal, die Präparation eines solchen Exemplares von Anfang an darzustellen, da könnten solche Dilletanten wie ich sicher viel lernen.

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Stephan
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Beitrag von Stephan » Montag 21. Januar 2008, 09:52

Hallo Andreas,
es ist der Wahnsinn, was die Natur für extreme Arten hervorbringt :shock: und was ein guter Präparator da alles "rauskitzelt".

Hab mich mit dem marokkanischen Material bissher nicht beschäftigt, aber ich glaube ich möchte unbedingt demnächst nach Nordafrika reisen :wink:

Beste Grüße, Stephan
Fossiliensammeln, ich kann jederzeit damit aufhören, ährlisch!

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alsimera
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Beitrag von alsimera » Montag 21. Januar 2008, 13:27

Hallo zusammen,
...es ist der Wahnsinn, was die Natur für extreme Arten hervorbringt und was ein guter Präparator da alles rauskitzelt"
hat Stephan geschrieben, dabei würde ich eher sagen, es ist der Wahnsinn was die Natur für Präraratoren aus einem Menschen herauskitzelt.

Angesichts solcher Ergebnisse möchte man vor dem Präparator auf die Knie fallen um etwas von seinem Schatten abzubekommen.

Bei den meissten "Normalsterblichen" wäre vermutlich die Großzahl der Stacheln flöten gegangen bevor das Ergebnis nur halb so gut war.

Man kann nur gratulieren und seinen Respekt für die geleistete Arbeit zollen.

Nebenbei sollte man nicht vergessen vor allem Andreas (für diesen Bericht) und auch allen anderen zu Danken, die es möglich machen, dass wir alle in den Genuß kommen diese Bilder und Berichte auf der HP zu sehen und zu lesen.

Gruß

Ralph

P.S. Wenn ich das sehe, bin ich davon so weit weg wie der "Ötzi" von elektrischem Strom.
wenn die menschen nur über das redeten, was sie auch wirklich verstehen, dann wäre es sehr ruhig auf der welt!

http://www.bueroaktiv365.de

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