Ste.-Marie-aux-Mines 2014

Wie auch schon in den Jahren zuvor (Bericht von 2012, Bericht von 2013), hat es uns auch dieses Jahr wieder ins Elsass gezogen. Wieder war der primäre Grund die Erholung - dichtauf folgten aber wieder Mineralien und Fossilien.

Die Anreise, dieses Jahr schneller als gedacht, verlief so gut, dass wir den ersten Einkauf bereits vor dem Einchecken im Hotel erledigen konnten. Käse musste her und offensichtlich drehen bei einer Fußball-Weltmeisterschaft nicht nur die bundesdeutschen Supermärkte etwas durch.

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Am nächsten Tag ging es dann nach Ribeauville. Ein nettes kleines uraltes Städchen inmitten der Weinberge. Befremdlich wirkte nur der Laden, in dem sich alles um Bernsteinschmuck dreht. Vermutlich aber etwas regional sehr typisches.

 

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Im Anschluss dann ging es, wie schon im Vorjahr angekündigt, auf die Haut-Koenigsburg. Ein echter Brocken, zumindest aus der Ferne.

 

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Am Fuße der Feste ist die Aussicht schon gewaltig. Und wer schon alles dort war…

 

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Den alten Mauern folgend geht es zum Eingang. Auf dem Weg dahin kann man im anstehenden roten Sandstein immer wieder schön Schräg- und Kreuzschichtung beobachten

 

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Für das, was man zu sehen bekommt, ist der Eintritt adäquat, die Erläuterungen sind gut verständlich und die Führungen sehr, sehr informativ. Ein sehr lohnenswertes Ziel, besonders wenn das Wetter schön und nicht zu heiß ist. Wer weitere Informationen wünscht, der findet sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Haut-K%C5%93nigsbourg

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Am Folgetag ging es dann nach Riquewihr, mal wieder. Malerisch schön ist es wieder. Vor den Touristenströmen schlendern wir durch die Gassen.

 

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Und dann kommt das:

 

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Vorher hat es hier so ausgesehen. Man kann vermutlich vom Glück reden, dass da nicht die ganze Stadt abgebrannt ist!

 

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Wie jedes Jahr findet man Kleinigkeiten, die man zuvor noch nie gesehen hat.

 

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Dann geht es in den Affenpark, den Montagne des Singes. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Freigehege mit Berberaffen. Hier leben derzeit über 200 Tiere in vier Verbänden. Auf Wegen kann man dieses Gelände durchwandern, die Tiere beobachten und füttern. Dies aber ausschließlich mit dem, was einem vom Personal zu diesem Zwecke gegeben wird!

 

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Und das hier ist für die Affen verboten. Eigentlich dürfen sie die Wege nicht benutzen und Betteln geht gar nicht.

 

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Ein hochinteressanter Ausflug. Interessierte finden weitere Informationen auf der Website http://www.montagnedessinges.com

Der Park leistet erhebliches für die bedrohten Berberaffen Nordafrikas, unter anderem auch Auswilderungen, um bedrohte Bestände zu sichern.

Am Donnerstag dann geht es nach Ste. Marie aux Mines. Zeitig der Aufbruch, um den Stammparkplatz zu ergattern, was leider nicht gelang. So war denn ein etwas weiterer Fußmarsch vonnöten um die Veranstaltung zu erreichen. Das Wetter herrlich…

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Neu in diesem Jahr:

Jedes Ticket und jeder Ausstellerausweis sind mit einem QR-Code versehen und nur in Kombination mit einem bestimmten Armband gültig. Da die Messe über verschiedene Bereiche verfügt, die - wie auf dem Plan ersichtlich - nicht miteinander in Verbindung stehen, wird jedes Ticket beim Verlassen eines Geländes ausgebucht und beim Betreten wieder eingebucht.

Parkplätze, wie der vor dem Super U werden überwacht und sind nicht als Messeparkplatz freigegeben. Wer sich nicht daran hält, der muss damit rechnen, dass sein Auto abgeschleppt wird, berichtet dieser freundliche Herr.

 

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Pünktlich um Neun öffnen sich die Pforten und es geht los.

 

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In einigen Bereichen heißt es "nicht kleckern sondern klotzen". Die Calcit-Stufen sind schon beachtlich groß und dabei auch noch schön. Den Platz dafür muss man aber auch haben.

 

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Die ersten Solnhofener, Quallen in einer Farbgebung, wie ich sie bis dato noch nicht gesehen hatte!

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Bei Trifoss konnte ich ein paar schöne Platten aus Solnhofen bekommen.

 

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Ein paar Stände weiter gab es hochpreisige Fossilien aus aller Herren Länder.

 

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Darunter auch diese „quirlige Tinte“ (Cephalopode), die vermutlich dem Devon Marokkos entstammt.

 

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Auf dem Weg zur Halle bei den „Sammlerständen“ gab es einen Stand mit ein paar Muscheln. Ja, und dann war der Stand auch schon voll!

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In der Halle wurden diesmal viele Trilobiten in toller Qualität angeboten, so gesehen bei Horst Heising, Patric Catteau und Harald Prescher.

 

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Ein stattlicher Beinknochen eines Sauriers im Fußraum eines marokkanischen Stands in der Halle.

 

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Ebenfalls in der Halle gesehen, ein „paar“ präparierte Kringel aus England – es handelt sich um sog. Marston Magna, vorwiegend mit Promicroceras planicosta, aus dem Sinemurium Somersets. Da seckt mächtig Arbeit drin.

 

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An die Halle schloss sich eine Sonderausstellung an, die sich den Kupfermineralen widmete. Eine Orgie in grün und blau.

 

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V.l.n.r.: Malachit, Dioptas, Azurit.

 

Nebenan in der Mineralienhalle gab es eine bunte Schwemme aus Indien und China zu betrachten.

 

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Wieder unter freiem Himmel nahe dem „Marokkanischen Eck“: Addi Koumali aus Alnif, für mich auf der Messe die erste Adresse für Trilobitenrohlinge aus Marokko. Gute Steine und faire Preise, Bei ihm standen sie Schlange um seine Steine anzuschauen oder auch, um ihre Bestellungen abzuholen.

 

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Überhaupt bot Marokko dieses Jahr neben Trilobiten wieder tolles Material. Das Land ist einfach eine Wundertüte!

 

Das nächste Foto zeigt eine Schachtel mit interessanten Schnecken in Calcedon-Erhaltung, sehr schön, mit tollen Details, leider von Vielen sehr unterbewertet. Ich habe mich hier reichlich eingedeckt.

 

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Eine ganze Flat-Schachtel voller Trilobiten. Wer sieht die Koralle?

 

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Was mag das wohl sein?

520 wo ist der Trilo

 

Bei den Mineralien aus Marokko waren dieses Jahr wieder blaue Baryte angesagt. Sie fanden sich überall - zu mitunter astronomischen Preisen. Ochsenblutfarbene Quarze in toller Qualität hatte eigentlich nur Said Karkouri.

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Bei Said Karkouri fand sich auch das naturbelassene Stück der Orthoceras-Bank, die sonst ausschließlich verschliffen angeboten wird.

 

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Eine Entdeckung mit Folgen war die „Kinderbelustigung“. Hier konnte man Steine schneiden lassen und dann selber schleifen und polieren.

 

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Eine alte Wunde bricht auf. So wurden dann im Anschluss Steine gesucht, welche die Dame dann auf dem geplanten Kurs verarbeiten kann. Opale, Labradorit, Holz, Araucarien-Zapfenfragmente und Rubin-Zoisit wurden nach harten Kriterien ausgesucht. Schön müssen sie sein, Potential müssen sie haben, und es darf nicht mehr viel daran zu schleifen sein.

Das Wetter war am Donnerstag und am Freitag wunderbar. Bereits am Donnerstagnachmittag zeigte mein Nacken leichte Anzeichen von Sonnenbrand in Burgunder-rot. Mist, wieder vergessen die Sonnencreme vorab aufzubringen.

Am Samstag kam dann Regen auf. Nicht so schön, aber es hatte durchaus “Bereinigendes“. Die Bilder sprechen für sich.

 

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504 erster Waschgang

 

Der „Gem“-Bereich war wie immer: bunt. Viele Stände ausschließlich für Wiederverkäufer, die aber zumeist Komponenten verkaufen. Bei den Steinen gab es deutlich weniger Einschränkungen.

 

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Der Bereich der Edel-Mineralien, also den teuren Stufen, war wie im Vorjahr sehr schön anzuschauen.

 

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Zum Ende der Veranstaltung geht es noch schnell zum Edelfleisch-Dealer. Dieses Jahr wird zugelangt. Filet vom Hirsch, Schwein und vom Rind im Edelschimmel gereift, sensationell lecker. Dazu etwas Brot.

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Montags geht es dann heim. Nicht jedoch ohne vorher noch einmal Käse zu besorgen. Denn dank Horst Heising wissen wir nun, Käse lässt sich unter geringen Verlusten einfrieren! Na, das ist doch eine Option!! Da kann man die kleinen und großen Stinkbomben konservieren.

 

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Schön war´s, wir kommen wieder.

 

Lisa Steiger & Udo Resch