Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig!

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Moderator: Sönke

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Mannid.m.M.
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Mannid.m.M. » Mittwoch 27. August 2014, 08:53

Ein freundliche Hey HO! an alle Steinkerne!

Erst mal muss ich sagen das ich den Thread sehr sehr nützlich finde! Ich will jetzt anfangen mein bisher ausschließlich digitales Fundverzeichnis auch auf Papier zu bringen um eventuellem Datenverlust vorzubeugen :) Das Bild zeigt dabei den Entwurf für eine der Fossilienseiten. Zusätzlich dazu solle es immer noch ein Deckblatt für die Hinleitung zur jeweiligen Abteilung d.h. zb die Systematik aufzeigen usw...aber dafür gibt es bisher noch keine Entwurf. Jedenfalls würde ich mich freuen wenn ihr mir eure Meinung dazu sagt. Sei es zur Gestaltung oder dem Inhalt. Ich will vermeiden das ich, nach dem ich alles Ausgedruckt habe, merke das irgend einen grober Fehler enthalten ist. Zu den Rekonstruktionsbildern. Ich bin mir nicht sicher was die Urheberrechte angeht deswegen hoffe ich das, das Unkenntlich machen und die Quellen ausreichen.
Quelle : http://pflanzenfossilien.homepage.t-onl ... oides.html (wahrscheinlich nur die Sekundärquelle)

beste Grüße aus Süd Afrika

der Manni
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reinhardt
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von reinhardt » Mittwoch 27. August 2014, 09:22

Hallo,

wenn Du die Rekonstruktionsbilder strichelst
warum loeschst Du sie dann nicht?

gruss Michael

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Mannid.m.M.
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Mannid.m.M. » Mittwoch 27. August 2014, 09:32

Hi Michael,

Ja das hätte ich auch machen können aber ich dachte so ergibt sich ein besserer Eindrück des Endergebnisses.

beste Grüße Manni
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Triassammler
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Triassammler » Mittwoch 27. August 2014, 12:00

Hallo Manni,

das finde ich eine sehr gute Idee, die Umsetzung des Blatts ist auch sehr ansprechend.
Lässt Du die Inhalte dann automatisch aus Deinem digitalen Datenbestand befüllen, oder musst Du das alles händisch übertragen?
Je nach Umfang der Sammlung kann so ein Ausdruck (zumal mit Bildern, und erst recht wenn sie vor einen schwarzen Hintergrund gesetzt sind) auch mal annähernd dreistellige Kosten auf dem heimischen Drucker verursachen, man merkt das gar nicht so. Falls Du es mitteilen magst: Um wie viele Exemplare geht es denn in Deinem Datenbestand?
Wie gehst Du vor, wenn sich in einem Datensatz etwas ändert, z. B. die Bestimmung oder die systematische Stellung? Druckst Du dann direkt neu aus, oder hast Du irgend einen Mechanismus, der nach dem letzten Ausdruck geänderte Datensätze markiert, so dass Du bei Gelegenheit gleich mehrere zusammen ausdrucken kannst?
Mit ähnlichen Fragen habe ich mich auch rumgeschlagen, und es interessiert mich sehr, wie andere das gelöst haben.

Gruß,
Rainer
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Mannid.m.M.
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Mannid.m.M. » Mittwoch 27. August 2014, 14:15

Hallo Rainer,

erst mal danke für die Blumen :) Leider werde ich dir bei deinen Fragen nicht weiterhelfen können.
Meine bisherige Katalogisierung erfolgte ganz einfach in einer Excel Tabelle in der alles händisch gemacht werden musste, so wird es wahrscheinlich auch bleiben. Ich bin eben nur dabei meine gesamte Katalogisierung zu überarbeiten da ich bis her eine ziemlich sinnlose ID vergabe hatte. (habe zb mehre Stücke unter einer ID zusammengefasst -.-) Sollte sich mal etwas in den Angaben ändern wir das Blatt dann einfach aus dem Ordner entfernt und neu gedruckt. Was die Druckkosten angeht werden diese bei mir konstant bleiben da ich sie in einem Copy-Shop drucken lasse. Die Anzahl meiner Exemplare liegt bei etwa 50. Zur Zeit ist also noch alles recht übersichtlich was die Stückzahl angeht (Ich sammel ja auch erst sein knapp einem Jahr). Gerade deswegen will ich jetzt die ganze Erfassung auf eine solide Basis stellen. Eine Idee für die Zukunft ist dann noch die Schönsten Stücke in ein Fotobuch zubringen. Das wir aber noch einige Jahre dauern...außer ich finde in nächster Zeit einen Sensationsfund nach dem anderen ;)

beste Grüße Manni
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kreidefossil
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von kreidefossil » Mittwoch 27. August 2014, 14:56

Wenn du gerade am Anfang stehst, solltest du dir das mit der einfachen Excel-Tabelle überlegen und auf ausgreiftere Lösungen (eigene Datenbanklösung; käufliche und kostenfreie Tools) zurückgreifen.

Bei der Excel-Lösung kann es mitunter ausarten, wenn du etwas ändern möchtest - z.B. die feinstratigraphische Einordnung einer Fundstelle ändert sich - vom absoluten Alter ganz zu schweigen. Das gleiche mit der Taxonomie/Synomie; hast du 20 Exemplare einer Art, dann mussst du z.B. bei jedem Eintrag die Gattung ändern.

Was wenn du ein Stück hast, auf dem mehrere Arten vorkommen?
Vielleicht willst du irgendwann zu den Stücken weitere Informationen hinzufügen (ein oder mehrere Literaturverweise, die man meiner Meinung nach wiederrum selbst halbwegs vernünftig verwalten sollte)

Das geht mit deiner Methode sicherlich auch, aber wenn man irgendwann viele Stücke hat, möchte man z.B. gerne wissen, was denn für Arten an einem Fundort vorkommen.

Gibt halt viel zu bedenken. Anfangs ist das sicherlich mühselig, aber mit der Zeit wird das Ganze etwas greifbares. Und sich ständig mit "Suchen+Ersetzen" durch die Tabelle zu ackern nervt sicherlich irgendwann.

Es geht mir weniger um das Ausdrucken, als mehr um den zu betreibenden Aufwand und was am Ende bei rumkommt. Daten eingeben und pflegen ist gut und schön. Die Tatsache mit "wenig" Aufwand dann noch mehr wertvolle Informationen aus Diesen zu bekommen, sollte man durchaus im Blick haben.

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Mannid.m.M.
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Mannid.m.M. » Mittwoch 27. August 2014, 16:00

Hi Markus,

Bisher bin ich vor allem bei Excel geblieben weil es ein relativ einfaches Datenformat ist und ich mir denke wenn es mal Probleme gibt (zb ich kann die Datei nicht mehr Öffnen) dann wird das sicher schon vielen so gegangen sein und ich finde schneller Hilfe als bei einen anderen Program. Allerdingst könnte ich es dann mal mit Microsoft Access versuchen vielleicht ist das ja eine Alternative. Denn die von dir angesprochene Punkte wie mehrere Arten auf einem Stück konnte ich bisher in Excel noch nicht zufriedenstellend lösen. Da werde ich mir am besten mal die alten Beiträge in diesem Thread anschauen, da hat sicher schon mal jemand ein paar Worte zu Access verloren :)

beste Grüße Manni
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von Triassammler » Mittwoch 27. August 2014, 17:07

Hallo Manni,
(habe zb mehre Stücke unter einer ID zusammengefasst -.-)
Mache ich auch: Selber Fundort, selbes Funddatum, selbe Art, selbe Schicht -> eine ID. Sonst kann es mit dem Anlegen von Datensätzen ausarten, besonders bei sehr fundreichen Lokationen, wo bestimmte Arten massenhaft vorkommen und man ggf. zahlreiche Exemplare davon mitnimmt für statistische Zwecke oder einfach weils schee is.

Danke für das Beantworten meiner Fragen!

Ansonsten kann ich mich im wesentlichen kreidefossil anschließen. Ich habe für eine Übergangszeit, in der ich mir ein neues Sammlungsverwaltungsprogramm gebastelt habe, Neuzugänge provisorisch in einer Excel-Tabelle inventarisiert, das waren zum Schluss rund 200 Datensätze, und von Übersichtlichkeit keine Spur mehr. Aus einem ähnlichen Grund würde ich von Access abraten, falls Du nicht vorhast, Dir dazu auch Suchfunktionen und Anzeigemasken selbst zu basteln (ggf. Programmierkenntnisse in VBA nötig) - Du endest sonst mit einem Tabellenwust, den Du händisch durchsuchen und bedarfsweise ändern musst. Access ist eine grandiose Sache, wenn man es mit querverknüpften Tabellen drauf hat, dann kann man nämlich wie von kreidefossil angedacht in der einen Tabelle ein Literaturverzeichnis pflegen, in der anderen eine Gattungsliste samt der taxonomischen Hierarchie, in wieder einer anderen die Fundorte samt Länder- und Regionsangaben sowie Koordinaten, und braucht aus der Haupttabelle - dem Datensatz - nur noch darauf zu verweisen. Dann genügt es, an einer Stelle eine Änderung zu machen, und alle betroffenen Datensätze sind sofort auf dem aktuellen Stand. Allerdings erkauft man sich das dadurch, dass im Datensatz die entsprechenden Felder nurmehr abstrakte Verweise auf die Quelldaten enthalten und man sich eine oder mehrere Anzeigemasken basteln muss, die das "übersetzen". Und hat man sich erst einmal eine Datenbankstruktur mit einer gewissen Komplexität zusammengebaut, wird es schwer, diese grundlegend abzuändern, falls man feststellen sollte, dass man es doch lieber anders haben will. Deswegen mein Tipp, mit Access nicht einfach produktiv loszulegen - d. h. die Daten in Manier eines Tabellenkalkulationsprogramms reinzuhauen nach dem Motto "hauptsache eingegeben, umstrukturieren kann ich immer noch irgendwann" -, sondern erst einmal ausgiebig die Datenbankstruktur zu planen und eine Weile mit Testdaten auszuprobieren, ob das alles so funktioniert, wie man es sich vorstellt. Und wenn eine Access-Datenbank mal korrupt ist, ist meist nichts zu retten. Positiv muss man anmerken, dass Access eingebaute Sicherungsmechanismen hat, mit denen man eine Datenbank regelmäßig automatisch bspw. auf eine externe Festplatte sichern lassen kann. Allerdings bringen Windows 7 und 8 bereits so praktische Backuplösungen für den Gesamtdatenbestand mit, dass man das Access-Feature nicht zwangsläufig braucht.

Gruß,
Rainer
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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von kreidefossil » Donnerstag 28. August 2014, 10:52

Ich weiß nicht wie das in den aktuellen Access-Versionen ist, aber Bilder einbinden (die dann auch direkt angezeigt werden), ohne das sich die Datei um die Dateigröße der Bilder aufbläht war nicht so trivial.

Evtl. http://www.dbfossil.de
Ich selbst benutze Palcol: http://www.paleotax.de/pvn19d.htm

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Re: Sammlungskatalogisierung - wenig geliebt, aber notwendig

Beitrag von pm.diebelshausen » Samstag 7. März 2015, 19:12

Hallo Ihr!
pm.diebelshausen hat geschrieben:Mein Nummernschlüssel ergibt sich aus einem vorangestellten Kürzel für das System und jeweils darin einer fortlaufenden Nummer. Dann ist z.B. Kar-024 das vierundzwanzigste in der Sammlung erfasste Fossil aus dem Karbon, Neo-003 ist das dritte Artefakt aus dem Neolithikum usw. Diese Nummer kommt auf das Fossil (bei kleineren auf zugehörige Schachtel/Kästchen), die Karteikarte und ggf. zugeordneten Dokumenten im Ordner.

[...]

Ob sich das wirklich bewährt, wird die Zeit zeigen (und der Elchtest mit grenzwertigen Fällen), und so richtig zeitgemäß ist das Ganze nicht, wenn man elegant am Laptop Sammlungen verwalten und dadurch auch schnellen Zugriff zu vielen Aspekten haben kann. Geschriebenes scheint mir aber immernoch dauerhafter als Gespeichertes, das immer wieder von Technikentwicklung zu Technikentwicklung transferiert werden muss. Insgesamt denke ich, so entspricht das System meinem eigenen Blick und meinen vorrangigen Interessen an Fossilien, Natur, Geschichte und überhaupt.
Ich up-date mal: das Karteikartensystem behalte ich bei, bislang sind dort knapp 150 Fundstücke verzeichnet. Aber inzwischen bin ich parallel auch auf den Tabellenkalkulator von OpenOffice aufgesprungen und habe alle 150 auch dort eingepflegt. Wirklich doppeltgemoppelte Arbeit bedeutet das nicht, denn die wenigen Infos auf den Karteikarten sind ohnehin schnell gemacht. Viel intensiver ist die Recherche, die ich ohnehin betreibe, z.B. zu Fundstellen, wenn nur vage Angaben vorhanden sind, aber ein bestimmter Ort beispielsweise doch noch genauere stratigrafische Details möglich macht.

Die Tabellenliste ist ein Mammutprojekt, denn dort verzeichne ich zum einen eine ganze Menge Details, z.B. umfangreich die Taxonomie (vielleicht auch zu umfangreich, so ganz blicke ich nicht durch alle Kategorien, ist ja auch komplziert :conf: ), und zum anderen sollte die Liste sich nicht nur auf Fossilien beschränken, auch wenn diese weit in der Überzahl sind. Meine Liste beinhaltet neben Fossilien auch Mineralien, Gesteine, Artefakte der Steinzeit, jüngere archäologische Funde, rezente Präparate... - also im Prinzip alles, was sich auch auf einer ewig-langen Zeitleiste für geschichtlich Interessierte eintragen ließe und sich irgendwo bei mir zu Hause befindet.

Das bedeutet natürlich, dass verschiedene Kategoriesysteme eingearbeitet werden, die sich zum Teil überlagern und ich manche Begrifflichkeiten nicht im streng wissenschaftlichen Sinn verwende. Beispielsweise sind Spalten doppelt belegt, um sowohl geologische wie auch prähistorische parallel aufzunehmen.

Eine Sache, die mir wichtig ist, stellt die chronologische Einordnung dar, denn so kann ich die Gesamtliste gemäß dem Alter der Fundstücke vom ältesten zum jüngsten darstellen bzw. zeitgleiche Stücke wie pleistozäne Knochen und Replikate paläolithischer Artefakte nah beieinander sehen. Manches bleibt dabei natürlich grob und im Einzelfall auch dubios oder zumindest kuddelmuddelig, aber näher ran komme ich wohl nicht. Mehrere verschiedene Gattungen auf ein und demselben Stück werden einfach in zwei Einträgen mit derselben Nummer geführt. Mehrteilige Stücke, z.B. Positiv und Negativ, bekommen kleine Buchstaben ans Ende der Nummer (z.B. Kar-004a und Kar-004b).

Für die zeitliche Einordnung nutze ich neben dem Feld für das meist vorhandene ca.- bzw. von-bis-Alter in mya (Millionen Jahre) oder in BC (vor Christus, allerdings auch angegeben in Millionen, also mit einigen Null-Kommastellen) eine eigene Spalte für den durchschnittlichen Mittelwert - für die Stücke nach Christus dann als Negativwert, damit die Sortierung funktioniert. Zur besseren Orientierung bei so vielen Spalten habe ich die Feldern für Taxonomie, Stratigrafie und Fundort verschiedenfarbig unterlegt.

Im Einzelnen nutze ich folgende Spalten (die natürlich von Fall zu Fall gefüllt werden oder auch nicht):

NR. = der oben beschriebene Schlüssel aus Buchstaben für das System und innerhalb dessen fortlaufender Nummer (dazu gekommen sind weitere Kürzel, z.B. Li- für Gesteine/Mineralien, Re- für Rezentes, Neo- für Neolithikum etc.)
SORTE = ganz grobe Einordnung, z.B. als Fischfossil, Replikat, Ichnofossil (bei mir wirklich alle Arten von Spuren oder indirekten Indizien wie z.B. Gastrolithen, aber auch nicht biologischen Ursprungs, z.B. Trockenrisse oder Rippelmarken) etc.
LITHOS = hier rein kommt die Art der Matrix bei Fossilien, ob es ein Replikat ist, der wissenschaftliche Name des Gesteins oder Minerals oder anderes zur Beschaffenheit
BEZEICHNUNG = eine markante Formulierung (z.B. "Höhlenbär (Zahn)", "Schachtelhalm (Stammstück)", "Brachiopode" oder "Scheibenbeil (Typ Mön)", bei Gesteinen/Mineralien deutschsprachige Namen wie "Eisenblüte")

Die Taxonomie:
GATTUNG (Genus)
ART (Species)
ERSTBESCHREIBUNG
ALTERNATIV = Synonyme
SUBTRIBUS
TRIBUS
UNTERFAMILIE
FAMILIE (Familia)
SUPERFAMILIE
UNTERORDNUNG
ORDNUNG (Ordo)
SUPERORDNUNG
SUPERDIVISION
INFRAKLASSE
UNTERKLASSE
KLASSE (Classis)
SUPERKLASSE
INFRASTAMM
UNTERSTAMM (Subphylum)
STAMM (Phylum)
SUPERSTAMM
ABTEILUNG (Divisio)
INFRAREICH
ABZWEIG
UNTERREICH
MITTELREICH
REICH (Regnum)
DOMÄNE (Superregnum)

Die Stratigrafie:
SYSTEM
SERIE
STUFE / EPOCHE = mit Epoche ist z.B. Neolithikum (Jungsteinzeit) - Nordeuropa, Mittelalter oder Neuzeit etc. gemeint
FORMATION / ABSCHNITT = Abschnitt meint z.B. Nordisches Frühneolithikum (FN) oder Frühmittelalter etc.
FAZIES / KULTUR = Kultur meint z.B. Erteboelle-Ellerbek oder Wikinger
SCHICHT

MYA / BC GEMITTELT
MYA / BC

FUNDORT = meist typische Ortsbezeichnung (z.B. Holzmaden)
LOKALITÄT = möglichst genauer Ort (z.B. Grube XY oder Weganschnitt zwischen A und B - hier könnten auch mal GPS-Daten rein)
STADT = nächstgelegene größere Stadt
REGION = z.B. Eifel, Sahara, Nördlinger Ries usw.
BUNDESLAND/BUNDESSTAAT
LAND

weitere Angaben:
FUND = Datum des Fundes
EIGENFUND = ja/nein
BESITZ = Datum der Inbesitznahme, des Kaufs oder der Aufnahme in die Sammlung
GRÖSSE
SAMMLUNG / VERKÄUFER = Name des Vorbesitzers
BEMERKUNGEN = z.B. zu Präparation, Zustand, Besonderheiten, Auffälligkeiten Hintergundinfos wie Sedimentation am Fundort oder oder oder
FOTO = noch leer, werden verlinkt


Puh, eine ganz schöne Nummer und bestimmt auch voller Fehler im Detail. Das Schöne ist, dass man leicht und schnell Änderungen vornehmen kann, korrigieren, ergänzen oder auch ersatzlos streichen. Und manches wird sich erst noch hinsichtlich Notwendigkeit und Nutzbarkeit herausstellen, aber alles in allem gefällt mir das bisherige Ergebnis schon ganz gut und gibt mir, was ich gern hab. Und nur mal angenommen, ein Wildfremder aber nicht Weltfremder :wink: bekäme meine Dinge in die Griffel und dazu diese Datei - er hätte schonmal eine ganze Menge, womit er was anfangen kann. Außerdem macht die Arbeit beim Einpflegen auch Spaß, denn da bekomme ich eine Menge Kontext zu einem einzelnen Stück mit.

Für Tipps bin ich natürlich immer gern offen, das Ganze wird ein work in progress bleiben. :wink:

Beste Grüße,

Bene
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
(Johann Georg August Galletti)

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