Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Wir wählen jeden Monat das Fossil des Monats. Hier findet ihr die Kandidaten und Abstimmungen. Natürlich kann jeder selbst Fossilien zur Wahl stellen und an den Umfragen teilnehmen. Die Gewinner findet ihr in unserer Galerie auf Steinkern.de.

Moderatoren: Sönke, Miroe

Welche der beiden Regeln soll ab April 2015 beim Steinkern.de Fossil des Monats gelten?

Umfrage endete am Samstag 21. März 2015, 20:55

Antwort 1: Montagen sind ausgeschlossen. Reparaturen / Ergänzungen einschließlich deren farblicher Anpassung sind nur bis maximal zirka 5 % der gezeigten Fossiloberfläche gestattet. Wurde mehr ergänzt, ist das Fossil / die Fossilstufe nicht zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigt.
108
72%
Antwort 2: Montagen und Ergänzungen sollen in beliebigem Maße erlaubt sein, sofern sie ausdrücklich bezüglich Art und Umfang der Montagen / Ergänzungen deklariert werden. Weitere Bedingung für die Teilnahme mit Fossilien / Fossilstufen, deren Ergänzung zirka 5% der gezeigten Fossiloberfläche übersteigt, ist ein Foto von unmittelbar vor dem Vorgang des Ergänzens.
42
28%
 
Abstimmungen insgesamt: 150

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Sönke
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Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Sönke » Freitag 6. März 2015, 20:55

Welche Regel für das Fossil des Monats in Bezug auf Ergänzungen und Montagen fändest Du für die Zukunft geeignet, um einen fairen und attraktiven Wettbewerb zu gewährleisten?

Wichtig - bitte vor dem Abstimmen die Erläuterungen durchlesen:

Ergänzende Erläuterungen:

- Originär zusammengehörige Teile dürfen und sollen selbstverständlich wieder zusammengeklebt werden. Mit Montieren im Sinne der Frage / Antwortmöglichkeiten ist das Montieren von Fossilien gemeint, die nicht an Originalposition (nicht "in situ") eingesetzt werden, sondern an anderer Stelle gefunden und künstlich zusammengefügt wurden. Auch das Umbetten eines Fossils innerhalb einer Matrixstufe stellt eine Montage dar.

- Das Umbetten eines einzelnen Fossils in eine fundorttypische oder übliche Trägerplatte (bekannte Techniken, z.B. Solnhofen, Messel), die keine weiteren Schau-Fossilien enthält, ist generell gestattet und fällt im Sinne des Wettbewerbs nicht unter den Begriff der Montage. Der Vorgang des Umbettens muss deklariert und sollte möglichst dokumentiert werden. Auch Reartikulierungen von zerfallenen Fossilien sind im Wettbewerb zulässig, die Deklaration ist Pflicht, eine Foto-Dokumentation gern gesehen.

- Nicht im Bild gezeigte rückseitige Restaurationen und notwendige rückseitige Stabilisierungsmaßnahmen an Matrix oder Fossil sind von der Beurteilung durch die Moderatoren ausgenommen.

- Im Rahmen der maximal vier zugelassenen Fotos dürfen gern auch Collagen mit mehreren Einzelbildern gezeigt werden, um dem Betrachter mehr Details zeigen zu können. Bild-Montagen in diesem Sinne sind zulässig. Das Fossil oder Gestein idealisierende Bildbearbeitung im Sinne des Kaschierens von Fehlstellen oder durch Hinzufügungen ist hingegen selbstverständlich niemals gestattet. Selbstredend auch dann nicht, wenn das sonstige Montieren freigegeben wird.

- Die Zirka-Regelung (betrifft beide Antwortmöglichkeiten) wird von den Moderatoren im Zweifel zugunsten der Teilnehmer ausgelegt und Verstöße nur bei deutlichen Abweichungen gerügt. Insgesamt wird auf die Ehrlichkeit der Teilnehmer gesetzt. Den Moderatoren steht in der Beurteilung ein Ermessensspielraum zur Verfügung, den alle Teilnehmer respektieren.


Die Umfrage läuft bis Samstag 21. März 2015, 20:55.

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Sönke » Samstag 7. März 2015, 00:59

Hallo zusammen,

wie in dem anderen Diskussionsfaden angesprochen, darf hier jeder gerne - nun ggf. mit konkretem Bezug auf die Frage und seine Antwort darauf - nochmals seine Meinung äußern.

Wir hoffen das Meinungsspektrum möglichst gut in die zwei Antwortmöglichkeiten eingearbeitet zu haben. Der Prozess dorthin war schwierig. Ich darf verraten, dass in der Redaktion in etwa genau soviele Diskussionsbeiträge zusammen kamen, wie im öffentlichen Forum. Die Moderatoren haben sich noch darüber hinaus ausführlich abgestimmt. Wir haben es uns also nicht leicht gemacht! Aus dem Meinungsspektrum haben wir zwei Richtungen isoliert und so formuliert, wie wir sie als Moderatoren akzeptieren könnten, damit in der Organisation eine Kontinuität beibehalten werden kann. Deswegen gibt es die Antwortmöglichkeit 2 nicht "ohne Dokumentationspflicht" und auch keine sonstigen faulen Kompromisse. Ein mehrheitsfähiges Abstimmungsergebnis ist nämlich nur bei einer Zuspitzung auf zwei Antwortmöglichkeiten definitiv gewesen.

Viele haben ihre Meinung bereits hier geäußert: http://forum.steinkern.de/viewtopic.php?f=18&t=20407 . Wer für sich selbst noch nach Pro- und Kontraargumenten sucht und noch nicht entschieden ist, möge dort nachlesen.


Ich persönlich habe bereits für Antwort 1 gestimmt und möchte dafür werben, dass Ihr dies auch tut. :top:


Für Antwort 1 sprechen aus meiner Sicht folgende zwölf Punkte:

- Die Antwort 1 lässt (siehe Erläuterung) genügend Raum für ein gerüttelt Maß an Reparatur/Ausbesserung und Fine-Tuning, das etwa dem entspricht, was wir in den vergangenen 10 Jahren im Wettbewerb erlebt haben und das wir überwiegend wohl gut fanden. Mehr oder weniger konsensual als "kunstgerecht" geltende Methoden werden auch in dieser Variante akzeptiert (bestimmte Arten von Umbettung, Reartikulierung ursprünglich zusammengehöriger Teile eines Individuums)

- Die wissenschaftliche Aussagekraft und Verwertbarkeit der Fossilien bleibt gewahrt.

- Der Wettbewerb bewahrt seinen hohen Standard im Hinblick auf die Authentizität der Fossilien bzw. präzisiert diesen im Punkt der Ergänzungen.

- Wir grenzen uns damit gegen den z. T. unsauberen und zurecht immer wieder kritisierten Fossilienhandel deutlicher ab, als wenn die Grenzziehung nur durch ein bloßes Angeben von Ergänzungen erfolgt (was im Fossilienhandel mitunter im wahrsten Sinne des Wortes "vertuscht" wird, natürlich nicht von allen Anbietern).

- Eine gewisse Annäherung an wissenschaftliche Standards beim FdM als einem "kleinen Aushängeschild der Community", entspricht recht gut der angestrebten vermittelnden Rolle von Steinkern.de zwischen Fossiliensammlern und Wissenschaftlern.

- Man muss beim Abstimmen nicht bei jedem Fossil kritisch den Blick schärfen oder genau nachlesen, ob montiert wurde oder nicht, sondern kann die Authentizität grundsätzlich (genau wie die Ehrlichkeit der Teilnehmer) unterstellen.

- Wettbewerbsgleichheit. Wer selbst auf weitestgehend authentische Fossilien setzt, muss diese nicht gegen übermäßig geschönte Fossilien in den Wettbewerb stellen.

- Fossilien, vom Wolpertinger, der aus zwei Individuen zusammengebastelt wurde bis zur Ammoniten-Collage, sind damit nicht von Steinkern ausgeschlossen! Sie können gerne trotzdem vorgestellt werden. Das Forum besteht ja nicht nur aus dem Wettbewerb "Fossil des Monats" und manches ist vielleicht auch in der Rubrik "Kurioses" besser aufgehoben und erntet hier eher entsprechende Anerkennung.

- Die Zeit fürs perfekte Ergänzen großer Fossilteile oder das Montieren von Einzelstücken, könnte man oft auch in die Suche nach einem authentischen Stück stecken oder auch mal damit leben, dass ein Stück nicht perfekt ist.

- Es wird nur selten eine "Montage" im obigen Sinne geben, die wie OlliFs Brachiopodenstufe noch in Fachkreisen diskutabel ist - dies war sozusagen die sympathischste und softeste Form des Verfälschens (Austausch von gleichartigen Fossilien 1 zu 1). Schon dies hat - in Verbindung mit dem Ausschluss aus dem Wettbewerb gemäß den bisherigen Regeln - eine breite Kontroverse ausgelöst. Vieles was darüber hinausgeht, dürfte bei Paläontologen und Hobby-Paläontologen noch viel mehr auf ein Nase rümpfen stoßen und kaum im Wettbewerb reüssieren, wenn es ordentlich deklariert wird und somit die Verfälschung für jeden kenntlich ist. Alles andere als eine ordentliche Deklaration wäre eine Täuschung der Teilnehmer.

- Die Moderatoren werden die neuen Regeln grundsätzlich teilnehmerfreundlich auslegen und anwenden, soweit diese einer Auslegung zugänglich sind. Somit muss niemand die Sorge haben ausgeschlossen zu werden, weil er vielleicht 1-2 % mehr ergänzt hat als vorgegeben. Nur wenn Verstöße auf der Hand liegen, droht der Ausschluss.

- Der Spaßfaktor und der bisherige Charakter des Wettbewerbs bleiben definitiv für alle gewahrt (bei Ausschluss eines nur geringen Teils möglicher Teilnehmer - welches Fossil, bei dem viel mehr als 5% gemauschelt wurden, ist unter normale Umständen schon das persönliche "Fossil des Monats"?), während diese bei Antwort 2, für die Fraktion, die eher naturbelassene Fossilien schätzt, schon durch einzelne Teilnehmer, die die sehr laschen Regeln ausschöpfen deutlich geschmälert würde.

Für Antwort 2 spräche hingegen - und das auch nur aus meiner Perspektive als Co-Moderator - nur, dass sich die Prüfungskompetenz der Moderatoren gegen null reduzieren würde und wir somit weniger schwierige / unangenehme Entscheidungen treffen müssen. Allerdings dürfte die Vermittlung solcher Entscheidungen anhand der genauer gefassten Regeln (Antwort 1) künftig noch leichter fallen als bisher.

Die Antwort 1 garantiert also am ehesten, dass das Fossil des Monats ein Wettbewerb ist, der 1) Spaß macht, 2) den man nur mit einem relativ authentischen Stück gewinnen kann, 3) der ein Aushängeschild der Community bleibt.

Viele Grüße
Sönke

lupus
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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von lupus » Samstag 7. März 2015, 08:50

Antwort 1
... und ich bin froh, dass das Thema mal forumweit diskutiert wird!

Icecube
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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Icecube » Samstag 7. März 2015, 09:43

Hallo,

ich werde auch für Antwort 1 stimmen weil dies selber dem entspricht was ich als akzeptabel betrachte.

Hinzufügen möchte ich jedoch, daß die Stufe von Olli, welche durch den 1:1 Austausch von einigen wenigen Brachiopoden nicht massiv an Schaugüte gewonnen hatte, aus meiner Sicht und mit meinem Wissen um das Stück, welches nur den Umfang hat welcher im Forum artikuliert wird, durchaus im Wettbewerb hätte verbleiben können und sollen.

Egal wie man eine Regel definiert, ein gesundes Augenmaß wie weit man eine Regel dehnt sollte immer gegeben sein. Wobei in diesem Fall die Regel nicht so weit gedehnt wurde, wie ich es für gut befunden hätte.

Letztlich sollte alleine die Tatsache, daß er ohne Notwendigkeit den 1:1 Austausch proklamiert hat und damit sich sozusagen selber angezeigt, eine Dehnung der Regel erlauben. Schätze mal das in den letzten 10 Jahren diverse Stücke am FdM teilgenommen und auch gewonnen haben, die erheblich mehr "montiert" oder "ergänzt" waren. Nur das der Einsteller dieses Stücks dies mit präparatorischem Geschick zu verbergen wußte und es auch nicht proklamiert hat. Das Olli dies ohne Not getan hat gereicht ihm aus meiner unbedeutenden Sicht zu Ehre.

I.
There´s honor in victory, honor in defeat... and there is honor....... in just staying alive.
(Gen. Patton (1945))

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Nils » Samstag 7. März 2015, 09:59

Hallo zusammen!
Ich habe mich ebenfalls auf Antwort 1 festgelegt.
Zur Begründung:

Mir persönlich gefallen authentische Stücke einfach besser. Es ist mir egal, ob ein Fossil kleinere Mängel hat oder disartikuliert ist.
Ich finde es absolut okay, wenn in einem vertretbaren Rahmen bergungsbedingte Beschädigungen oder ursprünglich vorhandene, jedoch nicht oder nur schlecht überlieferte Teile des Fossils restauriert, d.h. nachgebildet werden. Das hat für mein Empfinden keinen Einfluss auf die Aussagekraft des Fossils. Eine Montage von verschiedenen, nicht zu einem Fundkomplex gehörenden Individuen ist in meinen Augen eine Verfälschung des ursprünglichen Fundbestands.
Deshalb scheidet Antwort 2 für mich aus.

Beste Grüße,
Nils
Wusstest du schon, daß der Biss eines einzigen Pferdes eine Hornisse töten kann??

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tbillert
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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von tbillert » Samstag 7. März 2015, 10:02

Moin,

Wollen wir jetzt hier geheim abstimmen oder schreibt danach nochmal jeder seine Meinung in den Thread? Machen wir beim FdM ja auch nicht...

Gruß,

Thomas.
Das Tolle am Internet ist, dass endlich jeder der ganzen Welt seine Meinung mitteilen kann – Das Furchtbare ist, dass das auch jeder tut.
- Das Känguru

Life is too short so it is all right to be a freak lol
- Tim Skippy Miller

lupus
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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von lupus » Samstag 7. März 2015, 10:07

Muss doch nicht geheim sein.

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Freakshow
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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Freakshow » Samstag 7. März 2015, 10:21

Ganz klar Antwort 2


Die Hürden von Antwort 1 sind der Hammer. Möchte nicht wisse wieviele Museumsexponate da im Sieb hängenbleiben.

Das Was Nils angesprochen hat, das Zusammenfügen von verschiedenen Individuuen zu einem Individuum oder das Zusammenfügen verschiedener Individuen zu einem Stück, die nich originär zusammengehören sind in meinen Augen Kompositionen und das lehne ich ab. Die Maßnahmen an der Brachiopodenstufe sind in diesem Fall sehr Grenzwertig.

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Sönke » Samstag 7. März 2015, 10:42

Hi Thomas,

ich wundere mich ein wenig über die Frage. Okay, es wurde wohl in den letzten Tagen soviel geschrieben, dass nicht alle alles verfolgen konnten, also kein Problem. Wir hatten es allerdings in der Redaktion erörtert und ich hatte dieses Vorgehen sogar im öffentlichen Forum (ohne Proteste vernommen zu haben :wink: ) vorab angekündigt:
Da es auch in der Redaktion unterschiedliche Auffassungen zu dem Thema gibt, wird jeder Redakteur und ebenso jedes Mitglied die Gelegenheit haben seine Abstimmung öffentlich zu machen (wenn gewünscht) und die Gründe dafür zu erläutern. So können, wie schon in dieser Diskussion begonnen, wertvolle Gesichtspunkte dafür gesammelt werden, welche Variante "besser" ist und wer sich unsicher ist, kann die gelieferten Argumente nochmals abwägen und sich erst danach entscheiden.
Es geht hier in der Abstimmung doch um einen Wettstreit der Argumente. Ich persönlich lese mir gern auch alles durch, was für Antwort 2 spricht und respektiere, dass einige diese Argumente höher gewichten.

Diejenigen, die sich noch nicht festgelegt haben, können dasjenige, was ich als Antwort gepostet habe durchlesen und für Blödsinn halten oder für gut befinden, ganz wie sie wollen. Es muss erlaubt sein, für seine Überzeugung zu werben! Insbesondere, wenn man das bislang noch nicht in der öffentlichen Diskussion getan hatte. Ich hatte bisher keine Meinung dazu öffentlich geäußert. Oder bin ich als Redakteur ausgeschlossen? :roll:

Jeder andere kann auch seine Meinung kund tun und wenn er die besseren Argumente für Antwort 2 sieht, dafür werben - oder es auch bleiben lassen.

Das steht jedem frei.

Genau so kann jeder geheim votieren. Eine Notwendigkeit dazu besteht aber in dieser Sachfrage nicht. Die Abstimmung über das FdM ist dagegen eine reine Geschmacksfrage. Am Ende trifft beide Entscheidungen derjenige, der abstimmt selbst.

Ich glaube, dass die Teilnehmer selbst mündig genug sind, sich für oder gegen etwas zu entscheiden.

Wenn meine Argumentation beeinflussend war, sehe ich das übrigens als Lob für meine Argumente. Danke!

Gruß
Sönke

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Lucky » Samstag 7. März 2015, 10:57

Hi Sönke,

warum es Protest gibt, wenn Du für Antwort 1.) wirbst ?

Als Richter würde ich Dich in diesem Fall als befangen ablehnen : :D

Im übrigen zur 5 %- Regelung: wenn ich da an so manchen Ammoniten der letzten jahre denke, der am FdM des Monats teilgenommen hat und bei dem Windungen ergänzt, nachkoloriert wurden, etc. : da war die 5 %- Grenze mehr als überschritten. Ist die 5 %-Grenze tatsächlich ein gangbarer Weg ( Bei der Ergänzung von Stacheln an Trilobiten wird die Grenze wohl kaum jemals erreicht werden, bei der Ergänzung größerer Ammoniten hingegen fast immer ) ?

Viele Grüße aus Nürnberg, Edgar
Zuletzt geändert von Lucky am Samstag 7. März 2015, 11:36, insgesamt 2-mal geändert.
"Der Satz, den ich am wenigsten mag ? Das war schon immer so." ( Horst Brandstätter, playmobil )

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von pm.diebelshausen » Samstag 7. März 2015, 11:08

Hallo Ihr!

Habe entsprechend meinem eigenen Geschmack und auch meiner Art zu sammeln für Option 1 gestimmt. Diese ist eng gefasst und ja, es gibt viele sowohl ästhetisch schöne als auch wissenschaftlich aussagekräftige Stücke, die dann nicht am FdM teilnehmen können. Für mich ist das kein Gegenargument, sondern bewirkt ein enormes Alleinstellungsmerkmal für diesen Sammlerwettbewerb auf Steinkern.de. FdM ist nicht die einzige Plattform, auf der beeindruckende, verblüffende, schöne oder kuriose Fundstücke präsentiert werden können. Und, auch das meine persönliche Geschmackssache, für mich steht der Fund mehr im Zentrum als die optische Erscheinung und Qualität. Ich habe Unmengen sozusagen "hässlicher" Steine in meiner Sammlung, die mir aber etwas erzählen, und darauf kommt es mir an. Dies nur zur (freiwilligen) Begründung, warum ich so abgestimmt habe.

Das einzige Argument von Seiten der Leitung wäre für mich, wenn absehbar ist, dass das FdM einschläft, weil kaum noch Stücke überhaupt teilnehmen. Da vertraue ich auf die Betreiber, das abwägen und einschätzen zu können und danach die Optionen für ihr FdM (das FdM ist nämlich eine Einladung, keine basisdemokratische Veranstaltung :wink: ) formuliert zu haben.

@Sönke: bezüglich geheimer Abstimmung und "Werbung" für die eine oder die andere Option sehe ich das wie Du. Allerdings wäre die Möglichkeit, bis zum Abstimmungsende die eigene Stimmabgabe noch zu verändern, schön gewesen, da das Zeitfenster groß ist. Gut möglich, dass hier oder im anderen Thread im Verlauf noch Argumentationen auftauchen, die für eine bereits getätigte Stimmabgabe doch noch (um-)überzeugend sein könnten.

Gruß,

Bene
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.
(Johann Georg August Galletti)

reinhardt
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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von reinhardt » Samstag 7. März 2015, 16:04

Hallo,

gibt's evtl. einen Zwischenstand der Abstimmung?

:hmm:

Wollten wir beim FdM ja nicht mehr, aber hier in Verbindung mit der Begründung einzelner
Mitglieder zu deren Stimmabgabe. :conf: könnte ein Trend und eine Umkehr davon interessant sein. :lol:

Ich wähle Nummer 2.

Gruss Michael

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Sönke » Samstag 7. März 2015, 16:06

Hallo Edgar und Bene,

@Edgar: Für die früheren Wettbewerbe hatten wir hinsichtlich Ergänzungen ja keine klaren Vorgaben, außer dass diese angegeben werden müssen. Es ist daher möglich, dass es einzelne Stücke gab, die nach Antwort 1 für die Zukunft ausgeschlossen wären. Ich glaube jedoch nicht, dass das sehr viele Stücke betrifft.

Die fünf Prozent sind eine Richtschnur, wir hätten den Wert auch höher ansetzen können. Da es aber eine Toleranz gibt (s.o.), sollten die 5 % für sich im Rahmen haltende Restaurationen Raum geben.

Wenn ich erheblich über 5 % der Fossiloberfläche der Schauseite ergänzen muss, muss ich mich ggf. aber auch generell fragen, ob mein Fossil überhaupt ein aussichtsreicher Kandidat für ein Fossil des Monats ist? In Ausnahmefällen könnte ich mir das vorstellen (Raritäten), wobei sich hier wieder die Frage aufdrängt: sollte man diese überhaupt unbedingt aufhübschen?

Wer sich und andere zu sehr eingeschränkt sieht, kann natürlich für Antwort 2 stimmen.

@Bene:
Technisch wäre es möglich gewesen, andererseits dachte ich mir, wer es sich offenhalten möchte, stimmt einfach erst etwas später ab. Insgesamt stimmen wir aber darin überein, dass es nicht schadet, noch einmal Argumente auszutauschen.

Die Argumentation kann sich ja nun direkt auf die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten beziehen.

Viele Grüße
Sönke

P.S.: Edgar - ich hoffe, die anderen Mitglieder übersehen den Smilie bei Deiner Bemerkung zur Befangenheit nicht. :wink:
Zur Klarstellung: Ich äußere nur in einer Antwort auf die Umfrage meine Meinung als Redakteur, Moderator und Fossiliensammler und nenne meine persönlichen Argumente. Die Mitglieder sind - wie schon gesagt - selbstverständlich mündig genug, sich davon nicht leiten zu lassen. Und wenn dann letztlich doch Sachargumente jemanden überzeugt haben sollten, freue ich mich darüber.

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von Miroe » Samstag 7. März 2015, 18:29

Servus miteinander,

hier gern mein Outing:

Ansprechende, optisch attraktiv oder gar künstlerisch gestaltete Fossil-Montagen, -Kompositionen oder -Collagen sehe ich gern und mit Respekt vor der schöpferischen Leistung an - und ich möchte dazu ermuntern, solche auch weiterhin und vermehrt zu zeigen. Dafür gibt es viel Raum im Forum, meiner Ansicht nach aber keinen Platz im Wettbewerb. Dort sollte es, wie der Name "FOSSIL des Monat" ja schon sagt, tatsächlich nur um das der Natur entnommene, erforderlichenfalls präparierte und in Maßen restaurierte Fossil gehen.

Dementsprechend habe ich für die Option 1 votiert und möchte auch für Option 1 werben (obwohl ich es als Co-Moderator beim FdM-Wettbewerb leichter hätte, alles Beliebige "durchwinken" zu dürfen).

Beste Grüße
Michael

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Re: Abstimmung über die Regeln beim Fossil des Monats

Beitrag von FurFossil » Samstag 7. März 2015, 20:31

Hallo,

wir haben die Option 1. gewählt, obwohl wir 0% Verschönerung noch besser fänden. :)

Wenn aber die Abstimmung zugunsten von Option 2. ausgehen sollte, würden wir das selbstverständlich klaglos akzeptieren.



Mit den besten Sammlergrüßen

Karsten & Solveig

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