Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 10/12/2017, 16:42 von Justus Güttler
branchiosaurierJustus Güttler berichtet in seinem zweigliederigen Aufsatz zunächst über die Präparation und anschließend über den wissenschaftliche Aussagewert des Skelettes eines 54 mm langen Branchiosauriers aus dem Kappeln-Horizont (M9) des Rotliegenden (Unteres Perm) von Rheinland-Pfalz. Der Altfund wurde mit angespitzten Insektennadeln, Skalpell und Haarpinsel unter dem Mikroskop präpariert und zeigt dank der sorgfältigen Präparation wesentlich mehr Details als viele Stücke der Gattung Apateon, die im Handel angeboten werden. So ist beispielsweise der Hautschatten bestens erkennbar. Sorgfältig präparierte Fossilien ermöglichen weitaus mehr wissenschaftliche Aussagen als ungenügend präparierte Stücke - der Artikel ist daher ein Appell, auch kleinen Fossilien die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Im zweiten Teil des Artikels geht der Autor, der 2017 mit seiner Arbeit "Relsbergia kraetschmeri gen. et sp. nov. – ein neuer Temnospondyle des Unterperms der Pfalz“ bei "Jugend forscht" in Hessen gewann, auf die wissenschaftliche Interpretation des Fossils ein.
Geschrieben am 03/12/2017, 00:00 von Anke Borchardt
ammo-adventskalenderPassend zum 1. Advent zeigt die Autorin des Artikels Anke Borchardt, wie man mit künsterlisch-handwerklichem Geschick einen originellen Ammoniten-Adventskalender basteln und diesen mit Schoko-Steinkernen eigener Fossilien bestücken kann. Die Originalfossilien wurden zunächst in Tonstücken entsprechender Größe abgeformt. Dann kamen die so entstandenenen Formen zum Schrühbrand in den Brennofen. Nach dem ersten Brand wurden sie glasiert und dann nochmals gebrannt. Indessen wurde ein Ammonit gemalt, der 24 Kammern aufweist. In die Kammern wurden Türchen eingebaut und dieser Aufbau auf einen entsprechend untergliederten Unterbau aufgeklebt, in den die fertigen Schoko-Steinkerne eingelegt werden können - und fertig ist der Ammoniten-Adventskalender. Die Steinkern.de Redaktion schließt sich der Autorin an und wünscht allen frohes Basteln, eine schöne Adventszeit und guten Appetit!
Geschrieben am 24/11/2017, 21:39 von Axel Cordes
fossilienpraesentation-einmal-andersDer bis kurz nach der Wende aktive Braunkohletagebau Espenhain (Landkreis Leipzig, Sachsen) wurde in den vergangenen gut zehn Jahren renaturiert bzw. Teile davon geflutet. Heute kann an ausgewiesenen Bereichen des durch die Flutung entstandenen Störmthaler Sees gebadet werden, wo einst in oligozänen Schichten Sammelmöglichkeiten für z. T. spektakuläre Fossilien bestanden. Zu diesen Fossilien zählen auch Hummer. Der Autor, seit Langem spezialisiert auf fossile Decapoden, hatte das Privileg mehrere Rohlinge aus dieser klassischen Lokalität bekommen zu können. Die schwiergie Präparation eines dieser in Phosphoritkonkretionen eingebetteten Stücke wird im Bericht in Bildern dokumentiert und ausführlich beschrieben. Über die Beschreibung der Präparation hinaus vermittelt der Autor wertvolle Anregungen, wie man Konkretions-Fossilien einfallsreich und gekonnt präsentieren kann. Die Vorstellung von zwei weiteren entsprechend ausgeführten Decapoden-Präparaten unterstreicht die Alltagstauglichkeit des Präparations- und Präsentationsverfahrens.
Geschrieben am 18/11/2017, 12:04 von Udo Resch
sauropsisSauropsis gehört zu den Raubfischen aus den Solnhofener Plattenkalken (Tithonium, Oberjura). Nach Angaben unserer Partnerseite www.solnhofen-fossilienatlas.de erreichen ausgewachsene Individuen der Gattung Längen von mehr als anderthalb Metern. Insofern dürfte das hier vorgestellte Exemplar mit 32 cm Länge als juveniles Individuum einzustufen sein. Der Autor erhielt das Stück in anpräpariertem Zustand vorgelegt und zögerte nicht lange, als er gefragt wurde, ob er es präparieren wolle, denn die Ausgangssubstanz war gut, es war diesmal kein unüberschaubares "Großpuzzle", dennoch mussten bei der Präparation einige Klippen umschifft werden. Neben der Freilegung noch ganz oder teilweise im Gestein verborgener Flossen galt es vor allem eine gefällige Matrixgestaltung vorzunehmen. Wie dies gemacht werden kann, hat Udo Resch im Bericht dokumentiert. Am Ende liegt ein Fossil vor, dass jedem Museum als Exponat zur Ehre gereichen würde.
Geschrieben am 11/11/2017, 19:02 von Ralf Hildner
mineralientage-muenchen2017Die Mineralientage München, Europas größte Messe für Fossilien, Mineralien, Edelsteine, Schmuck, und Zubehör fand vom 27.-29. Oktober 2017 statt. Anziehungspunkte für die Besucher waren in diesem Jahr u. a. die Sonderschauen „Yin & Yang der Urweltozeane“ mit den Themen süddeutscher Unterjura und Eozän von Monte Bolca sowie die Mineralien-Ausstellungen "From Mine to Mine - Aus der Mine in die Vitrine" und "From Mine to Mine - Alpine Minen". Jahr für Jahr gelingt es dem Veranstalter aufs Neue spektakuläre Sonderschauen auf die Beine zu stellen. Im Fossilienbereich waren in desem Jahr u. a. die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns an der Sonderschau beteiligt. Der Autor beschreibt seine Eindrücke von Sonderschauen und Messeangebot, gestützt auf 67 Abbildungen teils spektakulärer Fossilien und Mineralien.

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