Außergewöhnliche Präparation eines Asteroceras aus England Drucken E-Mail
Beigesteuert von Karsten Genzel   
Saturday, 30 January 2010
Diesen sog. Flatstone (s. http://www.steinkern.de/index.php?option=com_content&task=view&id=449&Itemid=61) hat Brandon Lennon, ein befreundeter Sammler aus Südengland, im Herbst 2009 in Charmouth gefunden und mir unpräpariert als Tauschobjekt angeboten. So gelangte das Stück in meine Sammlung.

 

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Fundsituation
 

Einigen ist das Stück als unpräpariertes Beispiel aus unserer Ausstellung auf den Westdeutschen Mineralientagen in Dortmund Ende November 2009 in Erinnerung.
 

Bereits wenige Tage nach Beendigung der Ausstellung habe ich damit begonnen, das Stück vorsichtig mit Hammer und Meißel sowie einem groben Druckluftpräparierstichel zu bearbeiten. Glücklicherwiese sprang auf einer Seite ein relativ großes Stück direkt zu beginn ab und der Ammonit war fast bis in die Mitte hinein freigelegt. Erst jetzt offenbarte sich die Gesamtgröße des Ammoniten mit ca. 13 cm Durchmesser.
 


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Anpräparierte Rückseite

 

 

Als nächstes begann ich die andere Seite des Ammoniten freizulegen.
 

 

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Anpräparierte Vorderseite
 

Auch hier versuchte ich die Mitte mittels mehrerer gezielter Schläge in einem Stück freizulegen, was ebenfalls gelang. Anschließend wurde mittels verschiedener Druckluftstichel weitergearbeitet. Ich wollte den Ammoniten ringsum, bis auf einen kleinen Bereich an der Mündung, komplett freilegen. Leider zerbrach der Stein, nicht aber der Ammonit. Dadurch war es möglich den Ammoniten besser frei zu arbeiten und ringsum zu polieren, um ihm ein bergfrisches Aussehen zu verleihen.
 

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Vorderseite
 

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Rückseite
 

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Im Durchlicht
 

Die gesamte Präparation dauerte etwa 13 Stunden. Er stammt aus den sogenannten Flatstones aus der Obtusum Zone, Sinemurium, Lias und ist damit ca. 195 Mill. Jahre alt. Es handelt sich um den am besten erhaltenen Asteroceras, den ich je aus Charmouth präpariert habe, und das sind wohl schon so um die 60 oder 70 Stück.

Karsten Genzel