Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 30/03/2018, 20:34 von Sönke Simonsen
hybridformIn diesem Bericht wird über die Präparation eines Ammoniten berichtet, den der Autor Anfang März 2018 am Stonebarrow Hill in Dorset fand. Das Stück stammt aus der Davoei-Zone der Green Ammonite Beds (Unterpliensbachium). Es handelt sich um eine Hybridform aus der Familie Liparoceratidae. Der Ammonit ist bedauerlicherweise nicht ganz vollständig eingebettet worden. Obwohl es sich somit nicht um ein "Topstück" handelt, wurde aufgrund der relativen Seltenheit dieser interessanten Formen über die Präparation "live" als Fortsetzungsgeschichte berichtet. Nach rund 24 Stunden Präparationsarbeit ist die eigentliche Präparation nun beendet, lediglich das Einlassen mit einem Steinpflegemittel und eine Überarbeitung der Restauration stehen noch aus. Trotz einiger Schwächen ist ein insgesamt aussagekräftiges und im Großen und Ganzen auch ansehnliches Exponat entstanden.
Geschrieben am 03/03/2018, 10:00 von Matthias Weißmüller
wuestengartenbauZu den Hobbies von Matthias Weißmüller, Autor des im vergangenen Jahr erschienenen Buches „Eine Reise in den unteren Jura der Region Altdorf“, zählt neben dem Fossilien sammeln auch die Gartenarbeit. Wie sich das eine mit dem anderen verbinden lässt, zeigt sein Beitrag über das Anlegen eines Steingartens. Für diesen verwendete er Jura-Gesteine aus der Umgebung seines Wohnorts im Raum Neumarkt (Oberpfalz). Welche Pflanzenpracht sich im neu angelegten Garten mit Matthias Weißmüllers Zutun innerhalb kürzester Zeit entwickeln konnte, sehen sie im Bericht – es entstand ein wertvolles Habitat für die heute selten gewordenen Insekten. Vielleicht liefert der Bericht, der ein wenig über den Tellerrand des Fossilien sammelns hinausreicht, einigen Leserinnen und Lesern willkommene Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens?
Geschrieben am 25/02/2018, 08:16 von Markus Lücke
lytoceras-eypeDie Küste der südenglischen Grafschaft Dorset hat sich seit den Entdeckungen von Mary Annings (1799-1847) vor rund 200 Jahren zu einem weltweit bekannten Dorado für Fossilienfreunde entwickelt. Die Jurassic Coast bietet neben einem landschaftlich reizvollen Ambiente nach wie vor gute Fundmöglichkeiten für Fossiliensammler. Das Fossiliensuchen im Lockermaterial ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz des UNESCO Welterbes Jurassic Coast, da jedes nicht geborgene Fossil unweigerlich der Erosion zum Opfer fällt. Nur durch eine Vielzahl privater Sammler aus nah und fern, wird eine annähernd flächendeckende Kontrolle der Strände auf zutage tretende Fossilien gewährleistet. Wissenschaftlich bedeutende Funde sind im Welterbezentrum in Charmouth zu melden und werden dort registriert. Die Chance auf derartige Funde für den einzelnen Besucher ist zwar begrenzt, doch Ammoniten und andere häufigere Fossilien kann jeder finden. Wer allerdings in der Erwartung auf zahlreiche, leicht erkennbare und gut präparierbare Fossilien nach Dorset hinfährt, wird enttäuscht sein - das Gros der Fundstücke ist im Gelände nicht allzu leicht erkennbar und bedarf einer aufwändigen Präparation. Oft lassen sich nur mit Feinstrahltechnik, Druckluftstichel und viel Geduld gute Ergebnisse erzielen. Im Bericht stellt Markus Lücke ein 17 cm großes Lytoceras aus dem Oberpliensbachium von Eype vor, das er 2016 barg und jüngst fertigstellen konnte - die Präparation war eine Menge Arbeit, die sich allerdings gelohnt hat!
Geschrieben am 16/02/2018, 19:09 von Udo Resch & Achim Hildebrand
tharsis-mit-ueberraschungAuf den ersten Blick unscheinbare Fossilien können sich bei näherer Betrachtung als besonders interessante Stücke erweisen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sie bestätigt sich aber immer wieder aufs Neue. Der von den Autoren vorgestellte, etwas disartikulierte und verspaltene Tharsis aus den Solnhofenener Plattenkalken von Wegscheid ist zunächst ein unscheinbarer Fund gewesen. Im Gelände stellt sich bei derartigen Fundstücken manchmal gar die Frage, ob sie überhaupt mitnehmenswert sind. Im Zweifel sollte man diese Frage stets bejahen, dafür ist dieser Artikel ein Plädoyer, denn er beschäftigt sich mit einer erst bei genauem Hinschauen erkennbaren Überraschung im Inneren des Tharsis, die den Autoren Anlass zu einigen Interpretationen lieferte und gleichzeitig Fragen aufwirft.

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