Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig!

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Moderator: Sönke

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Karsten
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Beitrag von Karsten » Sonntag 9. Januar 2011, 15:18

Ich habe meine Kartei in Excel-Listen gespeichert. Als Angaben habe ich so in etwa dasselbe wie meine Vorredner. Einige Namen habe ich über Hyperlinks mit den Bildern der entsprechenden Fossilien verknüpft.

Die Beschriftung der Fossilien erfolgt mittels relativ klein Ausgedruckten Sammlungsnummern, die ich an einer unscheinbaren Stelle an dem Stück anbrige.

Als Beispiel eine Asteroceras confusum aus dem Sinemurium von Charmouth mit der Nummer A 701 (Ammonoidea und fortlaufende Nummer).

Untergebracht habe ich meine Sammlung teilweise in selbstgebauten Schubladen mit selbstgemachten Pappschächtelchen. Hier habe ich teilweise auch Zettelchen mit den wichtigsten Informationen dabeiliegen.

Wenn weiteres Interesse zu den Schubladen oder den Schächtelchen besteht, meldet Euch...
Dateianhänge
Schublade.jpg
Schublade mit verschiedenen Promicroceras planicosta, Sinemurium, Charmouth
Schublade.jpg (74.13 KiB) 19405 mal betrachtet
Schubladen.jpg
Schubladen.jpg (64.43 KiB) 19407 mal betrachtet
A. confusum Rückseite.jpg
A. confusum Rückseite.jpg (71.51 KiB) 19405 mal betrachtet
A. confusum Vorderseite.jpg
A. confusum Vorderseite.jpg (62.86 KiB) 19405 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Karsten am Sonntag 9. Januar 2011, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus Kirchhellen,
Karsten

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Montibongo
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Montibongo » Sonntag 9. Januar 2011, 15:43

Stefan W. 12 hat geschrieben:Betrifft:
http://www.steinkern.de/fuer-sammelanfa ... endig.html

Welchen Aufwand man dabei betreibt, bleibt jedem selbst überlassen.
Der Zeitfaktor spielt dabei eine erhebliche Rolle! Aber: besser eine Dokumentation, als keine!

Glück auf! Stefan.
Problem: - A fossil without information is almost worthless. -

Lösung: http://www.trilobase.com/

auch auf Deutsch, gratis gegen Tausch, günstig (15 €) bei Kauf.
Hervorragend für alle Arten von Fossilien:
Systematik, Fundstellen, Literartur, Bilder; Dokumentation gestaltbar (Gruppenbildung)
Einfache Suchenfunktionen, und Drucken von Zusammenstellungen.

Sehr empfehlenswert, bei vertretbarem Aufwand.

Grüsse

Montibongo

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Stefan W. 12
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Beitrag von Stefan W. 12 » Sonntag 9. Januar 2011, 16:57

Hallo,

danke euch allen nochmal für euere Beiträge, man sieht, ihr gebt euch alle viel Mühe mit eueren Sammlungen und das ist gut so!

@ Montibongo: Die Trilobase, die du uns hier vorstellst ist natürlich dann die Krönung und sehr professionell! Danke für diesen Hinweis!

All die Anregungen, die Ihr hier zeigt werden sicher vielen helfen, die noch keinen geeigneten Weg für sich gefunden haben, wie sie mit ihrer Sammlungsinventarisierung umgehen sollen. Wichtig auch gerade für jüngere Sammler oder Anfänger.
Auch gut zu sehen, welche medialen Möglichkeiten es so gibt!
Wenn der Eine oder Andere die Wichtigkeit einer vernünftigen Erfassung der Sammlung erkennt und sich obendrein noch für sich selbst etwas heraupickt, so ist der Sinn dises Threads schon beinahe erfüllt, aber gerne können noch mehr Beispiele fogen! :wink:

LG Stefan. :D

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Montibongo
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Beitrag von Montibongo » Sonntag 9. Januar 2011, 17:32

Stefan W. 12 hat geschrieben:Hallo,

@ Montibongo: Die Trilobase, die du uns hier vorstellst ist natürlich dann die Krönung und sehr professionell! Danke für diesen Hinweis!

LG Stefan. :D
Für mich ist das nicht Luxus, sonder Notwendigkeit
Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig!
Ich würde eher sagen: "Sammlungskatalogisierung - Anfang zum Glück"



Hier meine Begründung:

Die Katalogisierung sollte zuerst einmal als Übersicht dienen, was man überhaupt hat. Falls man nur "beschränkt" sammelt, ist das nicht allzu schwierig.


Sobald aber alle fossilen Lebewesen vom Einzeller bis zum Säuger gesammelt werden, wird die Katalogisierung schon wichtiger. Solche Sammler sind dann meist "sekundäre" Sammler, welche Fossilien von andern Sammlern sammeln. In jedem Falle braucht es Informationen darüber, was überhaupt gesammelt werden soll. Selbst ein Bierdeckel-Sammler möchte eine vollständige Sammlung anlegen, was bei Fossilien kaum möglich ist, und braucht ein Inventar.

Meist wird aber eine selbstauferlegte Einschränkung gemacht: auf eine systematische Einheit (Klasse) einen Fundort, eine Zeitperiode. Was dann interessant ist, sind Quervergleiche. Was für Fossilien gibt es im z.B. im Tournaisium, wie war das Klima damals, warum sind die Crinoiden mit hoher Biodiversität aus Crafordsville so gut erhalten, wie sehen andere Funde aus, welche Literatur gibt es dazu? Dazu braucht es eine leistungsfähiges Programm, mit Literaturverwaltung und Bildern.

Da ich mich für "steinerne Geschichten" interessiere, wie in meinem ersten Beitrag in diesem Forum ausgeführt, sind solche Zusammenhänge unerlässlich um Geschichten erzählen zu können. Das steinerne Fossil (der "Steinkern" mit oder ohne Schalenerhaltung) wird dadurch weniger wichtig, es dient primär der Veranschaulichung, wie etwa die Ferienfotos der Erinnerung an die erlebten Landschaften.

Der "primäre" Sammler hat natürlich andere Ansprüche und eine einfache Liste kann genügen. Finderglück und Finderstolz sind seine Motivation weiter zu sammeln. Der Ästhet wird ein möglichst perfektes Fossil und die Präparation in den Vordergrund stellen.


:D

Jedem Pläsierchen sein Tierchen!

Gruss

Montibongo

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melano
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Koordinaten

Beitrag von melano » Sonntag 9. Januar 2011, 18:12

Servus Sönke,

Du schriebst, dass sich die Koordinaten über Google-Maps ermitteln lassen.
Ich dürfte leider zu blöd dazu sein.
Gibts bei Dir eine " Einschulung " oder sonst einen guten Tipp
wo man es im www erfährt ?

Vielen Dank und Gruß,
melano

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Tapir
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Re: Koordinaten

Beitrag von Tapir » Sonntag 9. Januar 2011, 18:20

melano hat geschrieben: Du schriebst, dass sich die Koordinaten über Google-Maps ermitteln lassen.
Ich dürfte leider zu blöd dazu sein.
Gibts bei Dir eine " Einschulung " oder sonst einen guten Tipp
wo man es im www erfährt ?
Sie stehen zum Beispiel im GM-Link.....
Glück auf!

Johannes Kalbe

---------------
"Kalsarikänni is real. It’s about letting go and being yourself, no affectation and no performance"

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

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Sönke
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Re: Koordinaten

Beitrag von Sönke » Sonntag 9. Januar 2011, 18:59

melano hat geschrieben: Du schriebst, dass sich die Koordinaten über Google-Maps ermitteln lassen.
Hallo melano,

ich ermittle die Koordinate wie folgt:
1) http://maps.google.de/ aufrufen
2) Ungefähre Ortschaft aufrufen / Einstellung Satellite, da man auf dem Luftbild am besten erkennen kann, wo die jeweilige Fundstelle ist, wenn es sich z.B. um Tongruben/Steinbrüche handelt
3) Wenn die Stelle gefunden ist, klicke ich mit der rechten Maustaste darauf
4) Auf dem Pull-Down-Menü klicke ich auf "Directionsf from here" - wenn ich nun nicht zu nah an eine Straße geklickt habe, übernimmt er nun die GPS-Koordinate in das Feld mit Deinem Startort
5) Markieren/kopieren und ab damit in die Sammlungs-Doku

Zur Erläuterung (für alle, weil dieser Punkt nicht in sovielen Sammlungs-Dokus auftaucht) weshalb ich die Koordinate aufnehme: Wenn die Tongruben einmal von den Landkarten verschwunden sind, lässt sich mit einer Angabe wie "Tongrube bei Jöllenbeck" z.B. nicht mehr viel anfangen, weil über Jahrzehnte immer wieder an verschiedenen Stellen in der Umgebung der Ortschaft neue Tongruben angelegt werden. Eine Nummerierung der Fundstellen kann man parallel führen, aber die GPS-Koordinate ist bleibend - also sollte man dieses berücksichtigen. Auf 10-20 Meter mehr oder weniger kommt es dann vielleicht nicht so an, denn ganz präzise kriegt man es in der Regel sicher nicht verzeichnet.
Montibongo hat geschrieben: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig!
Ich würde eher sagen: "Sammlungskatalogisierung - Anfang zum Glück"
Hallo Montibongo,

ich freue mich, dass Du das so siehst und überhaupt, dass der Beitrag - auch durch die Idee von Stefan, hier doch einige Beispiele für Sammlungsdokus zu sammeln, so positiv aufgegriffen wurde und als Anstoß genommen wurde.

Bis jetzt bin ich eher häufiger Sammlern begegnet, die bezüglich der Katalogisierung meinten, dass sie da entweder hinterherhinken oder dass sie es aufgegeben hätten oder gar nicht erst angefangen usw. - natürlich gibt es auch welche, die das anders behandeln - schön, dass es einige sind.

Allerdings gehe ich auch davon aus, dass das nun im Forum etwas umgekehrte Bild zum Teil dadurch entsteht, dass der Anreiz hier zu schreiben, dass man seine Sachen nicht beschriftet hat, nicht besonders groß ist. Das war mit dem Beitrag allerdings meine Hauptzielgruppe, die ich ermuntern wollte, sich zu überwinden doch mal anzufangen / weiterzumachen. :wink:

Zum anderen spiegelt der Titel auch meine eigene Perspektive etwas wider, weil die Daten die ich in den Katalog eintrage sich - außer den aus dem im Kopf gespeicherten Luftbild ermittelten GPS-Koordinaten - alle in meinem Kopf befinden und dann der Anreiz sie zusätzlich zu verzeichnen, kurzfristig betrachtet nicht ganz so hoch ist.
Wie Du richtig schriebst, ist das eben individuell unterschiedlich. Jemand der sich weniger intensiv mit den Fossilien beschäftigt, vergisst die Namen schneller, jemand der eine riesige Systematiksammlung hat, kann sich unter normalen Umständen nicht alles merken und jemand der wie ich überwiegend fundortspezifisch und auf ein Erdzeitalter beschränkt sammelt, hat zu den Standardfunden die Daten auch ohne Datenbank parat.

Viele Grüße
Sönke

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mkannenberg
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Beitrag von mkannenberg » Sonntag 9. Januar 2011, 19:21

ich verwende meine eigene entwickelte software (http://www.dbfossil.de), da mir excel und andere verfügbare sammlungsverwaltungen (trilobase) entweder zu umständlich oder zu eingeschränkt sind. wie sönke in seinem bericht schreibt, ist die zuordnung der schicht und des fundortes das wichtigste, was man speichern sollte, da namen sich ändern können. fundjahr verwende ich teilweise auch, aber nur bei matrixstücken, da kleinere fossilien in ein kästchen kommen. was bei meiner katalogisierung am meisten in anspruch nimmt, sind die fotos der fossilien (fotografieren und bearbeiten) und teilweise die recherche der klassifikation, falls nicht schon irgendwo in der datenbank vorhanden.

passend zur sammlung führe ich noch ein fundtagebuch, um änderungen am fundort oder mal die ausbeute zu dokumentieren.

marco
mkannenberg
http://www.squatina.de
http://www.dbfossil.de - Bringen Sie Ordnung in Ihre Sammlung

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FurFossil
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Beitrag von FurFossil » Sonntag 9. Januar 2011, 19:59

Hallo Sönke,

Du hast mit Deinem Bericht ein Thema angesprochen, das wohl für alle Sammler wichtig ist. Jeder hat sein eigenes System, und ich finde die vielen Anregungen auf diesem thread sehr interessant.

Unsere Fossilien sind alle mit einer laufenden Nummer und der Fundstelle beschriftet (soweit irgendwie Platz dafür ist). Technik: erst ein Untergrund aus Klarlack, darauf Beschriftung mit Edding und darüber als Schutz wieder Klarlack.

Dann werden sie im PC erfasst. Ich verwende dafür eine selbst erstellte Anwendung auf der Basis von MS ACCESS.

Auf den nächsten Bildern soll ganz kurz ein Überblick über die Daten gegeben werden. Zu „SYSTEM“, „FUNDORT“ und „ZEITALTER“ habe ich Tabellen hinterlegt, in denen ich nur noch die zutreffenden Zeilen anklicken muss.

Ausserdem sind von den „guten“ Fossilien Fotos hinterlegt, die mit der Tabelle verlinkt ist.

Über eine Druckfunktion können nach Eingabe der laufenden Collektionsnummer/n Etiketten und Schilder in verschiedenen Größen ausgedruckt werden. Natürlich auch die Dokumentation der gesamten Sammlung.

Eine Datenbank hat natürlich noch die Vorteile, dass man ganz gezielt suchen, gruppieren und auswerten kann; nämlich nach Fossilnamen, Fundorten, Fundjahren usw.
Und man kann Zusammenstellungen machen; z.B.: wieviele Exemplare einer Art, was hat man im Jahre xyz gefunden.

Und was ganz wichtig ist: ich mache in kurzen Abständen ständig eine Sicherung.


Mit den besten Sammlergrüßen

Karsten
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FURFOSSIL_Coll 07.JPG
Bild 7: Literaturverzeichnis
FURFOSSIL_Coll 07.JPG (227.14 KiB) 19055 mal betrachtet
FURFOSSIL_Coll 06.JPG
Bild 6: Beim Anklicken erscheint das hinterlegte Foto (wenn vorhanden)
FURFOSSIL_Coll 06.JPG (245 KiB) 19058 mal betrachtet
FURFOSSIL_Coll 05.JPG
Bild 5: Die in einer anderen Tabelle hinterlegten Erdzeitalter
FURFOSSIL_Coll 05.JPG (203.16 KiB) 19054 mal betrachtet
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Bild 4: Die in einer anderen Tabelle hinterlegten Fundorte
FURFOSSIL_Coll 04.JPG (182.98 KiB) 19060 mal betrachtet
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Bild 3: Die in einer anderen Tabelle hinterlegten Systemdaten
FURFOSSIL_Coll 03.JPG (240.31 KiB) 19057 mal betrachtet
FURFOSSIL_Coll 02.JPG
Bild 2: Erfassungs- und Betrachtungsmaske der einzelnen Fossilien
FURFOSSIL_Coll 02.JPG (170.61 KiB) 19057 mal betrachtet
FURFOSSIL_Coll 01.JPG
Bild 1: Einstiegsmaske
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Seimän
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Beitrag von Seimän » Sonntag 9. Januar 2011, 21:14

Hallo,
einen Katalog, in dem jeder Fund aufgelistet ist, führe ich nicht. Dafür gibt es in meinem speziellen Fall mehrere Gründe:
1. In meiner Sammlung herrscht eine große Fluktuation, weil ich doch darum bemüht bin, das Ganze vergleichsweise schmal zu halten (Platzgründe). Ich kaufe z.B. öfter Sachen bei eb** als Anschauungs- und Vergleichsmaterial, gebe es dann aber kurz darauf wieder weg. Eine Nummerierung wäre also irgendwie doof, wenn man das Stück dann zwei Monate später wieder aus der Sammlung nimmt.
2. Da meine Sammlung vergleichsweise schlank ist (und auch bleiben soll), finde ich Stücke, die ich suche, auch ohne zentrales Register, wo der Lagerort angegeben ist, recht gut.

Folglich arbeite ich auch nicht mit Nummerierungen/Codes. Aber ich denke doch, dass mein System nicht weniger idiotensicher ist.
1. Ich lagere meine Fossilien in Kartons. Normalerweise sind in einem Karton nur Funde einer Fundstelle. Die Infos zu dieser Fundstelle stehen im Deckel.
2. im Karton sind kleine Plastikboxen; darauf erneut Kurzinfos (Fundort; Schicht).
3. Darin kleine Unterteilungen, darin Fossil in Plastikbeutelchen. Auf Plastikbeutelchen steht erneut Fundort & Schicht.
4. Im Plastikbeutelchen ein Zettel mit allen Infos (Bestimmung etc.).
5. Bei größeren Stücken steht zusätzlich noch auf der Matrix ein Kürzel für den Fundort.

Also da muss schon die Bude abbrennen... Und dann wäre mein Katalog & die Datenbank auch hin.

Aber wie oben beschrieben: sollte ich von dem Konzept der "schlanken Sammlung" abweichen, müsste ich natürlich überdenken.

Seimän

PS: Es handelt sich bei dier "Magazinlagerung" natürlich nicht gerade um die perfekte Präsentation - dafür ist es fast wie Geschenkeauspacken, wenn man die Kisten öffnet 8-)
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kisten2.jpg
Kartons (Maxibrief; bei billigem Anbieter ca. 15 Euro für 25 Stück); vorne steht mit Bleistift der Fundort
kisten2.jpg (68 KiB) 18752 mal betrachtet

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salve
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Beitrag von salve » Sonntag 9. Januar 2011, 22:33

Hey Simon,

echt spüß und ich hab endlich mal ne Vorstellung wie es bei Dir im Regal so aussieht.
Wir hören von einander
Grüße Salve
Das Sammeln macht nur halb so viel Spaß, findet man blos Glochiceras - OHNE OHREN!!!

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Triassammler
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Beitrag von Triassammler » Sonntag 9. Januar 2011, 23:35

Hallo,

schön, dass das Thema mal aufgegriffen und breit besprochen wird; interessant und informativ zu sehen, welche Lösungen die Sammler so im Einsatz haben. Und selbst wenn sie per Bleistift auf Karteikarten erfolgt: Jede Form der Inventarisierung ist besser als keine!

Eine Anmerkung zur Koordinatenermittlung mittels Google Maps: Wer stattdessen Google Earth verwendet, kann direkt eine Ortsmarke an die fragliche Stelle setzen und die Koordinaten aus dem Detail-Fenster der Marke in seine Datenbank kopieren. Zusätzlich lassen sich auch noch in einem Textfeld Informationen zu der Lokalität eingeben. Das ganze kann dann via "Datei - Speichern - "Meine Orte" speichern" in eine vorgegebene Datei gespeichert werden. Auf diese Weise bekommt man sozusagen ein Gesamtverzeichnis aller Fundstellen, das man bspw. an Sammlerfreunde komplett oder in Auszügen weitergeben kann (dazu in Google Earth links im Fenster "Orte" Rechtsklick auf "Meine Orte" oder eine bestimmte Lokalität und "Ort speichern unter" wählen).

Zu sinnvollen Datenbankangaben: Über die Jahre hat es sich bei mir bewährt, bei den Bestimmungen anzugeben, wie ich zu ihnen gekommen bin: Beigegeben als Etikett bei gekauften oder ertauschten/geschenkten Exemplaren, Literaturangabe bei eigenen Bestimmungen (mit Seitenangabe der Textstelle, Tafelnummer, Bildnummer), Internet-URL oder bei mündlicher Mitteilung, von wem diese kam.

Als Pedant vermerke ich auch noch, ob ein Fossil aus dem Anstehenden geborgen wurde oder ein Halden- bzw. Haufwerkfund ist. Damit ist für mich selbst (und erst recht für Dritte) auch noch nach Jahren nachvollziehbar, wie verlässlich eine Schichtangabe ist. Gerade dann, wenn man sich in seinen "Haussteinbrüchen" sehr gut auskennt und mitunter auch für einen Haldenfund eine exakte Schichtangabe machen kann - gelegentlich liegt man eben doch daneben. Dann ist es gut, wenn man weiß, welche Angaben unter Vorbehalt zu verwerten sind.

Reichlich Raum gebe ich auch Vermerken zu präparatorischen Maßnahmen, Ergänzungen und angewendeten Chemikalien.

Persönlich verwende ich ein selbst entwickeltes Programm, das ich vor 20 Jahren begonnen habe und das nun in der dritten Generation vorliegt; seitdem ist die Anzahl der erfassbaren Parameter von 12 auf 60 (!) gestiegen. Angefangen hat es mit BASIC, mittlerweile bin ich bei C# in .NET 3.5 angekommen. Wert lege ich dabei auf weitgehende Automatisierung, d. h. einmal eingebene Daten muss ich bei weiteren Datensätzen nicht erneut tippen, sondern kann bspw. bestehende Fundstellen- oder taxonomische Daten samt Literaturverweis einfach übernehmen. Das Erfassen eines Fossils dauert damit unter 5 Minuten, was ich für die Menge der dann verfügbaren Informationen akzeptabel finde. Die Daten werden in einer ordinären Textdatei gespeichert, die sich auch ohne Änderungen in Excel und diverse echte Datenbankprogramme importieren lässt. Damit dürfte ich mit der Kompatibilität auch langfristig auf der sicheren Seite sein. Die Verwaltung von bis zu 999 Bildern pro Datensatz ist ebenfalls integriert, ein Vorschaubild wird am Kopf jedes Datensatzes zusammen mit den wichtigsten Informationen angezeigt.

Das Projekt ist seit 20 Jahren eine Baustelle und erfährt ständig Erweiterungen und Verfeinerungen, da ich es mittlerweile auch als permanente Übungs- und Fortbildungsmaßnahme für den Beruf betrachte.

Gruß,
Rainer
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Com NT 10_2.jpg
Beispieldatensatz: Taxonomie
Com NT 10_2.jpg (67.29 KiB) 18973 mal betrachtet
Com NT 10.jpg
Beispieldatensatz: Stratigraphie
Com NT 10.jpg (70.54 KiB) 18973 mal betrachtet
The way we win matters.
-- A. E. Wiggin

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ceratites
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Beitrag von ceratites » Montag 10. Januar 2011, 12:10

mkannenberg hat geschrieben:
passend zur sammlung führe ich noch ein fundtagebuch, um änderungen am fundort oder mal die ausbeute zu dokumentieren.

marco
Den Tipp greife ich mal auf! Ein solches Tagebuch ist sehr sinnvoll, wenn man seine Funde erst Wochen oder Monate später sichten und sortieren kann. Wenn man dann auch noch mehrere Aufschlüsse pro Tag besucht, können hier festgehaltene Informationen eine echte Gedächtnisstütze sein, sei es auch nur für ein Datum (ist mir oft genug entfallen) oder ein kleines Detail.

Grüße
Thomas

P.S.: DANKE für den Tipp!

lapideus
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Beitrag von lapideus » Montag 10. Januar 2011, 14:50

Hallo zusammen,

ich finde dieses Thema mit der Sortierung und Katalogisierung auch sehr interessant. Für eine Katalogisierung am PC ist meine Sammlung meiner Meinung nach aber noch zu übersichtlich. Meine Funde lagere ich in Schubladenschränken Marke Bisley ( Ist zwar etwas teurer aber passt genau und sieht schick aus ), jedes Fundstück befindet sich in einer eigenen Faltschachtel ( Pralinenschachteln gehen auch ). Dem Fundstück wird dann noch ein Zettelchen beigelegt auf dem der Name des Fossils, die Formation, der Fundort und wenn vorhanden das Funddatum steht ( Die Zettel habe ich mit Word gestaltet ). Auf den Schubladenschränken steht dann die alte Pfeifenvitrine von meinem Opa, ich bin aber im Moment auf der Suche nach einer größeren Vitrine, in die mehr reinpasst.

Viele Grüße

Fabian
Mente et malleo !

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FurFossil
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Beitrag von FurFossil » Montag 10. Januar 2011, 19:04

Hallo Sönke,

meine Frau hat von mir zum Geburtstag eine neue Kamera bekommen: Sony Cyber-shot DSC-HX5.

Zu unserer Freude haben wir beim Ausprobieren festgestellt, dass zu den Fotos auch die Breiten- und Längengrade sowie die Himmelsrichtung mitgespeichert werden.

Diese Koordinaten können dann den Fotos der Aufschlüsse entnommen und in die Sammlungsdokumentation übertragen werden.

Über das mitgelieferte Bildprogramm kann auch gleich Google Earth angeklickt und der Fundort als Karte oder Sattelitenfoto angezeigt werden.

Und das Beste: ich darf die Kamera auch hin und wieder benutzen. :lol:
Mit den besten Sammlergrüssen

Karsten

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