Fossilien und Kunst: Ammoniten einmal anders

Vor einigen Jahren kreierte ich Schmuck aus Glas in der Tiffany-Technik. Auf der Basler-Herbstmesse fand ich zufällig an einem Stand 2 halbierte Ammoniten, geschliffen und wie geschaffen für Schmuckstücke.
Zusammen mit schwarzem Opalglas ergab es schöne Broschen, die auch schnell verkauft waren. Von da ab besuchte ich Mineralienbörsen in Bern und Solothurn und suchte gezielt schöne Exemplare.
Ein Mann aus Basel bearbeitete sie am schönsten. Er sägte sie selber auf und polierte sie, sodass das Innenleben dieser Urtiere wunderschön zum Vorschein kam. Die einen mehr in Braun-beige-Tönen, die andern pyritisiert.
Es entstanden wunderschöne Colliers, die schnell Abnehmer fanden. Nach einiger Zeit gefielen mir die GANZEN Ammoniten fast noch besser. Mit einer Messingbürste bearbeitet glänzten sie dezent, und zusammen mit Pyritsonnen-Fragmenten entstanden wiederum spezielle Schmuckstücke - jedes ein Unikat. Die Ammoniten waren aus der Schweiz oder Frankreich.

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Mein Lieblings-Schmuckstück: Dieser Ammonit ist einem Unterjura-Ammoniten (Grammoceras) nachempfunden.

In dieser Zeit wurden unsere 7 Kinder flügge, und ich konnte mit der Malerei beginnen. Zuerst Aquarelle, nach 5 Jahren Acryl.
Plötzlich hatte ich die Idee, "meine" Ammoniten auch in die Bilder einfliessen zu lassen.
Zuerst dachte ich an Abdrucke - aber das wäre wohl eintönig geworden. Deshalb begann ich mit einem Wandputz, direkt auf die Leinwand Ammoniten zu modelieren. Sie durften ruhig unvollkommen sein, so wie sie im Gestein zum Vorschein kamen, stellte ich mir vor. Meine Tochter war begeistert vom ersten Bild und meinte, solche müsste ich noch mehr machen. So entstehen seither immer wieder Bilder mit Ammoniten, groß- und kleinformatige Bilder - auch in Auftragsarbeit. Überzogen mit einem feinen Goldhauch.

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Wer jetzt Lust hat, über die Bilder dieses Berichts hinaus noch weitere Bilder zu betrachten, kann dies auf www.suzel.ch gerne machen.
Inzwischen sind die Ammonitenbilder fast schon ein wenig zu meinem Markenzeichen geworden.

Susanne Zweifel