Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 16/09/2016, 16:19 von Danylo Kubryk
muscheln-garantianenoolith-sengenthalIm Garantianenoolith (Bajocium, Mitteljura) des Steinbruchs bei Winnberg nahe Sengenthal i.d.Opf. sind Muscheln artenreich vertreten und stellen die wohl häufigste Gruppe von Makrofossilien in der Schicht dar. Bei Sammlern sind sie oft weniger begehrt als die attraktiven Ammoniten und Schnecken, dabei sind auch die Muscheln mitunter schön erhalten und können - gut präpariert - zu durchaus sehenswerten Sammlungsstücken werden. Der Autor zeigt einige seiner Funde aus einer Sammelaktion des Jahres 2014 in Sengenthal, die er kürzlich präparierte. Die abgebildeten Muscheln gehören neun unterschiedlichen Gattungen an. Noch mehr Muscheln aus Sengenthal, einschließlich der Muschelfauna des Parkinsonienooliths, beschrieb Matthias Weißmüller (2009) in seiner empfehlenswerten Veröffentlichung "Die Muscheln aus dem Bajocium von Sengenthal".
Geschrieben am 02/09/2016, 13:00 von Frank Wenzel
fuerteventura-teil-3Auf der mit einer Ausdehnung von 1700 km² zweitgrößten Kanareninsel Fuerteventura lässt sich das Interesse an Geologie und Paläontologie wunderbar mit dem Besuch anderer touristischer Ziele und dem Genießen der schönen Naturlandschaft der Insel kombinieren. Das Hinterland der Westküste Fuerteventuras wird geprägt durch stark erodierte Vulkanberge. Der Autor empfiehlt den Besuchern Fuerteventuras einen Besuch von "La Atalaya", wo man sich im "Centro de Interpretación" ein Bild von den Behausungen und dem einstigen Leben der Ureinwohner Fuertventuras, den sogenannten Mahos machen kann. Ebenfalls einen Besuch wert, ist das "Museo de la Sal", wo man sich über die Methodik der Salzgewinnung informieren und im Sommerhalbjahr bei der Salzernte zusehen kann. Schließlich können paläontologisch orientierte Touristen südlich von Playa la Guirra auf die Suche nach Schnecken und anderen Faunenbestandteilen aus dem Holozän gehen, die sich dort auf Höhe des heutigen Meeresspiegels bis zirka einen Meter darüber finden lassen.
Geschrieben am 23/08/2016, 14:49 von Udo Resch
ceratarges-praeparation-und-restaurationDie zum Kopfschild der Trilobiten gehörigen Freiwangen zählen bei vielen Spezies zu den empfindlichsten bzw. am schwächsten mit dem Rest des Panzers verbundenen Hartteilen und sind daher des Öfteren disartikuliert oder fehlen ganz. Häufig betroffen von diesem "Problem" ist auch der Stachel-Trilobit Ceratarges aus dem Devon von Marokko. Der Autor des Artikels, Udo Resch, übernahm ein Exemplar mit einer solchen Fehlstelle, auf einem handlichen Stein vergesellschaftet mit einem Phacopiden, von einem Sammlerfreund und führte die Präparation zu Ende - die fehlende Freiwange wurde restauriert. Genaueres über den modernen Triatholon aus Beschlagen, Präparieren und Ergänzen lesen und sehen Sie im Artikel.
Geschrieben am 17/08/2016, 16:10 von Danylo Kubryk
pseudogarantianen-und-garantianen-aus-dem-steinbruch-winnberg-sengenthalBei einer Steinkern-Grabungsaktion im Bajocium (Mitteljura) von Sengenthal kamen 2014 u. a. zahlreiche kleine schalenerhaltene Ammoniten aus der Garantiana-Zone zu Tage, von denen der Autor neulich seinen Anteil am Gesamtfundus präparierte, bevor er sich mithilfe von Literatur und Expertenrat an einer Zuordnung versuchte. Im Ergebnis konnten die meisten Mikrokonche (mitunter als solche kenntlich durch eine erhaltene Apophyse ["Ohr"] als Pseudogarantiana dichotoma BENTZ, 1928 eingeordnet werden, während die Makrokonche zu Garantiana suevica (WETZEL, 1911) zu stellen sind. Insgesamt vertiefte die Auseinandersetzung mit der Bestimmung für den Autor auch einige z. T. ernüchternde allgemeine Erkenntnisse, was die Fossilbestimmung anbelangt. Die besprochenen Fundstücke werden auf 19 Abbildungen, meist aus mehreren Perspektiven und z. T. zusätzlich als "Rohlinge" fotografiert illustriert.
Geschrieben am 07/08/2016, 12:14 von Udo Resch
libelle-v-cymatophlebia-longialataIm nunmehr fünften Teil der Serie "Wie man eine Libelle aus dem Stein kitzelt" hatte der Autor erneut eine Libelle der Spezies Cymatophlebia longialata aus dem Wintershofer Bruchrevier (Solnhofener Plattenkalke, Tithonium, Oberjura) unter dem Stichel. Das Stück mit bewegter Vorgeschichte wurde ihm als anspruchsvolles Puzzle vorgelegt, das sich nach kleinteiliger Puzzelarbeit letztlich als noch weitestgehend vollständig erwies. So entstand nach dem Zusammensetzen und reichlich Klebe- und Stichelarbeiten ein attraktives, ziemlich zentriert auf der Matrix ausgerichtetes und darauf etwas exponiertes Fossil, das mit einer Flügelspannweite von 14 cm ein attraktives Schaustück geworden ist - eine Zierde für jede Solnhofen-Sammlung.

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