Bundenbachfossilien

Dieses Forum dient zur Diskussion über alle auf www.steinkern.de veröffentlichten redaktionellen Berichte. Wir bitten darum, beim Starten eines Beitrags den entsprechenden Link zum Bericht zu setzen.

Moderator: Sönke

tom
Mitglied
Beiträge: 228
Registriert: Dienstag 25. April 2006, 18:59

Bundenbachfossilien

Beitrag von tom » Donnerstag 13. Dezember 2007, 21:20

Bezieht sich auf ...
einen leider aus guten Gründen auf Bitten des Autors aus dem Internet entfernten Sammlungsbericht.
[Edit by Sönke, 4. Juni]

_____________________


Hallo Axel,

tolle Bilder von schönen Fossilien hast Du da eingestellt. Auch wenn das Devon sonst so gar nicht meine Richtung ist, gefallen mir Deine "Viecher" doch sehr. Handelt es sich um Deine Sammlung, bzw. wo kann man solche Funde sonst bestaunen?.

Viel Grüße
Thomas

Benutzeravatar
Lybyman
Redakteur
Beiträge: 837
Registriert: Mittwoch 8. November 2006, 18:20
Wohnort: Uelsby
Kontaktdaten:

Beitrag von Lybyman » Donnerstag 13. Dezember 2007, 22:23

Hallo Thomas,

ist korrekt.Ich habe diese Stücke über einen sehr langen Zeitraum zusammengestellt und die meisten Fossis von einigen Profis bekommen die sich in Sachen Bundenbach bestens auskennen.

Ich habe aber nun schon des längeren einen Schlußstrich drunter gezogen da leider wie beschrieben es kaum noch Material gibt.Wirklich sehr schade drum :cry:

Vielen Dank für Deine Antwort !

Schönen Gruß,

Axel

Benutzeravatar
Steinkautz
Redakteur
Beiträge: 4028
Registriert: Montag 7. Mai 2007, 11:39
Wohnort: Singapur

Klasse!!!

Beitrag von Steinkautz » Freitag 14. Dezember 2007, 00:10

Hallo Axel,

ich kann nur sagen: WOW!! Da sind wirklich tolle Stücke bei! Seelilien, Seesterne, Panzerkrebse..Klasse! Für den Kenner auch ne Qualle ;-)
Diese Stücke in Verbindung mit Deinen Krabben...Mann mann mann! Da muss man Dich ja mal in Deinem Heim-Museum besuchen kommen?!

Besten und leicht neidischen Gruß

René

Benutzeravatar
juniper
Mitglied
Beiträge: 570
Registriert: Sonntag 19. August 2007, 23:09
Wohnort: Aschaffenburg

Beitrag von juniper » Freitag 14. Dezember 2007, 03:16

Hi Axel

vielen Dank für das schöne Bundenbach-Bilderbuch, das du uns beschert hast. Da hast du ja eine richtige Breitseite „abgefeuert”, fast das ganze Panorama. Was mich freut ist, daß der Furcaster decheni (mit der kleinen Ophiurina) in deiner Sammlung nicht alleine ist :)

Ich gestehe, daß ich schon länger am Thema Buba arbeite. Ich kann aber noch nicht sagen, wann ich etwas für die hp fertig haben werde (berufliche Auslastung, ich bin Grafiker, kein Paläontologe). Solche Schätze wie Holothurien werde ich leider nicht bieten können (Fische sind häufiger gefunden worden :( ) - dafür soll es aber zum schönen Bild auch entsprechend aufbereitete Texte geben. Denn nicht nur die Fossilfundstelle Bundenbach ist am Erlöschen, sondern auch die Verfügbarkeit von Literatur. Und ohne Hintergrundwissen sind die besten Fossilien höchstens „nett anzusehen” - das wird gerade diesem Material einfach nicht gerecht.

Museums-Ausstellungen:
Das Schloßparkmuseum Bad Kreuznach beherbergt eine vormals private Sammlung mit ein paar extrem seltenen Objekten (Cheloniellon calmani, Kentrospondylus decadactylus).
Das Senckenbergmuseum in Frankfurt/Main besitzt eine sehr umfangreiche Sammlung (u.a. aus der wissenschaftlichen Tätigkeit der RICHTERs und viele weitere Stücke), jedoch kann ich mich nicht an eine Ausstellung erinnern (ich muß dem Museum mal wieder einen Besuch abstatten).
Auch im Deutschen Bergbaumuseum, Bochum werden Hunsrückschieferfossilien aufbewahrt.
Das NHM Mainz verfügt über eine wissenschaftliche Sammlung (nicht öffentlich zugänglich) mit Stücken von zum Teil erlesener Präparationsqualität. Einige sind aber auch ausgestellt. Gerüchteweise wird über einen umfangreicheren Ausstellungssaal zum Thema nachgedacht, was dem Material mehr als angemessen wäre. Hier gilt derzeit das Prinzip Hoffnung.

@Axel: ein kleines erratum (Tippfehler):
der Trilobit heißt "Asteropyge sp.” (nicht "-pyghe", auch wenn P.H. das auf seiner Homepage so geschrieben hat ;) ). Die Anführungszeichen gehören zum Namen, da die Bezeichnung, nach neuerer Lesart, nicht mehr für die Trilobiten dieser Fundstelle zutrifft. Die Unterscheidung zu Rhenops ist diffizil.

Der Seestern Urasterella verruculosa LEHMANN, 1957 wurde in einer Neubearbeitung (2007) aufgrund der Analyse des Skelettbaues zu der schon früher aufgestellten Gattung Bdellacoma gestellt, wäre also nach neuestem Veröffentlichungsstand als Bdellacoma verruculosa (LEHMANN, 1957) zu bezeichnen.
Sogar der weltweit bekannteste Name für einen Phyllocariden, Nahecaris JAEKEL, 1921 wurde schon eingezogen (2002, Nahecaris ein jüngeres Synonym zu Dilophaspis TRAQUAIR in WALTHER, 1903).

Wenn auch der Nachschub an Fossilien versiegt, bleibt die Forschung an Hunsrückschiefermaterial weiter spannend.

Welch ungemein feine Details erhalten sein können, mag dieses Beispiel eines Mimetaster hexagonalis (GÜRICH, 1931) illustrieren. Man sieht auf die ventrale Seite mit den Beinchen und den winzigen büschelförmigen Anhängen, die als Atmungsorgane interpretiert werden. Die weihnachtssternartigen Ausleger gehören zur Panzeroberseite (daher der Name „Scheinstern”). Bildbreite ca. 32mm.

lg.Klaus
Dateianhänge
KB-9482-Mimi.jpg
Mimetaster hexagonalis (GÜRICH, 1931), Ansicht der Bauchseite
KB-9482-Mimi.jpg (159.32 KiB) 12906 mal betrachtet

Benutzeravatar
amaltheus
Redakteur
Beiträge: 5067
Registriert: Freitag 1. April 2005, 08:48
Wohnort: Schwäbische Alb

Beitrag von amaltheus » Freitag 14. Dezember 2007, 08:34

Hallo Axel,

Du hast wirklich tolle Fossilien !!

Schade nur, dass man auf den Bildern so wenig Details erkennen kann.
Ist es vielleicht möglich, dass man die Bilder hier im Forum (oder woanders)
nochmals hinterlegt, um diese in besserer Auflösung (vielmehr größer)
zu sehen !??

Die Frage geht jetzt zuerst an die Admins und dann an Dich (falls Du dazu breit bist !?)

Gruss Thomas

Benutzeravatar
andrue
Redakteur
Beiträge: 1072
Registriert: Samstag 11. Juni 2005, 22:00
Wohnort: Magdeburg

Beitrag von andrue » Freitag 14. Dezember 2007, 12:37

hi Axel,
ich überlege noch,welches Stück ich mir aussuchen würde :wink: Den Nahecaris stürtzi oder die "Spinne"; a propos Spinne; wie groß ist der Palaeoisopus? Das scheint ja für Bundenbach Verhältnisse eine sehr große ungebrochene !!! Platte zu sein.
In jedem Fall ein Vergnügen zu sehen,daß solche Stücke nicht nur in Institutskellern vorhanden sind.

Andreas

Benutzeravatar
juniper
Mitglied
Beiträge: 570
Registriert: Sonntag 19. August 2007, 23:09
Wohnort: Aschaffenburg

Palaeoisopus

Beitrag von juniper » Freitag 14. Dezember 2007, 15:15

Hi Andreas

selbstverständlich bin ich auch verschärft auf Axels Antwort gespannt 8)

Nach meinem Gefühl scheint es eine schnuckelig kleine Palaeoisopus zu sein. Da wäre eine "richtige" Nahaufnahme interessant (hier im Forum gehen immerhin Bilder bis 680x680 Pixel, das habe ich oben mit dem Mimi ausgereizt. Da kann man schon ’bisserl was drauf erkennen).

Große Palaeoisopus, die ihre vorderen Ame ganz breit auseinanderstrecken, können 30 bis 40 cm Spannweite erreichen!

lg.Klaus

Benutzeravatar
Lybyman
Redakteur
Beiträge: 837
Registriert: Mittwoch 8. November 2006, 18:20
Wohnort: Uelsby
Kontaktdaten:

Beitrag von Lybyman » Freitag 14. Dezember 2007, 15:19

Hallo,

@ Rene'
warum denn nicht ? Wäre doch auch langweilig wenn man sich die Fossis ständig alleine anschauen müßte,oder ? :wink:

@ Klaus -
Danke für den Hinweis ich hab den Tippfehler behoben.Mit der Literatur sieht es tatsächlich Mau aus.Längst vergriffende Werke von einer Hand voll hartnäckigen Liebhabern - und ich finde es absolut erstaunlich das sich das Ausland mehr um Publikation bemüht hat als es bisher wohl im eigenem Lande geschehen ist.Es gibt sogar Arten - längst ausgestorbende Lebensformen -zb. die Flachtiere von denen man noch nicht mal so genau weiß wo überhaupt vorne und wo hinten ist.Eine Neubearbeitung ist schon seit langen also mehr als überfällig.So etwas nennt sich dann eine Fundstelle von Weltgeltung made in der BRD.
Wenigstens wurde das Projekt Nahecaris noch ins Rollen gebracht und somit bleibt es tatsächlich weiterhin spannend.....

@ Thomas -
Vielen Dank !
in der Tat habe ich auf eine bessere Bildauflösung und auch auf eine Größenangabe der Fossilien verzichtet da dieser Beitrag nur einen ersten Eindruck auf Bundenbachfossis vermitteln soll.Hinzu kommt noch das diese Fossilien wahnsinnig schwer zu fotographieren (zumindestens mit meinen Mitteln ) wie auch Vitrinenmäßig zu beleuchten sind.Ist eine echte Herausforderung ! Falls die Admins bessere Fotos haben möchten werde ich es natürlich gerne versuchen.

@ Andreas
da muß ich Dich wohl entäuschen !? Klaus Dein Tip grade war ein echter Volltreffer :lol:

Die Asselspinne ist ein nahezu komplett erhaltenes Baby und man grade 6,5 cm groß bzw lang........

Schönen Gruß,
Axel
Zuletzt geändert von Lybyman am Freitag 14. Dezember 2007, 17:15, insgesamt 4-mal geändert.

Benutzeravatar
Fischfreund66
Mitglied
Beiträge: 1018
Registriert: Samstag 15. Oktober 2005, 14:03
Kontaktdaten:

Beitrag von Fischfreund66 » Freitag 14. Dezember 2007, 15:25

Hallo Axel,

da hast du ja wieder mal ne Bombe platzen lasses.

Ersteunt bin ich über die gute Erhaltung auch von Weichtieren ?
Quallen und Seegurken sind ja nicht die Typischen Fossilien die erhalten bleiben.
Mit freundlichen Grüßen

Christoph

Benutzeravatar
Miroe
Redakteur
Beiträge: 3121
Registriert: Freitag 8. April 2005, 05:11
Wohnort: Mittelbaiern, bei Regensburg

Beitrag von Miroe » Freitag 14. Dezember 2007, 16:32

Servus Axel,

schööön!
Der Bildbericht gefällt mir sehr gut, er zeigt Einblicke in eine mir ziemlich unbekannte Welt.

Herzlichen Dank und beste Grüße
Michael

Benutzeravatar
Sönke
Administrator
Beiträge: 13525
Registriert: Freitag 1. April 2005, 21:08
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:

Beitrag von Sönke » Freitag 14. Dezember 2007, 18:44

Hallo Axel!

Bei zwei, drei ausgewählten Stücken könnte man schon mal eine Version mit höherer Auflösung hochladen. Vor allem bei dem ein oder anderen größeren Objekt (Seelilie) wäre das lohnend. Ggf. maile mir einfach noch die Bilder und sag' mir wo ich sie via Link im Beitrag einbauen soll.
Natürlich könnte man auch von der Möglichkeit Gebrauch machen hier im Forumsbeitrag ein paar Detailausschnitte einer Krone o.ä. reinzusetzen.

Zum Bericht habe ich mich ja schon geäußert. :wink:

Gruß
Sönke

Benutzeravatar
juniper
Mitglied
Beiträge: 570
Registriert: Sonntag 19. August 2007, 23:09
Wohnort: Aschaffenburg

Beitrag von juniper » Freitag 14. Dezember 2007, 20:26

Hi Axel
ich weiß leider nicht, ob das Projekt Nahecaris noch „lebt” :(
Es wird aber weiter Detailforschung betrieben, zum Beispiel im Hinblick auf die eher unspektakulären Fossilien, die uns aber viel über die Ökologie des damaligen Lebensraumes verraten können, z.B. grabende Würmer, Tentakuliten(-Anhäufungen), Brachiopoden und vieles andere mehr. Gerade bei den Armfüßern wäre eine Aufarbeitung sehr wünschenswert.

@Christoph
Die Weichkörper-Erhaltung ist wirklich bemerkenswert (wenn auch in jüngerer Zeit heftig kontrovers diskutiert), wie sich an den Funden von Segelquallen, Ringelwürmern, Gliedmaßen bei Trilobiten und anderen Arthropoden, oder den Hautoberflächen und Ambulacralfüßchen von Sterntieren gut beobachten läßt. Überhaupt ist die gesamte Echinodermenfauna fast irreal gut erhalten, z.B. Sterntiere, Seelilien, Pelmatozoen, Seegurken. Ausnahme sind die extrem seltenen Seeigel.
Leider hat auch der Hunsrückschiefer bisher kein vollständiges (Früh-)Ammonitentier geliefert. Wahrscheinlich sind hier nur die Schalen bereits verendeter Tiere eingebettet worden. Mit geringen Ausnahmen liefert der Fossilbefund nur Benthos (also bodenbewohnende und grabende Lebewesen), sogar die Fische sind ja bodengründelnde Formen. Welche Lebewesen sich im Freiwasser getummelt haben, können wir uns nur in unserer Phantasie ausmalen. Immerhin sind Reste von räuberischen Fischen bekannt, die auf Körperlängen von bis zu 2 Meter schließen lassen.
Meiner Ansicht nach sind die "halben" Orthoceraten (nur das hintere Ende, oft mit nicht identifizierbaren Weichteilstrukturen) Fraßreste, die in den höheren Wasserschichten erbeutet und dann abgebissen zu Boden gesunken sind - analog zu den zahlreichen Tintenfisch-Resten, die man aus den Solnhofener Plattenkalken kennt. Da fehlt auch häufig der (schmackhafte ?) Vorderkörper, während das schwergewichtige Hinterteil mit dem Rostrum in die Tiefe gesunken ist, wo es als Fossil bis heute überliefert ist.
Koprolithen in unterschiedlichen Größen belegen ja auch, daß da offenbar recht ordentlich gefuttert wurde...

lg.Klaus

Dirk
Mitglied
Beiträge: 588
Registriert: Dienstag 11. April 2006, 18:46
Wohnort: An der Flensburger Förde

Beitrag von Dirk » Samstag 15. Dezember 2007, 16:19

Hallo Axel,

es sind wirklich beeindruckende Stücke, die du uns hier präsentierst.
Ich kann mich den Anderen nur anschliessen: Grosse Klasse!
Wenn ich Dir beim Fotografieren Deiner Bundenbachfossis helfen kann, lass es mich wissen. Vielleicht können wir ja noch das eine oder andere Detail "herauskitzeln"...

Gruss Dirk

Benutzeravatar
Lybyman
Redakteur
Beiträge: 837
Registriert: Mittwoch 8. November 2006, 18:20
Wohnort: Uelsby
Kontaktdaten:

Beitrag von Lybyman » Samstag 15. Dezember 2007, 18:37

Hallo Dirk,

da bin ich ja mal gespannt ob die Bundenbacher überhaupt kitzelig sind :wink:
Vielen Dank für Dein Angebot !

@Klaus
tolle Erklärung und man merkt gleich das Du vom Fach bist!
Wenn Du Deine Bericht schreibst kann ich dir gerne,wenn Du möchtest,neues bzw. besseres Bildmaterial zur Verfügung stellen.

@ Christoph
Danke für's nette feedback !

Schönen Gruß,
Axel

Benutzeravatar
juniper
Mitglied
Beiträge: 570
Registriert: Sonntag 19. August 2007, 23:09
Wohnort: Aschaffenburg

Beitrag von juniper » Samstag 15. Dezember 2007, 22:40

Hi Axel
das Angebot, auf Stücke/Bilder von dir zurückgreifen zu können, werde ich gerne annehmen. Ich melde mich, wenn es spannend wird :)

Du hast völlig recht, daß die schwarzen Schieferplatten in der Vitrine und auch beim Fotografieren schwierig ins Licht zu stellen sind.
Sonnenlicht ist fürs Foto wegen der Lichtfarbe ideal. Es geht aber auch mit Kunstlicht, was den Vorteil hat, daß man in Ruhe nach der richtigen Streiflicht-Richtung (links, rechts, mehr von oben oder seitlich usw.) suchen kann. Ein gutes Bild entsteht ja zuerst im Kopf, bzw. beim Anschauen des Originals.
Die Technik ist nur Hilfsmittel - es braucht keine wer-weiß-wie umfangreiche Fotoausrüstung.

Anbei ein Bildchen von meinem improvisierten "Studio". Der Kunstleder-Sitzsack liefert den von mir bevorzugten dunklen Hintergrund, außerdem läßt er sich in verschiedene Formen zurechtdrücken, sodaß die Fossilien gut plaziert werden können.
Als Lichtquelle dient ein handelsüblicher 300 Watt Halogen-Deckenfluter (Vorsicht: Heiß!), die Kamera ist manuell auf Lichtfarbe 2800 K eingestellt (Einstellmöglichkeit hängt vom Kameramodell ab). Damit habe ich v.a. bei den extrem neutral-grauen Bundenbachplatten beste Erfahrungen gemacht, es ist keine nachträgliche Farbkorrektur in Photoshop nötig :D
Wenn die Schatten zu hart oder zu schwarz werden, verwende ich zum Aufhellen eine Styroporplatte als Reflektor. Mit Digitalfotographie kann man da schöne Experimente machen.

Ohne Stativ ist aber kaum was möglich, weil je nach Blende ziemlich lange Belichtungszeiten entstehen, oft 2 bis 16 Sekunden (räumliche Objekte, z.B. Korallen- oder Ammonitenstufen usw. benötigen große Schärfentiefe, also am besten Blende 22-32 wählen).

Als Fotomodell diente ein Furcaster decheni, der heftig+verlustreich verspalten ist. Er wäre für einen Sammler, der nur auf „schöne Stücke” aus ist, völlig uninteressant. Die Nahaufnahme offenbart jedoch eine Feinstruktur, die den Stern nicht nur zu einem würdigen Foto-Objekt, sondern auch als wertiges Sammlungsstück qualifiziert. Man muß halt wissen was man sieht.
Bildbreite ca. 70mm

lg.Klaus
Dateianhänge
KB-0382-F_decheni.jpg
Furcaster decheni (STUERTZ, 1886) mit starker Bestachelung und Madreporit, links das Facettenauge eines zermatschten Chotecops
KB-0382-F_decheni.jpg (161.09 KiB) 12875 mal betrachtet
Fotosituation.jpg
improvisiertes Studio mit 1 Lichtquelle, Weißabgleich manuell 2800 K
Fotosituation.jpg (60.67 KiB) 12872 mal betrachtet

Antworten

Zurück zu „Berichte der Homepage“