Präparation eines Mesolimulus walchi

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Moderator: Sönke

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Freakshow
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Präparation eines Mesolimulus walchi

Beitrag von Freakshow » Montag 30. Mai 2011, 17:44

Gelungene Arbeit! ein Limulus ist manchmal deutlisch schwieriger als es scheint! Schöne Arbeit Falk!

Hier der Link:
http://www.steinkern.de/praeparation-un ... alchi.html

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Pseudodusa
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Beitrag von Pseudodusa » Montag 30. Mai 2011, 18:08

Respekt Falk !! :top:

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Tapir
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Beitrag von Tapir » Montag 30. Mai 2011, 18:10

Netter Bericht. Schaut man auf die Hangend- oder die Liegendplatte?
Glück auf!

Johannes Kalbe

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"Tante Erna hingegen war fest davon überzeugt, dass das Ende bereits hinter uns lag. Und alles, was wir heute sehen, ist nur noch das was übrig geblieben ist." (KUM2020)

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

Two down. Four to go.

dominik
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Beitrag von dominik » Montag 30. Mai 2011, 18:21

Wirklich schön geworden - der Kleine. :top:
Gruß dominik

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Thomas_
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Beitrag von Thomas_ » Montag 30. Mai 2011, 19:18

Wirklich toll das Teil!

60 Stunden Arbeit, immer wieder Wahnsinn was man so in sein Hobby an Zeit investiert. Das muß ein sehr guter Freund sein :wink:


Thomas

reinhardt
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Beitrag von reinhardt » Montag 30. Mai 2011, 19:44

Tapir hat geschrieben:Netter Bericht. Schaut man auf die Hangend- oder die Liegendplatte?

Hallo,

die Fossilien liegen doch zumeist auf der Unterseite (hangend) der Platten, der Limulus ist auch (denke ich) von unten zusehen oder irre ich hier?

Gruss

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juniper
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Beitrag von juniper » Montag 30. Mai 2011, 20:46

Hallo Reinhardt

Die Beule im Fundzustand täuscht zwar eine Ventralseite vor, doch dieser Limulus ist in Rückenansicht zu sehen. Ich meine, sogar zwei bis drei Stachelspitzen aus der ungepräppten Oberfläche herausragen zu sehen.
Besonders beim Bild vom anpräparierten Zustand kann man gut erkennen wie er sich nach oben "buckelt".

Dieses Fossil liegt in der Schicht. Ob man das hangend (quasi falschherum) oder liegend (wie beim tatsächlichen Blick auf den Meeresboden) freilegt, hängt beispielsweise von der zu erwartenden "besseren Seite" und der Nähe zur Steinoberfläche ab.
Ein Limulus meiner Sammlung (Profipräparat) passte so genau in die Schicht, dass die Platte von unten verstärkt werden musste, sonst würde er wie ein kleines Bratpfännchen herausbrechen :lol:

Was mich interessieren würde: das "rote Zeug" - konnte das identifizert werden? Da es wegpräpariert werden musste (also offenbar nicht nur auf der Oberfläche vorkam) kann man wohl eine Verunreinigung durch Zeitungspapier ausschließen (abgeriebene Druckfarbe haftet ganz vorzüglich auf Plattenkalk :evil: ).

lg.Klaus

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wasur
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Beitrag von wasur » Dienstag 31. Mai 2011, 12:45

Hallo,
in der Tat sieht man hier die Rückenansicht des Pfeilschwanzkrebses.
Was die Präparation von der Liegend- oder Hangendseite angeht, hängt das sehr vom Fundzustand, der Plattenstärke, des zu erwartenden Zeitaufwands und - für mich - von der Seltenheit des Fossils ab.
Grundsätzlich versuche ich immer, von der Hangendseite zu präparieren, da hier die Erhaltung meistens besser ist.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der vermeintliche "Hypsocormus" aus dem Atlas ( ID: 914 ), wo die Präparation von der Hangendseite her ungemein aufwändig war - bei so einem Stück ist der erhebliche Mehraufwand
auch nachvollziehbar, denke ich.
Was die roten Farbrückstände angeht, kann ich mir diese nicht so recht erklären. Auf dem ersten Bild ist der größte Teil schon mechanisch
wegpräpariert worden - es sind nur noch wenige Reste zu erkennen.
Grüße
Falk

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Freakshow
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Beitrag von Freakshow » Dienstag 31. Mai 2011, 13:53

Die Spuer rühren von Meißeln her die erwas verschmutzt in flachem Winkel über die Platte gleiten. Die Rotfärbung kommt zum Teil durch metallenen Abrieb zustande.

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Beitrag von Sönke » Dienstag 31. Mai 2011, 13:54

Hallo Falk,

nochmals besten Dank für den Bericht über die sehr gelungene Präparation!

Könnten die rötlichen Spuren von der Arbeit im Gelände - bevor der Krebs entdeckt wurde - stammen? Manchmal ergibt der Einsatz von baumarktfrischem Gerät, z.B. von Keilen mit Farbüberzug einen solchen Abrieb...

Viele Grüße
Sönke

PS: Da war Udo einen Tick schneller. :lol:

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Beitrag von Freakshow » Dienstag 31. Mai 2011, 14:04

reinhardt hat geschrieben:
Tapir hat geschrieben:Netter Bericht. Schaut man auf die Hangend- oder die Liegendplatte?

Hallo,

die Fossilien liegen doch zumeist auf der Unterseite (hangend) der Platten, der Limulus ist auch (denke ich) von unten zusehen oder irre ich hier?

Gruss
So wie es scheint schauen wir auf die Liegendseite des Steins.

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wasur
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Beitrag von wasur » Dienstag 31. Mai 2011, 17:15

Hallo Sönke,
hallo Freakshow,
mein erster Gedanke war auch: "Werkzeugspuren"... - als ich dann aber an das Entfernen ging, kamen mir doch Zweifel: Wie gesagt, das Zeug war wie enigebrannt und ließ sich nur äußerst schwer lösen.
Wir sehen die Rückenansicht des Pfeilschwanzes - es müsste sich also um die Liegendplatte handeln - es sei denn, das Tierchen ist mit demselbigen
zuerst im Sediment versunken.
Grüße
Falk

reinhardt
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Beitrag von reinhardt » Dienstag 31. Mai 2011, 19:36

Hallo,

wieder was gelernt :oops:

Gruss

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wasur
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Beitrag von wasur » Dienstag 31. Mai 2011, 20:05

Hallo,
grundsätzlich stimme ich "Junipers" Aussagen zu. In der Tat hängt es
bisweilen davon ab, in welchem Fundzustand sich das Fossil befindet - auch um abschätzen zu können, ob sich das Verhältnis von Präparationsaufwand und zu erwartendem Ergebnis überhaupt lohnt.
Die Wahl zwischen Hangend- oder Liegenplatte kann mitunter recht
schwierig sein, obwohl ich die erst genannte Möglichkeit - wenn überschaubar - immer bevorzugen würde.
Grüße
Falk

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