Nachpräparation unter ästhetischen Gesichtspunkten

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Moderator: Sönke

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amaltheus
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Nachpräparation unter ästhetischen Gesichtspunkten

Beitrag von amaltheus » Donnerstag 27. Februar 2014, 12:40

Betrifft Beitrag:
http://www.steinkern.de/fossilien-aller ... nkten.html

Hallo Sönke,
die Nachpräparation hat sich voll und ganz gelohnt.
Geht natürlich nur wenn man in "jungen" Jahren das Stück nicht kaputt präpariert hat.

Ich kann nur jedem Neueinsteiger empfehlen, ein Objekt lieber halb- oder unpräpariert liegen zu lassen vorallem
aber rechtzeitig mit der Präparation aufzuhören bevor es kaputt präpariert ist.

Mit der Zeit schafft man sich neue Werkzeuge an - und das eigene Geschick entwickelt sich auch.

Wer dann noch solche Schätzchen im Regal hat ... ist gut bedient.

Gruß Thomas

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Sönke
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Re: Nachpräparation unter ästhetischen Gesichtspunkten

Beitrag von Sönke » Donnerstag 27. Februar 2014, 20:05

Danke Thomas!

An Deinen Worten zum späten Präparieren ist viel Wahres dran!

Ich habe selbst ein paar Stücke zu früh und mit ungeeignetem Werkzeug präpariert. Zum Glück ist nichts darunter, wo ich sagen würde, dass es ein absoluter Ausnahmefund gewesen wäre (spontan fällt mir eine Stufe mit fünf Pleuroceraten aus Kalchreuth ein, die dem Meißeln von Hand einfach nicht gewachsen waren). Ein paar Stücke sind sicherlich suboptimal geworden, unter anderen Umständen stünden sie heute vielleicht in der Vitrine und nicht auf dem "Abschiebebahnhof". Deinem Appell kann ich mich insofern nur anschließen, jedoch mit dem zusätzlichen Bemerken: das beste Werkzeug hilft nicht viel, wenn man nicht vorher schon Erfahrungen in der Präparation gesammelt hat. Ganz ohne "Opfer" geht das wohl nur in den seltensten Fällen ab. Aber bei besonders wertvollen und unwiderbringlichen Stücken sollte man auf jeden Fall abwarten oder die Hilfe von Profis in Anspruch nehmen.

Noch heute wird nicht jedes Stück optimal bei mir, aber es gibt eben auch Material, das ganz bescheiden zu präparieren ist. Perfekt dreinschauende Ergebnisse sind dann kaum möglich. Und dann hat man mal wieder ein Stück, welches besser trennt, z.B. durch ideale Anwitterung, und erreicht mit einem Hammerschlag das, was mit Millionen Stichelschlägen nie erreichbar ist.

In dem Sinne wünsche ich allen viel Erfolg beim "Präppen" oder gleich den "Lucky split" im Fundort - mit letzterem sollte man sein Glück aber auch nicht überstrapazieren. :wink:

Viele Grüße
Sönke

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Wolfgang
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Re: Nachpräparation unter ästhetischen Gesichtspunkten

Beitrag von Wolfgang » Donnerstag 27. Februar 2014, 21:03

Servus

Habe mittlerweile fast meine kompletten Vitrineninhalte nachpräpariert.
Mit der Zeit wächst eiinfach das Können und die Routine, außerdem wird im Normalfall auch das Equpment immer professioneller.
Manchmal ärgere ich mich sogar, dass Stücke von mir die mittlerweile meinen Ansprüchen der Präparation nicht mehr gerecht werden, irgendwo abgebildet sind.

Beste Grüße
Wolfgang
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Re: Nachpräparation unter ästhetischen Gesichtspunkten

Beitrag von primigenius » Donnerstag 27. Februar 2014, 21:47

Hallo Wolfgang,

das kann ich absolut nachvollziehen, geht mir genauso.
Grüße aus dem Hexental
Emil

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schdeidel
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Re: Nachpräparation unter ästhetischen Gesichtspunkten

Beitrag von schdeidel » Freitag 28. Februar 2014, 09:04

Manchmal ärgere ich mich sogar, dass Stücke von mir die mittlerweile meinen Ansprüchen der Präparation nicht mehr gerecht werden, irgendwo abgebildet sind.
Das ist mal Klagen auf hohem Niveau ;) :D


Beste Grüße
schdeidel
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